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Berlin at it’s best
Shoppen, genießen, staunen.
Zuerst KaDeWe, insbesondere die 6. Etage (shoppen und genießen), dann Potsdamer Platz und zum Abschluss der Woche ein spontaner Besuch bei der Blue Man Group im Blue Max Theater. 1,5 Stunden geiler Krach und Slapstick ohne Pause. Dass Ohrstöpsel-Spender an den Eingängen standen, sahen wir erst beim Rausgehen. Es wäre aber auch zu schade gewesen, die Perkussionsdarbietungen zu dämpfen. Die ersten 6 Reihen mussten Plastikumhänge überziehen, damit sie nicht mit Farbe eingesaut wurden. Wir saßen in Reihe 14 – wieder mal Glück gehabt.

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Berliner Reichstag

Berliner Reichstag

Unser persönliches Highlight in dieser Woche war der ganz spontane Besuch des Berliner Reichstages. Am Donnerstagabend fuhren wir zusammen mit Renate und Dieter noch mit dem Linienbus in die Stadtmitte. Während der Sommermonate gibt es jeden Abend im Parlamentsviertel eine Film- und Lichtprojektion mit dem Titel “Dem deutschen Volke – Eine parlamentarische Spurensuche vom Reichstag bis zum Bundestag”. Die Fassade des Marie-Elisabeth-Lüders-Haus ist die Lichtspiel-Leinwand.

Filmprojektor am Marie-Elisabeth-Lüders-Haus

Filmprojektor am Marie-Elisabeth-Lüders-Haus

Sehr beeindruckend und sehr zu empfehlen. Die Zuschauer sitzen hinter dem Reichstagsgebäude auf den Freitreppen zur Spree und die Filme werden auf dem gegenüberliegenden Ufer auf die Fassade projiziert. Eine sehr emotionale und interessante Aufarbeitung der letzten hundert Jahre.
Um zum Ort der Film- und Lichtprojektion zu kommen mussten wir direkt am Reichstagsgebäude und an den Kontroll-Containern vorbei. Uns fiel auf, dass es keinerlei Warteschlange mehr gab. Nur so im Vorbeigehen fragten wir, ob ein spontaner Besuch, ohne Online-Anmeldung möglich sei. Ja, es sei heute möglich, da nur noch wenige Besucher vor Ort seien und wenn wir unseren Personalausweis dabei hätten, könnten wir sofort mit der aktuellen Besuchergruppe mitgehen. Die Chance ließen wir uns natürlich nicht entgehen. Flott ging es durch die Sicherheitsschleuse, die Treppe hoch und schon standen wir im Aufzug zur Dachterrasse. Mit einem Audioguide im Ohr dürften wir uns auf der Dachterrasse und in der gläsernen Kuppel frei bewegen, konnten viele Fotos machen und bekamen jede Menge Informationen aufs Ohr. Die für die Öffentlichkeit begehbare Glaskuppel ist eine architektonische Glanzleistung und der 360 Grad Ausblick über die ganze Stadt ist gigantisch. So wie auch der Einblick ins Machtzentrum der Bundesrepublik.

Berliner Reichstag Im Inneren der Glaskuppel

Berliner Reichstag
Im Inneren der Glaskuppel

Berliner Reichstag  Einblick ins Zentrum der Macht

Berliner Reichstag
Einblick ins Zentrum der Macht

Brandenburger Tor

Brandenburger Tor

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Potsdamer Platz

Potsdamer Platz

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East Side Gallery

East Side Gallery

East Side Gallery

East Side Gallery

Check Point Charlie

Check Point Charlie

Berliner Dom

Berliner Dom

Museumsinsel

Museumsinsel

Eine bewegte Berlin-Woche geht langsam zu Ende. Am Montag blieben die Fahrräder auf dem Campingplatz zurück und wir fuhren mit dem Linienbus ins Zentrum. Eine Tageskarte für die komplette City nebst Umland kostet nur 7,70 EUR pro Person. Die Karte gilt den ganzen Tag bis 3 Uhr am nächsten Tag. Da kann sich unser Stuttgarter Verkehrsverbund eine gehörige Scheibe abschneiden. Nicht nur dass der Preis stimmt, auch die Verbindungen klappen wie am Schnürchen; auch nach Mitternacht. Nur so kann der öffentliche Nahverkehr eine Alternative zum Individualverkehr werden. Stuttgart ist Lichtjahre davon entfernt.
Wir waren den kompletten Tag öffentlich unterwegs, alle Highlights um die neue Berliner Mitte herum wurden abgeklappert und bestaunt. Mausetot kamen wir Nachts zurück und flüchteten sogleich in die Koje.
Am Dienstag begaben wir uns auf die große südliche Mauerradweg-Runde. Gatow, Kladow, Wannsee, Kleinmachnow, Steglitz, Neukölln, Treptow, quer durch die neue Berliner Mitte und am Abend über den Radhighway Kantstraße und Heerstraße zurück nach Gatow. Entlang des Mauerwegs sind Gedenktafeln für die Menschen, die beim Fluchtversuch erschossen wurden und/oder im Teltowkanal, Havel oder Spree ertrunken sind.

