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Der Inlandsflug von Bogota nach Cartagena ging pünktlich und das Gepäck war ja bereits von München aus direkt nach Cartagena durch gecheckt. Dies hatte zur Folge, dass der Zoll uns bei der Ankunft in Cartagena mit der Masse der Einheimischen einfach durchgewunken hat. Alle vier Gepäckstücke sind unversehrt angekommen. So unproblematisch ging es noch nirgends. Der Mietwagen stand ebenfalls bereit. Nur mit unseren Gepäckstücken mussten wir Tetris spielen und haben mit dem Gewicht den Kleinwagen kurzerhand 10 cm tiefer gelegt. Alles kein Problem. Das Hotel ist eher ein Problem, laut, sehr laut, im Ortsteil Bocagrande an der Avenida St. Martin gelegen und unser Zimmer geht zur Straße raus. Da habe ich bei der Buchung nicht aufgepasst. Hätte mich stutzig machen müssen, dass ich den kompletten Betrag im Voraus bezahlen musste. Das ist bei Booking.com unüblich. Aber das Frühstück war super reichhaltig und mit lateinamerikanischer Livemusik unterlegt, ein stimmgewaltiger Gitarrist gab die Klassiker zum Besten.

Auf der Werft waren wir auch schon um uns zurück zu melden. Die Sunrise sieht aus als hätte sie sechs Jahre und keine sechs Monate an Land gestanden. Zentimeterdick mit Sand und Staub bedeckt. Ich will gar nicht dran denken. 

Nützt alles nichts – packen wir es an!

Flug nach Bogota

Wir warten vor dem Avianca Schalter in München auf den Check in für den Flug nach Kolumbien. Das Licht am Schalter geht an und aus allen Ecken strömen Leute sternförmig auf das Viehgatter für den Check in zu. In Lichtgeschwindigkeit entsteht ein kolumbianisches Chaos vom Feinsten. Kreuz und quer Koffer, Kofferkulis, Kinder mit Kopfhörern auf selbigem irren ziellos durchs Gemenge. Zwischendurch entdeckt die Bundespolizei ein vergessenes Handgepäck ohne die dazugehörige Person abseits des Menschenrudels. Funksprüche werden abgesetzt, der Bereich um das Gepäck mit Absperrband gesichert. Das Gepäckstück wird mit Maschinenpistolen bewacht. Eine Lautsprecherdurchsage bittet den Kofferbesitzer darum, sich einzufinden. Und – wirklich wahr – irgendwo im Menschenrudel löst sich eine Person, die sich daran erinnert, dass sie außer den zwei aufzugebenden Gepäckstücken auch noch Handgepäck hatte. Ist schon schwer da den Durchblick zu behalten. Zwischenzeitlich sind wir am Schalter angekommen, zeigen unser elektronisches Ticket und unsere Pässe. Das Flugticket wird geprüft und nicht für gut befunden. Avianca will uns nicht mitnehmen, weil wir weder Rückflug- noch Weiterflugtickets haben. Avianca sagt, wir dürfen so nicht in Kolumbien einreisen und sie verweigern uns die Beförderung. Wir sollen aus der Schlange wieder raus und ein Weiterflugticket nach irgendwo nicht in Kolumbien kaufen. Das wäre dann ok und wir könnten dies ja wieder stornieren, wenn wir in Cartagena angekommen sind. Nein Leute, den Scheiß mach ich nicht mit. Die Teufelchen in meiner Birne laufen Amok. Ich wedle mit der temporären Importlizenz für die Sunrise und sage, dass wir Kolumbien im Februar auf dem Seeweg verlassen. Keinen Zentimeter gehe ich hier weg. Auflauf von vier Avianca Mitarbeiten. Zwei erklären sich bereit, unsere Schiffsdokumente zu kopieren und die Immigration in Bogota zu kontaktieren. Gefühlte Stunden später kommt das OK. Geht doch! Jetzt noch mit der halben Büroausstattung durch den Sicherheitscheck und dann abheben.

