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Tag 2 unserer Mietwagentour war schon nicht mehr ganz so chaotisch. Das lag daran, dass wir uns nur außerhalb von Panama-City bewegten.
Ganz umsonst, nur um eine Nacht am Rio Chagres zu übernachten, wollten wir nicht nach Gamboa gefahren sein. Wir buchten im Gamboa-Rainforest-Resort einen Ausflug zum Wildlife-Rescue-Center. Wir nahmen 42 US $ in die Hand und schlossen uns einer geführten Tour an. Seltene Orchideen werden dort gepflegt und gehegt. Selbst die Vanille-Pflanze, ebenfalls eine Orchideengattung, jedoch in Panama nicht heimisch, wächst dort. Es gibt eine große Schmetterlingsvoliere mit allen in Mittelamerika heimischen Schmetterlingen. Ein künstlicher Tümpel mit verschiedenen Pfeilgiftfröschen. Eine Pflegestation für verletze Wildtiere. Faultiere, Greifvögel, ein Wildkatzen-Junges, 9 Monate alt und eine einjährige Ozelot-Katze werden gesund gepflegt und hoffentlich wieder in die freie Natur entlassen.

Gamboa Wildlife Rescue Center

Gamboa Wildlife Rescue Center

Gamboa Wildlife Rescue Center, Schmetterlingshaus

Gamboa Wildlife Rescue Center, Schmetterlingshaus

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Rainforest, roter Pfeilgiftfrosch

Rainforest, roter Pfeilgiftfrosch

Rainforest, grün-schwarzer Pfeilgiftfrosch

Rainforest, grün-schwarzer Pfeilgiftfrosch

Pfeilgiftfrösche, 1 bis 2,5 cm groß

Pfeilgiftfrösche, 1 bis 2,5 cm groß

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Colibri1

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Im Anschluss daran stand der 40 Meter hohe Canopy-Tower, der sich im Soberania Nationalpark befindet, auf unserem Plan. Drei schweißtreibende Kilometer liefen wir durch den Regenwald hoch auf den Aussichtshügel mit dem Turm. Dort angekommen fanden wir ein umzäuntes Gelände mit Aussichtsturm, umgeben mit Stacheldraht und Kameras. Nachdem ich mir die Freiheit genommen hatte, einfach auf die Klingel am Tor zu drücken, richteten sich alle Kameras auf uns und ein Palaver durch die Sprechanlage begann. Schließlich hatte man drinnen ein Einsehen mit den zwei bekloppten Deutschen und schickte eine junge Amerikanerin an den Zaun. Sie erklärte uns, dass wir uns illegal auf den Weg gemacht hätten, weil dieses Gebiet nur mit Voranmeldung und Einholung einer Genehmigung per E-Mail betreten werden darf. Das hatten wir ja schon beim Aerial Train, nur dass die E-Mails nie beantwortet werden, was, wie wir jetzt wissen einem negativen Bescheid entspricht. Da wir also keine E-Mail-Antwort vorweisen konnten und auch nicht mit einer geführten Gruppe des XY-Tourveranstalters gekommen waren, blieb für uns die Türe zu! Nichts mit dem Rundumblick auf den Panama-Kanal und den Pazifik.
So fuhren wir mit dem Auto am Kanal entlang. Zuerst zur Pedro-Miguel-Schleuse und dann zum Miraflores Besucherzentrum. Kurz vor dem Erreichen der Stadtgrenze von Panama-City drehten wir um und fuhren zurück nach Puerto Lindo.