Glienicker Brücke

Glienicker Brücke

Am beeindruckendsten ist die East-Side-Gallery am Spreeufer, wo die letzten verbliebenen Mauerreste stehen und künstlerisch gestaltet wurden. Unsere Stimmung war teilweise sehr gedrückt, wir hatten die deutsche Teilung, die Mauer, den Todesstreifen und die Transitstrecke von Berlin nach Hof ja noch mit eigenen Augen gesehen. Unglaublich irreal, was vor knapp 30 Jahren noch an der Tagesordnung war.
Am Mittwoch hatten die Fahrräder wieder eine Pause verdient und wir nahmen den Bus und die Regionalbahn um nach Elstal zu fahren. Ein Geheimtipp ist dort das ehemalige olympische Dorf von 1936. Ein riesiges Areal, während der DDR Zeit eingezäunt und vernachlässigt, heute von der DKB Stiftung verwaltet und zu besichtigen. Aber leider nur nach Voranmeldung und nur mit Führung für Gruppen ab 5 Personen. So mussten wir nach 2 Stunden Fahrt und einem halbstündigen Fußmarsch unverrichteter Dinge wieder den Rückweg antreten. Wir nahmen auf dem Rückweg die schnellere Regionalbahn zum Quartier Brenzlauer Berg um dort eine originale Berliner Currywurst zu essen. (Ich finde, die Currywurst beim PSV in Cannstatt am Stadion ist viel besser) Der Stadtteil Prenzlauer Berg soll fest in schwäbischer Hand sein – aber wir haben keinen schwäbischen oder süddeutschen Dialekt gehört. Wieder nur hochgepuschtes Gewäsch. Klar werden einige Schwaben oder Bayern dort in Immobilien investiert haben. Was soll daran verwerflich sein?
Nach einer affenkalten Nacht im Bulli (wir schliefen mit Socken, Leggings und Langarmshirt) ging es am Donnerstagvormittag wieder auf die Fahrräder um nach Potsdam zu radeln. Zunächst mit der Fähre von Kladow nach Wannsee, über die Glienicker Brücke, durch die neuen Gärten zum Schloss Cecilienhof, ins holländische Viertel von Potsdam und anschließend durch den Schlosspark zum Schloss Sanssouci. Wieder ein historisches Komplettprogramm.

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin

Berlin, Berlin wir fahren nach Berlin
Mit Fleurs 30 Jahre altem Bulli fahren wir nach Berlin. Bei Leipzig legten wir einen Zwischenstopp ein und treffen dort, wie verabredet auf Renate und Dieter. Sie erwarteten uns bereits und hatten schon einen Stellplatz reserviert. So stehen Urzeit-Campingbulli und Neuzeit-Wohnmobil einträchtig nebeneinander. Am nächsten Tag fahren wir weiter nach Berlin. Wegen fehlender Umweltplakette und noch nicht beantragtem H-Kennzeichen bleiben wir außerhalb von der City auf dem Campingplatz in Gatow an der Havel.

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Sofort werden die Fahrräder abgeladen und weiter geht es mit Muskelkraft. Erster Stop nach 10 Minuten am Kleinen Badestrand zu Kaffee und Kuchen. Der Kalorienverbrauch muss ausgeglichen werden. Nächster Halt, nach 10 Kilometern am Schloss Charlottenburg. Von hier aus ging es wieder zurück nach Gatow zur Osteria. Italienisches Essen kommt immer gut, vor allem das Dessert und der Verdauungs-Grappa.
Am Sonntag Morgen krabbeln wir früh aus dem Bulli, frühstücken und jagen mit dem Fahrrad zur Schiffsanlegestelle Schloss Charlottenburg. Eine knappe Stunde benötigen wir. Eine recht gute Zeit. Die Spree-Rundfahrt mit dem Ausflugsschiff beginnt um 11 Uhr. Mit dem Linienbus hätten wir das nicht geschafft, der fährt am Sonntag erst ab 10 Uhr von Gatow in die City. Das Wetter spielt mit und wir genießen 3 1/4 Stunden Stadtrundfahrt mit dem Schiff. Anschließend radeln wir zur Siegessäule, zum Brandenburger Tor, zum Holocaust Denkmal (wo wir den chinesischen Künstler Ai Weiwei sehen), durch den Tiergarten und im Zickzack zurück nach Gatow.