 

 

El viaje continua

Sieben Monate in Deutschland und wir haben mehr erlebt als uns lieb war.
Schmerzliche Abschiede, Jubiläen, Auszüge, Umzüge, Einzüge, Neuanfänge und Turbulenzen.
Der Tod ordnet die Welt neu. Scheinbar hat sich nichts verändert und doch ist alles anders geworden. Antoine de Saint-Exupéry

Meine Cousine betitelte ihren Weihnachtsbrief mit einem Zitat von Mary Burmeister:
JETZT IST ZEITLOS
Wie aktuell doch dieses ist! Alles verändert sich in einer unglaublichen Geschwindigkeit. Vorausplanen ist kaum mehr möglich, wir reagieren statt zu agieren. Am 16. Januar 2019 werden wir zurück nach Kolumbien fliegen. Nachdem die ganzen Wartungs-und Reparaturarbeiten erledigt sind, wollen wir gen Norden. Einen exakten Plan gibt es nicht, zu unklar ist, was uns in der Zukunft erwartet. Das Motto heißt einfach „Nord“ und darauf zu reagieren, was die Zeit uns bringt. Optionen gibt es genügend.

Jetzt ist zeitlos.

Routenplanung 2019 rot: geplante Route grün/schwarz: alternative Route

Routenplanung 2019
rot: geplante Route
grün/schwarz: alternative Route

Novemberblues

Immer, wenn wir aus der Ferne zurück nach Deutschland kommen wundern wir uns über das Rumgejammer und die allgemeine Unzufriedenheit.

Mensch Leute, uns geht es verdammt gut!
Wir haben eine funktionierende Infrastruktur, eine nicht korrupte Verwaltung und Regierung.

Je länger wir im Land sind, desto weniger zufrieden werden auch wir.

Infrastruktur: ja, die Müllabfuhr kommt immer zuverlässig, Energie- und Wasserversorgung läuft, beim öffentlichen Nahverkehr im Großraum Stuttgart sind einige Abstriche zu machen, die Deutsche Bahn ist besser als ihr Ruf. Bildungswesen und Forschung kann ich nicht beurteilen, aber beim Gesundheitswesen und bei den anderen sozialen Dienstleistungen kann ich zwischenzeitlich richtig gut mitreden. Wir haben gute Ärzte und eine fortschrittliche Apparatemedizin. Aber ein absolutes Pflegedesaster. Weder genügend qualifiziertes Personal (Herr Spahn, die 13000 neuen Pflegestellen sind allein im Großraum Stuttgart von Nöten) noch genügend bzw. keine Pflegeplätze in Pflegeheimen für schwerstkranke Personen. Das Pflegepersonal in Kliniken ist so überlastet, dass uns jegliches Vertrauen abhanden gekommen ist. Wir hoffen nur, dass es zu keiner Medikamentenverwechslung etc. kommt.
Während wir in Deutschland damit beschäftigt sind täglich ins Krankenhaus zu fahren um die Versorgung meines Vaters zu kontrollieren, wie gesagt kein Vertrauen mehr, steht die Sunrise in Cartagena/Kolumbien an Land. Wir haben eine temporäre Importlizenz bis 28.02.2019, das heißt spätestens zu diesem Zeitpunkt müssen wir mit dem Schiff aus Kolumbien raus. Für eine Verlängerung dieser Lizenz um ein weiteres Jahr muss der Eigner persönlich anwesend sein. Weder die Werft, bei der die Sunrise an Land steht, noch der für die Behördengänge zwingend erforderliche Agent ist willens und bereit dies ohne unsere Anwesenheit zu erledigen. Ein Witz, denn die Dokumente sind vor Ort und wir haben noch nie einen einzigen Beamten oder Hafenkapitän persönlich zu Gesicht bekommen. Die Schiffspapiere werden dem Agenten übergeben und der macht nach Übergabe diverser Geldscheine seine Arbeit, fertig.
So haben wir beschlossen, dass Walter alleine am 15.01.2019 nach Cartagena fliegt und versucht mit dem Agenten das Thema Verlängerung der Importlizenz durch zu bringen. Falls nicht, werde ich ebenfalls nach Kolumbien fliegen müssen und wir bringen die Sunrise gemeinsam aus dem Land. Vielleicht nach Panama, wo wir nicht noch einmal hin wollten oder vielleicht dürfen wir auch wieder nach Kolumbien einreisen und die Sunrise nochmals für einige Zeit dort an Land stellen. Unsere Reise wird auf jeden Fall erst fortgesetzt, wenn sich die familiäre Situation in Deutschland entspannt hat.