Panama-Kanal bei Gamboa

Panama-Kanal bei Gamboa

Panama-Kanal, Petro-Miguel-Schleuse

Panama-Kanal, Petro-Miguel-Schleuse

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Gamboa Rainforest Resort

Gamboa Rainforest Resort

So eine Enttäuschung! Ich wollte Walter unbedingt die schöne Seite von Panama zeigen und seine (Vor)-Urteile widerlegen. Hat nicht ganz geklappt. Schade!
Nachdem wir in den traumhaften San Blas Inseln angekommenen waren, konnte nichts, absolut nichts mehr mithalten.
Nicht das rotte und vermüllte Puerto Lindo (Ausnahme Bambu Guesthouse von Sandra und Bert mit vorzüglichem Essen).
Nicht die Casa X vom Holländer Hans, die hier der Fairness halber unbewertet bleibt.
Genau so wenig wie das modrige Portobelo (Ausnahme Rico + Rico, Italienische Bäckerei mit schwäbischen Schneckennudeln [Rosinenschnecken]).
Also musste eine Alternative her. Über eine Woche habe ich genervt, bis Walter bereit war, einen Mietwagen zu nehmen. Schon alleine an den Mietwagen zu kommen, war ein richtiger Akt. Es sollte nicht so ein halblegales Fahrzeug von Privat sein, nein, wenn schon, dann über eine internationale Autovermietung mit vollem Versicherungsschutz und ohne Selbstbeteiligung im Schadensfall. Das gibt es nur am internationalen Flughafen Tocumen bei Panama City an der Pazifikküste. Also stiegen wir an der Karibikküste in Puerto Lindo um 6:15 Uhr in den Bus, fuhren bis Sabanitas, stiegen dort in den Bus nach Panama City, Busbahnhof Albrook, kauften wir eine aufladbare Buskarte, den RapiPass, und fuhren mit dem Metrobus 30 Kilometer hinaus zum Flughafen Tocumen. Knapp über sechs Stunden waren bis dahin ins Land gegangen. Die Übergabe des Mietwagens ging professionell. Trotz Straßenkarten und Maps me fanden wir aber unseren Weg nicht. Die lokale SIM Karte von Digicel geht zwar zum Telefonieren und für WhatsApp, bringt aber nachhaltig keine GPS Daten für die Navigation rein. Also Kartenlesen. Es gibt durchaus Straßenkarten, diejenige vom Reiseführer und die vom Mietwagenverleiher. Die sind ziemlich wirkungslos, wenn es keine gescheiten Straßenschilder und mehr angefangene Baustellen als durchgehende Straßen gibt. Gefühlte zwanzig Mal mussten wir alleine schon im Umkreis von fünf Kilometern um den Flughafen rum umdrehten. Mal wurden wir zurück, mal nach links, mal nach Süden, mal nach Norden geschickt. Zuletzt habe ich im Stau einen Taxifahrer angehalten und nach dem Weg zum Corredor Norte gefragt. Wir waren fast richtig, mussten nur noch ein Mal umdrehen. Durchatmen! Den Abzweig Richtung Puente Centenario (Brücke über den Panama Kanal)/Gamboa haben wir auf Anhieb getroffen, nicht jedoch die Ausfahrt nach Gamboa. Weil wieder nichts, absolut gar nichts angeschrieben war. Dass wir falsch waren merkten wir zwar sofort, als wir über die Brücke fuhren, weil wir hätten vorher rechts abbiegen müssen. So fuhren wir eben zwei Mal über die Brücke um anschließend widerrechtlich über einen Mittelgrünstreifen zu wenden, damit wenigstens die Richtung wieder passte. Und siehe da, wie aus dem Nichts tauchte ein Schild „Gamboa 9 Km“ auf, das kann man gar nicht glauben!
Das Gamboa Rainforest Resort haben wir in Rekordzeit, nur ein Mal in Gamboa umdrehen, gefunden. Der ultimative Frust kam bereits an der Rezeption. Schleppend war man bereit, das über Booking.com gebuchte Zimmer raus zu geben. Zwei Personen waren von Nöten, die Reservierung im Computer überhaupt zu finden. Der eigentliche Grund, weshalb wir hierher kamen lag nicht an der Nähe zum Panama Kanal, sondern darin, dass hier Regenwald-Exkursionen und eine Fahrt mit einer Seilbahn durch den Regenwald angeboten werden. Um das Angebot anzunehmen ist eine Übernachtung unumgänglich, es sei denn, man hat ein Hotel in der Umgebung. Wir hatten demzufolge das Doppelzimmer über Booking, die Fahrt mit der Seilbahn und die Exkursion für den nächsten Morgen um 9:30 Uhr direkt beim Resort per E-Mail reserviert. Nur leider war die E-Mail unbeantwortet geblieben. Walter unkte schon, dass es von der Seilbahn nur noch die Bilder im Internet gibt — er sollte leider teilweise recht behalten. Die Seilbahn wird gerade in Stand gesetzt und soll am 15.5. wieder in Betrieb gehen. In welchem Jahr? Leider nichts mit dem Abbau von Vorurteilen. Die Panamaneser sind unzuverlässig und nur auf den eigenen Vorteil aus. Wir arbeiten weiter dran, dies zu widerlegen. Nächste Chance hat das Apartment in Panama Viejo wenn Fleur und Dirk kommen.
Zum Zimmer im Gamboa Rainforest Resort ist zu sagen, dass es trotz Klimaanlage und Luftentfeuchter modrig riecht. Klimaanlage und Luftentfeuchter wurden wohl erst angeworfen als wir ankamen, das Display auf dem Entfeuchter zeigte 75% Luftfeuchte. Wir müssen es uns schön trinken. Und hinterher werde ich zum ersten Mal überhaupt eine entsprechende Bewertung einstellen.
Aber das WiFi funktioniert – ist ja auch was.