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Berliner Siegessäule auf dem Großen Stern Mit der vergoldeten Victoria

Berliner Siegessäule auf dem Großen Stern
Mit der vergoldeten Victoria

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Holocaust Mahnmal

Holocaust Mahnmal

Oldies-Treffen

Oldies-Treffen ist
– Wenn Oldies auf Oldies treffen (Silberköpfchen-Treffen)
– Wenn menschliche Oldies auf blecherne Oldies treffen.
Letztes Wochenende war in unserer Nähe genau so eine Zusammenkunft, die beide Kriterien erfüllte.
Zwischen die zeitlos schönen, perfekt restaurierten oder erhaltenen VW-Käfer, T 1 – T 3 Bullies mischten sich die Besucher.

Käfer Schätzchen Bj 1965

Käfer Schätzchen Bj 1965

Wobei auffällig war, dass die Blechkameraden oft besser in Schuss waren, als deren Bewunderer. Wie sagte schon ein gewisser Alfons S. aus München: fürs Motorenöl ist kein Preis zu hoch, aber selber nehmen sie das billige Olivenöl vom Discounter. Recht hat er, der alte Nörgler. So ein Schätzchen muss gepflegt werden. Das ist kein Auto, das ist ein Familienmitglied.

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Karmann-Ghia  Bj 1968

Karmann-Ghia Bj 1968

Weinstadt

Ist Weinstadt unser zu Hause oder unser Feriendomizil? Steuerrechtlich ganz klar unser zu Hause und gefühlt – na ja das ist die Frage. Auf die Frage, wann wir wieder zurück auf die Sunrise gehen habe ich (Elke) geantwortet: Wir fliegen nach Weihnachten wieder heim.
Auf jeden Fall arbeiten wir aktuell unsere Bilder auf und Walter hat ein neues Vimeo-Video von Jamaika auf unsere Website gestellt. Aufgenommen von einer befreundeten Drohne. Ja, das gibt es in Seglerkreisen. Zu sehen bei uns auf der Website unter der Rubrik “Videos”, Titel “Jamaika von oben”.

Earthling
Unser “Drohnenfreund” Earthling

Remagen

10-Jahre-Jubiläum ARP-Museum mit der Ausstellung Henry Moore – Vision Creation Obsession
Auf der Rückfahrt von Münster nach Stuttgart machten wir einen kleinen Schlenker nach Westen und legten einen Stopp in Remagen ein. Die Wechselausstellung zeigt Werke von Henry Moore im Museum und im Außenbereich. Der 1898 geborene und 1986 verstorbene Bildhauer war ein Meister der monumentalen Plastiken.

Die Dauerausstellung zeigt Werke von Hans Arp, einem ebenfalls einflussreichem Bildbauer des 20. Jahrhunderts.

Hans-Arp_Museum Remagen Bahnhof Rolandseck Skulptur von  Henry Moore

Hans-Arp_Museum Remagen Bahnhof Rolandseck
Skulpturen von Henry Moore

Hans-Arp-Museum Remagen

Hans-Arp-Museum Remagen

Henry Moore

Henry Moore

Sehr schön ist auch das Museums-Restaurant im alten Bahnhof Rolandseck. Bei schönem Wetter sitzt man draußen, genießt und schaut auf den Rhein.

Münster/Westfalen

Skulpturen_2017_Muenster (120k)

Radfahren macht glücklich, Radfahren hilft beim Denken, beim Radfahren tut man sich und der Umwelt etwas Gutes. Aber mussten wir deshalb 500 km mit dem Auto nach Münster fahren? Ja! Wegen Skulptur Projekte 2017, Ausstellung im öffentlichen Raum. Umsonst und draußen. Das Rad ist das perfekte Fortbewegungsmittel für solche Entdeckertouren. Gerade in Münster, der deutschen Fahrradhauptstadt. In der Tat funktioniert hier die gemeinsame Nutzung von öffentlichen Flächen von Fußgängern, Radlern und Autofahrern problemlos und stressfrei. Wenn ich nur daran denke, wie desorientiert wir in den ersten Stunden mit den Rad durch Münster geradelt sind. Kein Navi dabei, nur mit dem klassischen alten Papierstadtplan. Zugegeben sehr unpraktisch mit den Rad. Nicht nur Straßennamen, sondern auch die vielen alten und neuen Skulpturen waren zu finden. Ehrlich, es glich mehr einer Schnitzeljagd als einer Kunstausstellung. Wir brachten es auf eine Such- und Findequote von knapp 70 %. Einige sehr interessante Projekte sind dabei, aber auch einige ist-das-Kunst-oder-kann-das-weg-Projekte. Ansichtssache.