Im September 2018

Lange gab es keinen Eintrag mehr. Das liegt daran, dass uns auch dieses Jahr die Gesundheit oder besser gesagt deren Erhaltung auf Trapp hält. Waren es in den letzten Jahren Walters diverse Krankenhausaufenthalte, so sind es in diesem Jahr die meines Vaters. Ein Großteil der Zeit verbringen wir in Kliniken und im Auto auf dem Weg dorthin.
Heute nun einmal eine kleine Abwechslung im Tagesplan. Es ist Wiesenzeit in München und wie jedes Jahr beginnt zeitnah auf dem Cannstatter Wasen als schwäbische Alternative das Volksfest. Dieses Volksfest jährt sich in diesem Jahr zum 200sten Mal. Anlässlich dieses Jubiläums veranstaltet die Stadt Stuttgart ein historisches Volksfest auf dem Schlossplatz. Es gibt zahlreiche alte Buden und Fahrgeschäfte, Drahtseilartisten, Feuerschlucker, Gaukler, eine Hutwurfbude, ein Flohzirkus und einen Vogelbauer.

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Die Fahrgeschäfte sind, so wie wir auch, zwischen 60 und 150 Jahre alt. Wir hatten wirklich schöne Kindheitserinnerungen, waren da doch Kettenkarussell und Boxauto, Raupenbahn und (Mini)Riesenrad. Es gelingt tatsächlich eine Zeitreise zurück ins 19te Jahrhundert des Cannstatter Volksfestes. Ein schönes Fest mit weniger Geschrei und Rambazamba. Kein Ort für Kampftrinker und Ballermänner. Einfach wie früher.

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Mit dem Bulli und den Fahrrädern am Bodensee entlang

Sommer, Sonne, Sonnenbrand. Nicht an der Adria, in der Karibik oder sonst wo in der Ferne, nein in Süddeutschland treffen die Postkartenklassiker der 70iger Jahre in diesem Sommer voll ins Schwarze. Wir beladen den Bulli mit Klamotten, Getränken und ein wenig Essbarem, schnallen die Fahrräder fest und zuckeln los. Unser erster Stopp ist auf dem Wohnmobilstellplatz in Tunau am Bodensee. Völlig unkompliziert wird an der Schranke ein „Parkticket“ gezogen, die Schranke öffnet sich und man sucht sich einen angenehmen Stellplatz. Stromanschluss ist vorhanden und im Preis inbegriffen, Wasser gibt es am Wasserhäuschen. Duschen sind im Duschhaus, Duschmarken gibt es im Biergarten vom Dorfkrug-Hotel. Bei Abreise wird am Kassenautomat bezahlt und fertig.

Bulli in Tunau

Wir lassen unsere mobile Übernachtungseinheit auf dem Stellplatz und fahren mit den Fahrrädern über Lindau nach Bregenz. Der Bodensee-Radweg ist sehr gut ausgeschildert und verläuft hier entlang des Bodensees abseits der Hauptstraßen. In Bregenz schieben wir die Fahrräder in die Großgondel der Pfänderseilbahn, schweben schweißfrei zum Gipfel und genießen eine traumhafte Aussicht über den Bodensee. Auf der Pfänder-Bergstraße düsen wir bergab und peilen zum Abendessen ein, uns aus Bodensee-Segelzeiten bekanntes Restaurant auf halber Höhe an. Leider hat es donnerstags Ruhetag. Mit schlechtem Gewissen gegenüber den sich bergauf quälenden Radfahrern, mit hochrotem Kopf (die mit Tourenrädern) und mit rotem Kopf (die mit E-Bikes) düsen wir vollends bergab nach Lochau und radeln nach „Hause“ zum Bulli. Abendessen gibt es nun in Gohren.

Blick über Lochau am Bodensee

Blick über Lochau am Bodensee

Bregenz am Bodensee

Bregenz am Bodensee

Am nächsten Tag nehmen wir den Radweg über Langenargen, Friedrichshafen, Immenstaad nach Meersburg. Bis Friedrichshafen ist der Radweg separat von der Bundesstraße, danach wird es echt ätzend. Der Radweg verläuft bis zum Schloss Kirchberg entlang der B 31. LKW nach LKW quetscht sich durch Immenstaad und entlang des Sees. Wir versuchen ab Immenstaad alternative Wege zu finden, aber die Wege direkt am See sind den Fußgängern vorbehalten. So lassen wir uns notgedrungen von den Abgaswolken einnebeln und können erst ab Hagnau wieder weg von der Bundesstraße. In Meersburg angekommen mischen wir uns unter die vielen Touristen und lassen uns in den Straßencafés mit Eis und Campari verwöhnen.