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Nachtrag: Der Swimmingpool ist schön. Im Urlaub kann ich schon mal einen halben Tag am Pool abhängen – kein Problem.

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Linton Bay Marina

Linton Bay Marina

Seit Freitag sind wir legal in Panama eingereist. Mit dem öffentlichen Bus ging es von der Linton Bay Marina nach Portobelo zur Immigrationsbehörde. Die öffentlichen Busse sind alte ausgemusterte amerikanische Schulbusse, die farbenfroh angepinselt wurden. Innen sind sie noch im Originalzustand – also versifft und verratzt.

Linienbus nach Portobelo

Linienbus nach Portobelo

Die Immigration läuft nach amerikanischem Muster ab. Der Pass wird eingescannt, das Passfoto wird mittels Kamera mit dem des Bittstellers verglichen. Der Bittsteller (immer schön höflich und mit sauberen Klamotten) darf auch seine Fingerabdrücke abgeben. Nicht nur Zeigefinger und Daumen, nein, volles Programm. Alle zehn Finger. Wenn alles soweit passt, gibt es einen Stempel in den Reisepass und der Bittsteller darf sechs Monate in Panama bleiben. Bis zur Rückfahrt des Busses konnten wir uns noch in Portobelo umsehen, einen leckeren Cappuccino beim Italiener trinken, Empanadas essen und uns um eine lokale SIM Karte fürs Mobil kümmern.

Portobelo

Portobelo

Portobelo  Überreste des spanischen Verteidigungsforts

Portobelo
Überreste des spanischen Verteidigungsforts

Portobelo: War vielleicht im 16. Jahrhundert belo/schön als die Spanier eingefallen waren und die Stadt und das Verteidigungsfort gegründet hatten. Aber heute ist alles ziemlich rott und modrig. In der Ankerbucht liegen immer noch abgesoffene und halb abgesoffene Schiffe vom Hurrikan von vor zwei Jahren. Keiner kümmert sich drum. Die Ankerlieger ankern eben mit Sicherheitsabstand zu den Hindernissen. Nicht wirklich schön. Ganz zu schweigen vom Müll, den die Karibische See anschwemmt. Panama ist Sackgasse. Ende Karibik.

Ankerlieger in der Bucht von Portobelo

Ankerlieger in der Bucht von Portobelo

Cappuccino: Bei Rico + Rico gibt es den leckeren Cappuccino und auch italienisches Brot sowie gutes Wifi.

Linton Bay Marina: Hier liegt die Sunrise sicher am Schwimmsteg. Die Schwimmstege sind neu, von einer schwedischen Firma gebaut, die sich darauf spezialisiert hat. Es gibt Strom und Wasser für jeden Liegeplatz. Das ist richtig gut. Nur leider endete der Auftrag an die Schweden mit dem Übergang zum Land. Zwei Schritte vom Steg runter und frau steht im Matsch. Die Duschen und WCs, immerhin je zwei für geschätzte 100 Kunden, sind immer noch provisorisch in Containern untergebracht. Ich weiß nicht wie ich das finden soll. Eine gute Kritik gibt es hierfür definitiv nicht. Vielleicht, wenn’s gut läuft, wird das Projekt ja mal fertig und sieht annähernd so aus wie im Internet.

Linton Bay Marina

Linton Bay Marina

Linton Bay Marina

Linton Bay Marina

Die Verpflegung mit Wasser, Obst und Gemüse ist sehr gut. Drei bis vier Mal in der Woche kommen die Verkäufer mit den Lieferwägelchen und bringen frische Ware vom Großmarkt. Ebenso gut ist die Bar und Kneipe auf einem Schwimmponton in der Marina. Es ist jeden Tag rappelvoll. Man muss rechtzeitig dort sein, sonst kann es durchaus sein, das bereits alles weggefuttert ist.

Marina Restaurant

Marina Restaurant

Die Versorgung mit Wifi in der Marina funktioniert nicht zuverlässig und schon gar nicht wenn es regnet. Regnen tut es hier oft.

