US East Coast 2019_21

Unser letzter Abend in St. Augustine
Wir verbringen einen netten Abend im historischen Viertel zusammen mit der Crew der Tin Lizzie. Im Irisch Pub konnten wir uns noch gut unterhalten, aber als wir ins Oak weitergezogen sind haben uns die Hardrocker die Ohren zugedröhnt. Ein guter Grund, den Kontakt und die Unterhaltung irgendwann und irgendwo weiter zu führen. Man trifft sich bekanntlich immer zweimal im Leben. Mindestens und hoffentlich. Gegen 22:30 butschern wir mit den Dinghys zurück zur Mooringboje. Ich bin gerade dabei über die Reling der Sunrise zu klettern da sehe ich im Augenwinkel einen Stern mit Schweif am Himmel. Ja mei, ist denn schon wieder Weihnachten? Nein. Rocket Launch in Cape Canaveral. Ich glaube es jetzt echt nicht. Mit einer Woche Verzögerung fliegt die Space X mit ihrem Satelliten jetzt wirklich noch ins All. Die Trennung der wiederverwendbaren Booster findet leider hinter einer Wolke statt. Aber die Rückkehr des Boosters kann ich durchaus erkennen. Ob er die schwimmende Plattform im Atlantik getroffen hat? Wahrscheinlich.

US East Coast 2019_20

St. Augustine
Die älteste Stadt Floridas lebt und pulsiert. Viele Touristen bevölkern das historische Altstadtviertel. Die Kneipen bieten bereits mittags Livemusik. Die Touristen umkreisen die Kneipen wie die Motten das Licht. Jeder, zumindest jeder Zweite geht in die Falle. Fairerweise muss ich sagen, dass es nicht unangenehm ist, im Freien zu sitzen und Musik zu hören. Nette Fallen sozusagen. Etwas alkohollastig. Walter orderte ein Bier und ein Wasser und er bekam zwei Plastikbecher mit Bier, und das vor Vier. So saßen wir 3 Stunden da, genossen die Musik und warteten bis Vier für die zweite Runde. Kann man so machen.

Touristenmeile in St. Augustine

Am nächsten Tag zog es uns zu höheren kulturellen Weihen. Das Lightner-Museum lockte uns mit einer Edgar Degas Ausstellung. Das war dann schon eher eine Falle. Im dritten OG, auf einem Drittel der Fläche, wurden einige verblichene Bleistiftstudien ausgestellt. Kein einziger vollendeter Degas. Liebe Leut, das geht besser.

Da war uns die heutige „Besteigung“, 219 Stufen, des St. Augustine Lighthouse schon lieber. Leuchttürme sind faszinierend. Der Rundumblick ebenso. Witzig ist, dass wir beim Eintritt für den Leuchtturm als Senioren (ab 60 Jahre) zählen und beim Museum erst ab 65. Jahre. Walter sagt, das sei logisch, wer mit über 60 noch den Leuchtturm hochsteigt, der hat den Rabatt verdient.


Leuchtturm St. Augustine

St. Augustine Leuchtturm Linse

St. Augustine Inlet

Übrigens sind wir wieder mit den Kinder-Tretrollern unterwegs. Ein Fahrrad zu leihen war uns Schwaben echt zu teuer. Zwei Tage, zwei Fahrräder 96 US $. Zwei Tage ein Auto zu leihen ist billiger. Da mach ich mich doch gern mit dem Roller zum Gespött der Amis, setze mich in die Kneipe genieße und warte bis Vier.

Nachtleben downtown und Abendessen außer Haus fällt hier flach. Wir hängen an einer Mooringboje und mit unserem Dinghy bei Dunkelheit zum Schiff zu fahren ist kritisch. Es steht ein abartiger Strom im Mooringfeld, wenn der Dinghymotor versagt landen wir ungesehen im Nirwana.

