Segelsommer 2025 mit der SY Pille_29

Klintholm-Kühlungsborn
Wir verlassen Dänemark (vorläufig) und segeln runter nach Süden an die deutsche Ostseeküste. Es ist fast wie in eine andere Klimazone zu gehen. Sonne satt und leider auch ziemlich wenig Wind. Alles kann man eben nicht haben – wir ziehen grad die Wärme vor. In Kühlungsborn ist mordsmäßig was los. Wir liegen in der Marina mittendrin. Links von uns das Strandkorbkino, vor uns das Hafenfest mit Livemusik bis zum Abwinken (Punkt Mitternacht ist Schluss – Dankeschön)

und rechts von uns der einsame Gitarrero auf der Sonnenterrasse des Restaurants. Entlang der über drei kilometerlangen Strandpromenade sind Cafés, Bars, Restaurants, Kioske, Fischbrötchen, Eislädchen, Straßenmusiker satt. Feiner Ostseesand mit vielen Strandkörben. Eine wunderschöne Sommerurlaubsatmosphäre. Trotz der vielen Gäste angenehm. Gefällt.

Am Freitagabend packen wir Fleecedecken und Getränke in den Rucksack und begeben uns ins Standkorbkino. Einmalig. Es läuft der neue Film von Bully Herbig „Das Kanu des Manitu“. Witzig – reicht aber nicht an den Schuh des Manitu ran.

Am Samstag wandern wir ins legendäre Heiligendamm. Uns bekannt geworden durch den G8 Gipfel im Jahr 2007 und gepriesen als die weiße Stadt am Meer. Die Strandvillen heißen die weißen Perlen. Wir kommen aus dem Küstenwald und stehen als Erstes vor einer heruntergekommenen, einsturzgefährdeten Villa. Zwischendrin kernsanierte Villen, dazwischen immer wieder heruntergekommene Speklulationsobjekte. Links von uns, hermetisch durch einen Zaun abgeriegelt, der Park des Grand Hotels, das Hotel und die weißen Perlen genannten Strandvillen.

Der gemeine Tourist läuft in großem Bogen um das Gelände in Richtung Seebrücke zum Gaffen und um Fotos zu schießen. Das käst uns an… wir wollen zurück. Wir begehen Hausfriedensbruch am Grand Hotel indem wir den direkten Weg durchs Hotelgelände nehmen. Ein Hotelgast mit einer Codekarte hatte gerade die Gartenpforte geöffnet und wir huschen mit durch und verlassen das Gelände über die PKW Zufahrt. Zwei Kilometer Fußweg gespart.

Zurück nach Kühlungsborn fahren wir mit der Dampflock Molly. Auch eine Touristenattraktion. Ist bequemer als laufen und muss ja nicht verpönt werden.

Am Samstagabend quält unsere Ohren eine Santiano-Coverband direkt vor unserem Bug im Hafen. Geht auch vorbei….