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Kuna Yala Archipel

Banedup/Eastern Hollandes Cays

Banedup/Eastern Hollandes Cays

Seit drei Tagen sind wir in Panama. Aktuell noch illegal, da wir auf dem Weg zum Einklarieren in Puerto Lindo die unwahrscheinlichen Inseln des Kuna Yala (San Blas) Archipels nicht einfach links liegen lassen konnten. Die Bilder in der Realität toppen alles was in Büchern und im Internet zu sehen ist. Es ist unbeschreiblich. Unser erster Ankerplatz war in den Eastern Hollandes Cays, vor Banedup. (Eric Bauhaus-Karte Nr. 7-11).
Hollandes Cays (14)

Eastern Hollandes Cays

Eastern Hollandes Cays

Hier gefiel es uns so gut, dass wir gleich zwei Tage blieben. Begrüßt wurden wir von einer Kuna-Delegation, die fürs Ankern US $ 10,00 kassierte. Am zweiten Tag kam der Kuna Victor mit seinem Kanu angepaddelt und hieß uns herzlich willkommen und schenkte uns drei Avocados. Bald darauf kam ein Boot mit dem Master-Mola-Maker Venancio von Isla Maquina (Murmake Tupu, Mola-Macher Insel). Eine Mola zu kaufen hatte ich auf jeden Fall auf dem Plan, aber er präsentierte uns körbeweise Molas im traditionellen Stil und auch welche, die speziell für die Touristen angefertigt wurden. Die Touristen-Molas mit den Papageien-Motiven ließen wir gleich wieder wegpacken. Was blieb, war ein riesiger Berg mit traditionellen Molas. Eine schöner wie die andere. Walter half beim Auswählen und das Ergebnis war, dass Venancio mit uns das Geschäft des Tages machte und acht Molas verkaufte. Es soll ihm gut tun!

Alles Mola oder was?

Alles Mola oder was?

Noch mehr Molas

Noch mehr Molas

Am dritten Tag segelten wir immerhin 11 Meilen weiter Richtung Einklarierung und warfen in den Eastern Lemmon Cays, wieder vor einem Banedup den Anker. (Eric Bauhaus Karte 7-03). Hier ist es eindeutig belebter, es werden Besucher mit Lanchas (offene Fischerboote mit Außenbordmotoren) zum Baden und Schnorchel herangebracht. San Blas Amazing Tours.

San Blas Amazing Tours

San Blas Amazing Tours

Eastern Lemmon Cays

Eastern Lemmon Cays

Begrüßt wurden wir vom Obst- und Gemüseverkäufer, seine Runden durchs Ankerfeld zog. Verpflegung mit Obst und Gemüse scheint kein Problem zu sein. Wie immer ist Trinkwasser ein Problem. Gestern schenkten wir Victor 5 Liter Trinkwasser. Wir können ja bald nachkaufen. Er nicht.

Eastern Lemmon Cays

Eastern Lemmon Cays

Eastern Lemmon Cays

Eastern Lemmon Cays

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Abschied von Cartagena
Nachdem Annika und Peer das WLan mit nach Hause genommen hatten (Spaß, das Marina-Wlan fiel exakt am Abreisetag der Beiden aus) waren wir auf die umliegenden Restaurants angewiesen. Gutes Netz fanden wir beim Italiener gegenüber des Club Nautico. Zum Club Nautico ist zu sagen, dass er im Moment eine Baustelle ist, da die Stege erneuert werden und zudem scheint er sehr schwellig zu sein, da die vielen Ausflugsboote mit Vollgas vorbeibrettern. Bei uns im Club de Pesca war es zeitweise auch bewegt, da wir am Steg 2, in der Durchfahrt zur Tankstelle lagen und die Herren über die 400 PS Außenbordmotoren immer sehr flott Formel-1-mäßig aus der Boxengasse düsten. In der Nacht wurden wir zwar nicht beschwellt, aber dafür gut beschallt. Schräg gegenüber der Marina liegt ein altes Fort, das nun eine Bar beherbergt und für die Lautstärkeregler der Anlagen gilt wohl auch die Ansage: Vollgas oder kein Gas. Die letzten Tage verbrachten wir mit dem Vollbunkern der Sunrise und mit Taxifahrten zu Todomar und Ferroalquimar um die Bedingungen für Einlagerung der Sunrise von Juli bis Dezember anzuschauen und Angebote einzuholen. Die Preise unterscheiden sich nicht von denen in Curacao, die Umgebung wohl. Mitten im Industrie- und Containerhafenbereich gelegen sind beide Werften nicht sehr einladend. Die Entscheidung, wo wir die Sunrise einlagern ist noch nicht final gefallen, zumal die Luft in Cartagena sehr schmutzig ist. Nachdem wir in Santa Marta mit schwarzem Sand und Kohlestaub bepudert wurden, wurden wir in Cartagena noch vollends mit schwarzen Rußpartikeln eingesaut. Unsere Dirk, ehemals gelb/weiß ist jetzt grau/schwarz, ebenso alle Fallen und Schoten. Das Deck und die Inneneinrichtung konnten wir einigermaßen säubern, aber nicht das Rigg.
Zwischenzeitlich sind wir auf dem Weg nach Panama, in das San Blas Archipel. Nach den ersten 80 Meilen machten wir einen Stopp auf der Insel Fuerte, die noch zu Kolumbien gehört. Dort ankerten wir einen Tag und eine Nacht um auszuschlafen, denn in der Nacht vor unsere Abreise hat Cartagena nochmals alles aufgeboten: Feuerwerk im Fort gegenüber und laute Live-Musik bis in die Morgenstunden. Ich stand an Deck, bereit die glimmenden Feuerwerksreste auf dem Teak auszutreten. Ein Wunder, dass in der Marina nichts abgefackelt ist.