Meersburg am Bodensee

Meersburg am Bodensee

Am nächsten Tag fahren wir mit dem Bulli nach Dornbirn/Österreich. Hier ist die Messe Art Bodensee. 65 Galerien aus sieben Ländern zeigen Werke von über 400 Künstlerinnen und Künstlern.
Art Bodensee
Art Bodensee_2
Na ja, so richtig vom Hocker gerissen hat uns das jetzt auch wieder nicht. Die Fotos sind von der Website der Messe – wir hatten mal wieder die Kamera vergessen. Was auch die schlechte Qualität der anderen Fotos erklärt, die mit dem Mobilphone aufgenommen wurden.
Auf der schweizerischen Bodenseeseite fahren wir weiter bis nach Eschenz in der Nähe von Stein am Rhein. Hier auf dem Campingplatz Hüttenberg (verdammt weit oben am Berg) bekommen wir einen schönen Stellplatz für die nächsten Tage. Die Anlage ist sauber wie ein Sternehotel. Die Putzkolonne ist rund um die Uhr am Feudeln und Desinfizieren. Außer, dass die Anlage absolut fahrradfahrerunfreundlich am Berg liegt passt wirklich alles. Brötchendienst, Mini-Supermarkt, Schwimmbad, Bistro und einen traumhaften Blick in Richtung Kreuzlingen/Konstanz. Unser erster Ausflug führt uns nach Stein am Rhein zum Abendessen, wo es uns fast die Füße wegzieht ob der Preise. Schweiz halt.

Stein am Rhein

Stein am Rhein

Am nächsten Tag radeln wir auf der rechten Rheinseite von Stein am Rhein bis nach Schaffhausen. Zweimal fahren wir auf dem Radweg ohne jegliche Kontrolle von der Schweiz nach Deutschland (Gailingen und Büsingen) und wieder zurück. Am Wegrand stehen schwarz-rot-gold angestrichene Holzpfosten und ein Schild mit dem Bundesadler.
Das Rheinufer von Stein am Rhein bis nach Schaffhausen ist ein einziges Strandbad. Teilweise wild, teilweise wie in Gailingen mit allen Annehmlichkeiten wie WCs, Duschen, Liegewiese und Restaurant ausgestattet. Anfangs wundern wir uns, dass uns auf dem Weg und auch mitten in den Städtchen Menschen in Badekleidung, mit Schwimmnudeln, Schwimmgetier unterm Arm und wasserdichten Säcken begegnen. Manche Menschen sind nass, manche trocken. Die Nassen kommen aus dem Rhein und die Trockenen gehen erst in den Rhein. Aktuelle Wassertemperatur 23 Grad, das Wasser glasklar und sauber.

Reiner Rhein

Mit der Strömung lassen sie sich, gesichert mit den Auftriebskörpern, kilometerweit treiben. Auch Schoßhündchen dürfen mit. Im aufgeblasenen Miniplanschbecken treiben sie neben dem Frauchen rheinabwärts. Zu sehen auf dem Bild, der Hund sitzt im grünen Ring. Total entspannt.

Rheinuferpark bei GailingenIDiessenhofen

Rheinuferpark bei Gailingen/Diessenhofen

Diessenhofen am Hochrhein

Gailingen am Hochrhein

In Schaffhausen am Rheinfall ist natürlich der Bär los. Wir reihen uns in den Besucherstrom ein. Der Rhein führt zwar wenig Wasser, aber der Rheinfall ist wahrlich beeindruckend.

Rheinfall in Schaffhausen

Rheinfall in Schaffhausen

In Schaffhausen amüsieren wir uns über das Rhybadi. Ein Rheinbad mitten in der Stadt.

Rheinschwimmbad in Schaffhausen

Rheinschwimmbad in Schaffhausen

Auf dem Rückweg nach Eschenz müssen wir kräftig in die Pedale treten, hinter uns steht eine dicke Gewitterzelle. Das Abendessen unten in Stein am Rhein fällt aus. Als wir den Hüttenberg hochstrampeln sehen wir dass die Warnleuchten am Ufer des Bodensees blinken. Es ist Starkwindwarnung. Regen bekommen wir keinen ab. Es gießt nur kurz auf der deutschen Rheinseite.

Am nächsten Tag muss der 31 Jahre alte Bulli wieder hart arbeiten. Wir treten die Heimreise durch den Hochschwarzwald an. Orte wie Titisee, St. Märgen, Triberg, Alpirsbach etc. liegen auf unserem Zickzack-Kurs durch den Hochschwarzwald. Ab Oberndorf am Neckar haben wir Erbarmen und fahren auf die Autobahn A 81 in Richtung Stuttgart. Wo wir wohlbehalten ankommen und in den nächsten Tagen unseren Sonnenbrand kurieren können.