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Auf See, Strecke Cape Canaveral nach St. Augustine

Nochmals Thema Rocket Launch. Kurz bevor sich das mobile Netz verabschiedet schau ich auf der Website des Kennedy Space Center nach, ob und wann denn nun das nächste Raketenspektakel ansteht. Ja, sie soll am 16.5. um 22:30 Uhr abheben. Fein, dann kann ich mir das von See aus anschauen. Da sind wir um die 50 Seemeilen weg. Müsste doch noch was zum Sehen sein. Wir legen die Wache so, dass ich zwischen 20 Uhr und 2 Uhr dran bin. Ab 22:15 steh ich falsch rum am Ruder (ist egal weil der Autopilot steuert) und schau nach SSW. Eine Stunde lang. Nichts, nada, absolutly nothing. Mittlerweile haben wir natürlich auch kein Mobilfunknetz mehr und ich kann nicht nachschauen was Sache ist. Walter meint beim Wachwechsel: “War eh klar, die können nix und die Mondlandung vor 50 Jahren war ein Fake”.

Fake oder Echt?

St. Augustine

Vorsicht bissig

Wir legen eine Punktlandung hin und sind exakt um 8 Uhr in der Früh, bei Hochwasser, am St. Augustine Inlet. Es ist wider Erwarten gut betonnt und wir haben an der kritischen Stelle 5,80 Meter Wasser stehen. Alles gut, die Bedingungen sind sehr moderat und für uns ist eine Mooring vor der Marina reserviert.

Erste Eindrücke von St. Augustine

Brücke der Löwen, St. Augustine Inlet

Cape Canaveral/Kennedy Space Center

Wir rollerten gestern Nacht mit den Kinder-Tretrollern eine halbe Stunde hinaus zur Fishing Pier. Zusammen mit hunderten von Leuten stehen wir erwartungsvoll da und schauen hinüber zum Rocket Launch Bereich. Der Launch wird von 22:30 auf 23:00 Uhr verschoben. Egal. Kurz vor 23 Uhr macht die Nachricht die Runde, dass der Raketenstart verschoben wurde. Auf morgen. Gleiche Uhrzeit, gleiche Stelle.
Na denn, dann schießt halt ohne uns den Satelliten ins All. Vielleicht sehen wir ja von See aus etwas von dem Spektakel.

US East Coast 2019_18

Seit dem Muttertag bin ich wieder von meinem kurzen Aufenthalt in Deutschland zurück. Der erste Weg, nach dem Ausschlafen, führt uns zur Muttertagsparty der Florida Beer Company. Viel laute und tanzbare Musik und noch mehr Bier. Welcome back im Partyland. Der Altersdurchschnitt auf der Tanzfläche beträgt locker 65 Jahre, die Frauenquote 95 %.

I want to ride my bicycle….Kollege war zur Sicherheit mit dem Radl da.


Bitte recht freundlich

Am Montag nutzen wir die Gelegenheit und fahren mit dem Mietwagen nochmals ins Vero Beach Outlet. Die Jugend zu Hause wird mit Wrangler, LEE, GAP und Calvin Klein Produkten versorgt. Die Auswahl erfolgt über Bilder die durchs www düsen und für gut oder weniger gut befunden werden. Einkaufen heute. Die Jungs geben ihre Hosengrößen durch in dem sie die Aufnäher der Hosen fotografieren die sie aktuell am Leib tragen. Die Mädels wissen die Kleidergrößen in europäischen und auch in US Größen.

Der Dienstag wird dem Proviant-Einkauf gewidmet. Es gibt leckere Erdbeeren.

Heute, am Mittwoch wird die restliche Wäsche gewaschen, die Segel werden vom Sonnenschutz befreit, die Route wird am Plotter geplant usw. Und, der Knaller für mich, die NASA hat folgendes angekündigt:
Rocket Launch: May 15, 2019 10:30 PM EDT | SpaceX Falcon 9 Starlink

Cape Canaveral Air Force Station SLC-40

Ich hoffe doch sehr, dass dieser nicht schon wieder drei Mal verschoben wird. Den letzten Launch hatte ich um zwei Tage verpasst, weil ich in Deutschland war. Also abwarten, es bleibt spannend.
Noch eine Anmerkung zum Thema Termine, Terminverschiebungen und Zeitrechnung im Allgemeinen. Schon gewusst, dass hier jeder Monat exakt 28 Tage hat? Nein? Ich musste mich im Marina-Office eben hierzu aufklären lassen. Wir kamen nämlich am 17.4. hier an und ich habe für einen Monat den Liegeplatz bezahlt. Für mich war klar, dass wir am 16.5., also einen Monat später hier raus gehen oder nachzahlen müssen. Ich ging also ins Office um mitzuteilen dass wir planmäßig morgen, am 16.5., ablegen. Der Officer war damit nicht einverstanden. Ich muss nachzahlen, weil nämlich ein Monat vier Wochen hat, eine Woche hat 7 Tage und 7 mal 4 ist 28. Punkt. Aha-Erlebnis. Wenn die NASA auch so rechnet, ist mir klar, weshalb der letzte Rocket Launch drei Mal verschoben werden musste. Das würde schon passen, wobei der Februar nun wirklich nur 28 Tage zählt.