Skulpturen_2017_Muenster (8k)

Skulpturen_2017_Muenster (57k)

Der Wunsch der Menschen übers Wasser zu Laufen wurde auch hier umgesetzt. Zwar nicht so spektakulär wie die floating piers am Iseo See von Cristo (siehe Bericht vom 30.06. 2016) aber die im Hafenbecken versenkten Container, die begehbar sind, sind auch ganz witzig. Wobei die Künstlerin sich wohl mehr dabei gedacht hat, als witzig zu sein. Wer weiß.

Skulpturen_2017_Muenster (106k)

Skulpturen_2017_Muenster (95k)

Auf jeden Fall ist Münster eine tolle Stadt, mit einem historischen Altstadtkern, dem Prinzipalmarkt, Dom, historischem Rathaus, Museen, Grünflächen, Aasee u.v.m.

Skulpturen_2017_Muenster (157k)
Abends um 18 Uhr gelang es uns noch einen Platz bei einer 2stündigen Führung (zu Fuß) zu ergattern. Wir hätten online reservieren müssen, aber bis September war alles als ausgebucht gelistet. Einige der Angemeldeten waren nicht erschienen, so konnten noch weitere sechs Kurzentschlossene mitgehen. Eine junge angehende Kunsthistorikerin führte uns launig durch Münster. Für uns gewöhnungsbedürftig war die Art der Führung. Zuerst Brainstorming der Besucher, dann die Interpretation der Kunstführerin und dann die Auflösung was der Künstler uns damit sagen wollte.

Karibik ?

Die ersten Reklamation treffen ein: seit Tagen steht nichts Neues auf der Website. Schnauze voll? Karibische Depressionen? Abhängen im Luxusresort (und sich dafür schämen)? NEIN, alles daneben. Wir genießen das karibische Wetter!
In Süddeutschland. Seit einer Woche sind wir zurück und genießen nicht nur das tolle Wetter sondern auch die perfekt funktionierenden Behörden und Verwaltungen. Man kann es kaum glauben, es ist ein Segen, wirklich. Nicht nur wegen der unproblematischen Verständigung in deutscher Sprache, sondern auch deswegen, weil die Prozesse einfach funktionieren. In einer Woche konnten wir die Post eines halben Jahres bearbeiten (gut, Fleur hatte die dringenden Sachen bereits erledigt), zwei Autos anmelden, ein Auto abmelden, zwei Krankenversicherungsverträge reaktivieren u.v.m. Es läuft.
Eine gute WLAN-Verbindung (die eigene) haben wir auch, deshalb kommt erst jetzt das Video über die Fischvielfalt in der Marina Cayo Largo auf Kuba. Unmöglich von unterwegs etwas auf Vimeo hochzuladen. Die offenen WLAN-Netze in der Karibik schaffen das nicht.
Viel Spaß beim Entspannen mit den Fischen im pflegeleichten Aquarium.
Wo? Na klar mit unserer Website, auf der Seite mit den Videos. Das Aquarium heißt “Es gibt Fisch”.

Curaçao Marine II

Endlich Urlaub!  Für die nächste Stunde, während die Sunrise aus dem Wasser gezogen wird.

Endlich Urlaub!
Für die nächste Stunde, während die Sunrise aus dem Wasser gezogen wird.

Gut eingeparkt!

Gut eingeparkt!

Curaçao Marine Service ist bei deutschen Seglern nicht mehr hoch im Kurs. Wir wissen alleine von drei Booten, die ihre Reservierung hier storniert haben. Wir sind die einzige deutsche Yacht in der Working Area beziehungsweise am Steg. Außer uns sind noch ein paar französische Schiffe da, ansonsten ist die Marina voll in venezuelischer Hand. Sehr viele Protz-Motoryachten liegen am Steg und an Land. Es liegt der Verdacht nahe, dass die venezuelische Haute Volée ihr Kapital und ihre Vermögenswerte außer Landes geschafft haben. Die dazugehörigen Personen gockeln arrogant über das Gelände und haben jede Menge männliches Personal für den Service dabei. Gegrüßt wird schon mal grundsätzlich nicht, wir popligen Segler sind das nicht wert. Auch dass wir in Badeklamotten (wie unästhetisch) unser Schiff selbst reinigen wird mit Kopfschütteln bedacht. Dass die Männertoiletten und die Dusche unbeschreiblich versaut sind und die Putzfrau kaum mit Sauermachen nachkommt steht auf einem anderen Blatt. Mehr Schein als Sein eben. Das gibt es auch bei uns in Deutschland, hier ist eben zu krass. Da die fette Yacht, täglich auf Hochglanz gewienert, dort die Marinatoiletten.
Übrigens hat das Management der Marina gewechselt. Pierre ist nicht mehr da. Arno wird es freuen.