Schwarzwaldidylle im Hochschwarzwald bei Furtwangen

Schwarzwaldidylle im Hochschwarzwald bei Furtwangen

Waginger See und Chiemsee

Skulpturen Radweg am Chiemsee  Skulpturen von Prof. Heinrich Kirchner

Skulpturen Radweg am Chiemsee
Skulpturen von Prof. Heinrich Kirchner

Kloster Seeon/Seebruck Chiemsee Skulpturen von Prof. Heinrich Kirchner

Kloster Seeon/Seebruck Chiemsee
Skulpturen von Prof. Heinrich Kirchner

Mit den Tourenrädern, ohne Elektromotor zur Unterstützung, fahren wir durch das bergige Chiemgau. Teilweise ist es eine echte Tortur, vor allem wenn wir von grinsenden Radlern in der Altersgruppe 75+ auf ihren E-Bikes überrollt werden. Je länger wir radeln, desto bissiger wird mein Genörgel. Der unvermeidliche Spruch, dass das Fahrrad wohl schneller ist als das Hirn ist auch dabei. Wir reden in 15 Jahren nochmal drüber….
Nach 8 Monaten Radelabstinenz tut mir alles weh. Wir radeln trotzdem unsere geplante Tour. Tettenhausen, Waging, Chieming am Chiemsee, Seebruck, Kloster Seeon und wieder zurück. Ab Seebruck folgen wir dem Skulpturen Radweg mit Skulpturen von Prof. Heinrich Kirchner.
Zum Tagesabschluss gibt es in Waging zur Belohnung Rehmedaillons und einen Kaiserschmarren zum Nachtisch. Und zur Strafe für die Völlerei schickt Petrus uns Regen auf den letzten 5 Kilometern von Waging nach Tettenhausen. Hätten wir jetzt wirklich nicht mehr gebraucht, klitschnasse Klamotten im Bulli sind kein Spaß.

Mattsee/Österreich

Der geniale Ferdinand Porsche wirkte in Österreich bevor er nach Stuttgart zum „Daimler“ ging. Ihm zu Ehren gibt es auch in Mattsee ein Porsche Museum. Ein Besuch ist Pflicht. Legendäre Rennwagen, der original Kaiserwagen und jede Menge alte Porsche-Traktoren sind zu bewundern. (Siehe www.fahrtraum.at)

Hochglanz polierte Porsche Traktoren in Reih und Glied

Hochglanz polierte Porsche Traktoren in Reih und Glied

Die aktuelle Sonderausstellung widmet sich dem T 1 Bulli. Einer der ersten T 1 ging nach Stuttgart zum Autohaus Hahn, das heute noch existiert, und wurde an eine Fassfabrik in Feuerbach verkauft. Dieser Original-Bulli steht nun restauriert in Mattsee.

T 1 Bulli

T 1 Bulli

T 1 Bulli im Porsche Museum Mattsee

T 1 Bulli im Porsche Museum Mattsee

Anschließend machen wir einen Besuch bei der Sunbeam-Werft und kommen mit vielen Tipps und einem Karton voller Ersatzteile wieder raus. Hoffentlich hilft es.

Blick von Mattsee in Richtung Chiemgau/Berchtesgadner Land Kaum zu glauben, dass hier eine Werft hochseetüchtigste Yachten fertigt

Blick von Mattsee in Richtung Chiemgau/Berchtesgadner Land
Kaum zu glauben, dass hier eine Werft hochseetüchtigste Yachten fertigt

Camping an Land

Waginger See

Waginger See


Stellplatz mit festem Boden unter den Füßen

Stellplatz mit festem Boden unter den Füßen


Waginger See

Waginger See

Nicht alles dreht sich um die Sunrise! Nur fast alles. Wir sind mit dem Bulli unterwegs nach Mattsee/Österreich zur Sunbeam-Werft. Wir wollen für unser Problem mit der Ruderlagerdichtung mit den Fachleuten von Sunbeam eine Lösung finden. Da bietet sich ein Zwischenstopp in der Urlaubsregion Chiemgau/Berchtesgadener Land an. Wir entscheiden uns für den kleinen Waginger See und landen in der tiefen bayrischen Idylle. So tief weiß-blau, das kann man gar nicht glauben. Und kochen können die. Zum Reinlegen gut. Bachsaibling mit Salatplatte und Rehmedaillons mit Semmelknödel. Was willst du mehr. Wir genießen den Tag. Probleme? Nicht heute. Dafür gibt es andere Tage.