Morgen, am Donnerstag, 16.05.2019 werden wir bei Hochwasser hier ablegen und bei Hochwasser am Freitag vor dem St. Augustine Inlet stehen. So der Plan.

Hier noch einige Bilder von Cape Canaveral.

US East Coast 2019_17

Cape Canaveral oder alle guten Dinge sind Vier oder die Schwierigkeiten einen Raketenstart zu beobachten!
Elke war abgereist und mit ihr zwei vergebliche Versuche die Falkon 9 Rakete ins All zu schießen. Ein neuer Start sollte am Freitag, 3. Mai um 3:11 Uhr, also mitten in der Nacht sein. Um etwa 1:00 Uhr packte ich meinen Rucksack mit Kameras, Stativ und Objektiven und machte mich mit dem Kinder-Tretroller auf den Weg in den Jetty Park. Direkt am Strand an der Atlantikseite gelegen. Kein Mensch, nicht mal Autos, waren zu dieser Zeit unterwegs. Ich rollerte völlig vereinsamt durch die Industrieanlagen von Port Canaveral, vorbei am Cruising-Terminal, an Raffinerie- und Industrieanlagen. Am Jetty Park angekommen war ich zunächst einmal froh, dass die Tore zum Park offen standen und sogar ein paar Fahrzeuge in den Park fuhren. Ich ignorierte Schranke und Wächterhäuschen und fuhr mit dem Roller direkt zur Pier, die einige hundert Meter in den Atlantik hineinragt. Dort angekommen musste ich feststellen, dass nur die Profis mit ihren Hightech-Ausrüstungen anwesend waren. Monströse Stative mit mannshohen Ausmaßen, Kameras die 360ig Grad Aufnahmen machen können, Fernbedienung und Nav-Verfolgung, alles war hier aufgebaut. Ich zückte mein Campingstativ, schraubte meine in die Jahre gekommene digitale Spiegelreflexkamera drauf und durfte feststellen, dass die Größe meines Teleobjektiv ungefähr ein zehntel von denen war, die die Profiabteilung verwendeten. Immerhin ich war am gleichen Ort wie die Profis und hatte die gleiche Chance. Es war bedeckt und der Wind war kalt und unangenehm stark. Noch etwa eine halbe Stunde bis zum offiziellen Start. Ich bereute es, nicht eine winddichte Jacke eingepackt zu haben. Kurz vor 3:00 füllte sich die Pier und ich musste um den Platz an der „Sonne“ richtig kämpfen. Immer wieder wurden neueste Infos von den Profis durchgesteckt. Die hatten andere Quellen als der Ottoverbraucher. Zunächst hieß es alles OK doch dann 8, in Worten ACHT Minuten vor dem Countdown packten die ihr Zeugs ein und verließen wortlos die Pier. Ich tat das selbe, packte alles in meinen Rucksack und rollerte zurück zum Schiff. Völlig frustriert berichtete ich per WhatApp nach Deutschland.

Neuer Tag neue Chance. Der Start war verschoben. Nun auf 4. Mai, 2:48 Uhr. The same procedure as last night. Wieder packte ich den Rucksack, rollerte zum Jetty Park, enterte die Pier und fand die gleichen Protagonisten wie am Vortag. Nur jetzt war einiges anders. Der Wind hatte nachgelassen, es war keine Wolke am Himmel und es war nicht kalt. Wieder kamen widersprüchliche Infos, nur diesmal packten die Profis nicht vorzeitig ein. Plötzlich wurde der Countdown runtergezählt, dann passierte zunächst nichts, irgend jemand sagte noch 5 Sekunden, wieder nichts, dann erhellte sich der Horizont wie von einer Mega Flutlichtanlage ausgeleuchtet. Ein großer Feuerball steigt in den Himmel. Kein Höllenlärm, nur das Grummeln wie von einen Jet, der Feuerball steigt weiter ins All.