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Blick auf Bacagrande am Tag

Bocagrande bei Nacht, die oberen 10 Stockwerke des Hotels sind komplett dunkel, beim Hochhaus daneben ist nur der Aufzugschacht beleuchtet.

Bocagrande bei Nacht, die oberen 10 Stockwerke des Hotels sind komplett dunkel, beim Hochhaus daneben ist nur der Aufzugschacht beleuchtet.

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Schachspieler im Park

Schachspieler im Park

Cartagena
Stadt der Gegensätze
Schon der Anblick, zum einen schwindelerregende Hochhauskomplexe, dann eine wunderschöne Altstadt, die nie schläft. Wir leben im Schwarz und Weiß. Hitze am Tag und angenehme Kühle in der Nacht. Menschen die sich alles leisten können und diejenigen die Müllcontainer durchwühlen. Cartagena ist schön, aber auch schwer zu ertragen.
Jeden Morgen werden wir von den Boatboys , die pünktlich um 7:00 vom Pförtner durch das Tor gelassen werden um auf den verschiedenen Booten ihrer Arbeit nach zu gehen, geweckt. Die sind auf der Sonnenseite der Gesellschaft gelandet, denn sie haben einen Job, der ihnen Lohn und Brot schafft. Die anderen müssen den Touristen unnützes Zeug anbieten. So werden einem Panamahüte angeboten, obwohl wir einen Hut auf dem Kopf haben. Oder Sonnenbrillen, obwohl wir eine auf der Nase trage. Cerveza, obwohl wir direkt aus den Lokal kamen. T-Shirts, Gebackenes, Getrocknetes, Gemaltes, Zigarren, Zigaretten, zum Trinken, zum Essen, Schmückendes, Praktisches einfach alles. Es wird einem auf Schritt und Tritt angeboten was man braucht oder auch nicht.
Es ist anstrengend, denn die Menschen zeigen dir deutlich „ ich will was von dir haben“. Andererseits sind diese aber auch außerordentlich hilfsbereit und liebenswerte Menschen.
Zurück zu den Hochhausgiganten, denn das passt ins Bild. Bei Tag stehen sie wie Mahnmale auf Bocagrande groß und unerreichbar, in der Nacht sind sie dunkel, kein Licht in den oberen Etagen, manche ganz ohne Licht. Büroetagen oder nur Kulisse das ist die Frage?

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Cartagena Halbinsel Bocagrande

Cartagena Halbinsel Bocagrande

Annika und Peer sind bereits wieder auf dem Weg nach Deutschland. Zuvor hatten sie noch einen Ausflug mit einen Touristenboot von Cartagena aus zu den Rosario Inseln gemacht. Was wir nicht weiterempfehlen können, da sie sich nur innerhalb eines Ressorts bewegen durften und für eine Fahrt zum Schnorchelnrevier nochmal 57000,— Pesos pro Person hätten bezahlen sollen. So nutzten sie eben den Swimmingpool und den abgegrenzten Sandstand des Ressorts. Schade.