Start der Space X Falcon 9 Rakete

Bald ist nur noch ein kleiner Lichtpunkt zu erkennen. Als sich die Booster trennen noch mal eine kleine Veränderung der Szenerie. Minutenlang passiert gar nichts, es ist dunkel, nur die Sterne funkeln am Himmel. Dann ein Licht das immer näher kommt und größer wird, es sind die wiederverwendbaren Booster, die auf einer Plattform ca. 20 Meilen außerhalb im Atlantik landen sollen. Es sieht aus wie ein Sonnenuntergang, genauso spektakulär, genauso intensiv. Nur ohne Green Flash.

Landung der wiederverwendbaren Booster

US East Coast

Ich sortiere meine Bordbücherei aus. Alles was ich seit Jahren nicht mehr in der Hand hatte oder nicht mehr benötigte fliegt raus:

Chris Doyle Cruising Guide Venezuela und Bonaire Third Edition (gegen Übernahme der Portogebühr abzugeben)
Chris Doyle Cruising Guide Trinidad, Tobago, Barbados und Guyanan 4th Edition (gegen Übernahme der Portogebühr abzugeben)
Eric Bauhaus The Panama Cruising Guide aus 2018 5. Edition, 20 € + Porto
Jimmy Cornell, Törnplanung weltweit, gebundene Ausgabe 2013, 20 € + Porto
Jimmy Cornell, Segelrouten der Welt, gebundene 6. Auflage, 20 € + Porto
Jimmy Cornell, Sehnsucht nach der See, gebundene Ausgabe 2008, 5 € + Porto
Jimmy Cornell, Seglerlexikon der Welt, gebundene Ausgabe 2001, 5 € + Porto
Reise Know How, Reiseführer 2014 Peru und Bolivien, 5 € + Porto
Reise Know How, Reiseführer 2014 Kolumbien, 5 € + Porto
Reise Know How, Reiseführer 2014 Chile und Osterinseln, 5 € + Porto

Versand erfolgt von Deutschland aus. Bei Interesse: delacasse@hotmail.com

US East Coast 2019_16

Cape Canaveral
Der Start der Space X Falcon Rakete wurde schon zwei mal verschoben. So ein Mist, da flogen die schon vor 50 Jahren auf den Mond und jetzt schaffen sie es nicht die Rakete planmäßig los zu schicken. Neuer Launch ist am 3. Mai. Da bin ich zu Hause und Walter ist alleine in Cape Canaveral. Dabei war ich mehr daran interessiert dieses Spektakel zu sehen als er. Nun wird er allein mit den Kameras bestückt morgens um 3 Uhr zum Stand gehen und auf gute Sicht hoffen.

Und es geht grad so weiter mit der Verlässlichkeit. Mein Flug von Orlando nach Frankfurt hat jetzt schon über eine Stunde Verspätung. Wenigstens flutscht das freie WLAN im Flughafen richtig gut. Das können sie. Tagesschau läuft ohne Probleme durch, und so weiß ich auch, dass es in Deutschland affenkalt ist wenn ich lande.

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Sonntagsausflug wenige Meilen nach Norden
Ponce de Leon Inlet, Daytona Beach und New Smyrna Beach

Ponce de Leon Inlet
Leuchtfeuer

Die beeindruckendsten Leuchttürme haben wir bislang in der Bretagne gesehen. Die Leuchttürme hier an der US Ostküste können durchaus mithalten. Heute besuchten wir ein besonders schönes Exemplar. Das Ponce Inlet Lighthouse, nach drei Jahren Bauzeit 1887 fertig gestellt. Im Jahr 1970 kurzfristig von der US Coast Guard aufgegeben, aber von einer privaten Stiftung für erhaltungswürdig befunden und restauriert worden. Nach der Restaurierung des Turms 1982 installierte die Coast Guard eine moderne Linse und nahm das Leuchtfeuer wieder in Betrieb. Die Stiftung jedoch restaurierte die Original-Linse von 1933 (Fl(6)30sec.) und mit der Genehmigung der Coast Guard wurde diese im Jahr 2004 wieder in Betrieb genommen.

Leuchtfeuer-Linse

Aufstieg zur Aussichtsplattform
Ponce Inlet Leuchtturm

Ponce Inlet Leuchtturm

Die Besucher können den Leuchtturm bis zur Aussichtsplattform besteigen. 203 Stufen. Angegliedert ist das Leuchtturm-Museum. Sämtliche Wohn- und Versorgungsgebäude (Pumpenhaus, Öllager, Holzlager etc.) sind im Original erhalten und können ebenfalls besichtigt werden. Chapeau!

Blick Vom Leuchtturm Richtung New Smyrna Beach

Blick vom Leuchtturm Richtung Daytona Beach

Unser nächster Stop Daytona Beach war gleich um die Ecke. Es gibt Strandbereiche, die mit dem Auto befahren werden dürfen. Sogar die Fahrbahnen sind auf dem Strand markiert. Die verrückten Amis fahren mit dem Auto zum Strand. Kofferraum auf, Grill und Stühle raus und der Sonntag ist gerettet.

Daytona Beach

Daytona Beach

Daytona Beach
direkt neben der Spur

Aber es gibt auch Bereiche ohne Autos, die sind weniger frequentiert, und deshalb auch viel schöner sind. Der Sand ist sehr fein, das Wasser klar und für Atlantikverhältnisse echt warm.

Einige Meilen südlich ist New Smyrna Beach. Mit vielen Bars, Kneipen, Restaurants und Gift-Shops. Hier lassen wir den Sonntag an der Waterfront am Intracostal Waterway ausklingen.

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Miami Beach

Miami Beach

Grillstation in Miami Beach

Florida ohne Miami geht gar nicht.
Mit der Sunrise sind wir auf dem Weg von Key West nach West Palm Beach an Miami vorbei gesegelt. Miami ist kein Platz für Fahrtensegler. Die Marinas, sofern sie überhaupt einen Platz haben, sind unbezahlbar und mit zwei Metern Tiefgang in den flachen Inlets zu ankern ist zu stressig.
Also besuchen wir Miami auf dem Landweg. Zwei Wochen habe ich rumgemäkelt bis ich Walter soweit hatte. Es sind von Cape Canaveral aus immerhin 430 km einfach. In West Palm Beach hatten wir keinen Mietwagen und hier haben wir blöderweise nur Walter als Fahrer eingetragen. Er durfte die komplette Strecke alleine fahren, was aber kein Problem darstellte. Der Mietwagen hat Tempomat, Abstandskontrolle und Spurhalteassistent und die Interstate 95 ist teilweise sechsspurig.

In Miami konzentrieren wir uns ausschließlich auf Miami Beach und hier auf den Art Deco Historic District.

Historic Art Deco District

Den Mietwagen parkten wir zentral auf dem öffentlichen Parkplatz zwischen der Town Hall und dem Filmore Theater. Im Kofferraum die bewährten Tretroller. Wir rollerten zunächst quer durch den Art Deco District, dann zur South Beach Fishing Pier, vorbei an der vollbesetzten Miami Marina und zurück in den Art Deco District. Den Ocean Drive rollerten wir einmal komplett rauf und runter.

Ocean Blvd. Miami Beach

Ocean Blvd. Miami Beach

Ocean Blvd.
Cocktails (siehe unten links) gibt es literweise

Miami Beach

Die alten Hotels aus den glorreichen Zeiten sind stilvoll restauriert. Leider teilweise mit sehr zwielichtigen und auf Touristenabzocke ausgerichteten Bars im Erdgeschoss. Teilweise auch total krass und skurril. Eine Transvestiten-Bar verlegte ihre Show kurzerhand in den Eingangsbereich und auf die Straße – for free.

Ocean Blvd Miami Beach

Das Volk war begeistert. Die sich auf dem Ocean Drive entlang quälende Autokarawane kam zum Erliegen. Alle genossen den Event. Apropos Autokarawane, alles Hochpreisige war am Start. Der deutsche Vorzeige-Sportwagen aus unserer Heimatstadt Stuttgart, Stadtteil Zuffenhausen, rangierte da im unteren Preissegment.

Ocean Blvd. Miami Beach
Lady und Mercedes in Pink

Harley Fahrer immer ohne Helm

Schöne Menschen in Miami Beach

Zum Abschluss gab es für uns in der Lincoln Road in einem Italienischen Restaurant ein Abendessen; Walters sehr teuer und schlecht, Elkes sehr teuer und mittelmäßig. Für ein Glas Wein, 0,1 l, wurde ein Preis von 12 Dollar + 18% TIP aufgerufen – wir tranken Wasser (wg. Autofahrt, gute Ausrede).