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Sonntag ist Strandtag. Für ganz Cartagena. Auch für uns. Ein Taxi brachte uns rüber zur Bocagrande Halbinsel. Hier ging es zu wie auf dem Cannstatter Wasen zur Volksfestzeit. Hunderte Besucher und ebenso viele fliegende, bzw. fahrende Händler bevölkerten die Strände von Bocagrande. Kaum aus dem Taxi ausgestiegen hatten wir auch schon vier Strandliegen und zwei Sonnenschirme an der Backe. Zum Touristenpreis, versteht sich. Ein Abwehren sinnlos. Witzig war es trotzdem. Innerhalb einer Minute zählten wir vier fliegende Händler, der mit dem Wagen mit Ceviche, der mit dem Eiswagen, der mit den Tatootafeln und der mit dem gekühlten Getränken. Auch am Start, der mit dem tragbaren Grill mit irgendwelchen angekohlten Produkten, der mit den Mangos und Papayas, der mit den durchgeschretterten Eiswürfeln mit Sirup, der mit den Luftballons, der mit den „echten“ Perlenkettchen, der mit den geflochtenen Armbändchen, der mit den „echten“ Panamahüten, der mit den frittierten Teigkringeln und viele Frauen die Massagen anboten. Ebenso ist es möglich, sich komplette Menues aus der nächsten Strandbude in einer Styropor-Box direkt an den Liegestuhl liefern zu lassen.
Die supercoolen Spezialisten mit ihren Jetskis donnern im Slalom durch die Badenden und der Kollege mit dem Bananaboot-Anhänger zieht seine Runden ebenso direkt am Strand entlang.

Badestrand Bocagrande am Sonntag

Badestrand Bocagrande am Sonntag

Badestrand Bocagrande am Sonntag

Badestrand Bocagrande am Sonntag

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Santa Marta – Cartagena 120 Meilen
Mit oder ohne Stopp in Puerto Velero war die Frage. Walter war für den direkten Kurs nach Cartagena. Elke, Anni und Peer wollten in Puerto Velero eine Nacht ankern. Tagsüber baden und chillen und am nächsten Abend durch die Nacht weiter nach Cartagena segeln. Wir segelten direkt nach Cartagena. Noch Fragen?

Ansteuerung Cartagena im Morgengrauen

Ansteuerung Cartagena im Morgengrauen

Insgesamt hatten wir überaus faire Bedingungen. Anfangs und im Mündungsgebiet des Magdalena Rivers hatten wir eine kreuz und quer laufende Welle, aber je näher wir nach Cartagena kamen, beruhigte sich auch dies. Die Wetterwelt Windprognose war ebenfalls wieder sehr zutreffend. Passageweather und die U-Gribs sagten Flaute und welch Wunder, wir konnten mit Vollzeug bis zu Ansteuerungstonne von Bocachica segeln. Durch den Kanal von Bocagrande zu gehen trauten wir uns mit unseren 2 Metern Tiefgang nicht. Die verrückten Spanier hatten im 16. Jahrhundert kurzerhand mal die Bucht Bocagrande zugemauert. Die habgierige Flotte unter der Flagge der britischen Krone wurde hierdurch erfolgreich von der Einnahme Cartagenas abgehalten. Wirklich, eine Mauer, die nun 60 cm unter dem Wasserspiegel liegt zieht sich von Cartagenas Halbinsel Bocagrande zur Insel Tierra Bomba. Mittig ist eine betonnte 30 Meter breite Rinne mit etwas mehr als 2 Meter Wassertiefe, die von der Sportschifffahrt benutzt werden kann. Nicht von uns. Wir nahmen 14 Meilen Umweg in Kauf und nahmen die Einfahrt durch die Bocachica. Links und rechts befinden sich noch Reste von den spanischen Verteidigungsforts.

Bocagrande mit Reste der Mauer nach Tierra Bomba

Bocagrande mit Reste der Mauer nach Tierra Bomba

In Cartagena angekommen machten wir uns das kolumbianische Chaosmanagement zu Nutzen und nervten die Bediensteten des Club de Pesca mittels Funk und Auf- und Abfahrens so nachhaltig, dass sie uns einen schönen Liegeplatz gaben. Grins. Weil die Reservierung mittels E-Mail war zuvor abschlägig entschieden worden und auch der Anruf von Kelly aus Santa Marta brachte keinen entsprechenden Bescheid. Hartnäckigkeit zahlt sich aus. So liegen wir nun komfortabel am Steg. Können die sanitären Anlagen nutzen, zu Fuß in die Stadt und haben schlechtes WiFi.