Kopenhagen
Ich kann mich gar nicht entscheiden! Alles so interessant. An jeder Ecke Fotomotive.
Segelsommer 2025 mit der SY Pille_27
„Freistaat Christiania“ innerhalb Kopenhagen
Seit 30 Jahren hat sich nichts verändert – doch es ist, obwohl mittlerweile eine unglaubliche Touristenabzocke, noch abgewrackter. Sogar einen brandneuen Hamburger Laden hat die Kommune jetzt. Money, money, money… der Massentourismus steht halt nicht so auf Vegetarisches und schon gar nicht auf Vegan.
Marktstände mit Billigklamotten, aus denen die Produktzettelchen herausgetrennt wurden – wahrscheinlich Billigstware aus China. Secondhand in allen Ecken. Unglaublich. Wie auf dem Rummel geht es zu.
Segelsommer 2025 mit der SY Pille_26
Kopenhagen-Humlebæk mit der Bahn zum
Louisiana Museum of Modern Art
Es gibt sogar Bahntickets am Automaten – und der funktioniert. Ein Ticket aus dem Automaten war mir jetzt lieber als noch eine weitere App runter zu laden. Da blicke ich bald nimmer durch. Für jeden … eine App.
Die Eintrittskarten für das Museum habe ich schon über deren Website gebucht. Parallel zur Ausstellung sind dort aktuell Literaturtage mit vielen Lesungen und außerdem ist Samstag. Sicher ist sicher.
Menschenmassen steigen an der Bahnstation Humlebæk aus der Bahn. Wir reihen uns ein und folgen dem Menschenstrom. Wider Erwarten verteilen sich die Besucher gut auf dem Außengelände und in den einzelnen Ausstellungsräumen. Einzig für die Lichtinstallation der Japanerin Yayoi Kusama müssen wir anstehen. Es dürfen immer nur 4 Personen in den geschlossenen dunklen Raum. Eine kleine Plattform steht im Wasser, darunter Spiegel. An den Wänden und an der Decke ebenfalls Spiegel. Das Ergebnis sind vielfältige Reflexionen der bunten, die Farbe wechselnden Glühbirnen.
Lichtinstallationen von Yayoi Kusama
Auch Hans ARP ist auf dem Außengelände mir vielen Skulpturen vertreten
Segelsommer 2025 mit der SY Pille_25
Kopenhagen Stadtrundgang
18.491 Schritte
Fahrrad leihen lohnt sich nicht wirklich. Alle Sehenswürdigkeiten liegen fußläufig erreichbar (kann Mann so sehen, Frau ist nicht ganz fein damit).
Start am Freihafen. Durch den Park am Kastell. Fotostop im Quartier Nyboders Mindestuer; gelbe Häuser aus dem 16. + 17. Jahrhundert. Ursprünglich als Unterkunft für Marineangehörige gebaut.
Next stop: Design Museum Danmark. Hauptakteur heute. Wir lieben das skandinavische Design. In einem Video sitzt John F. Kennedy auf unserem Esszimmerstuhl! Hey, das hat was.
Wir sehen farbenfrohe Textilien, Stühle, Lampen u.v.m.
Weiter geht’s zum Schloss Rosenborg. Nur Fotostopp – keine Führung.
Der kleine Hunger treibt uns in die Torvehallerne, zwei Markthallen mit frischen Erzeugnissen und vor allem Smörrebröd in allen erdenklichen Varianten. 1 cm Brot und 10 cm Belag oben drauf. Verboten lecker.
Auf dem Plan steht noch ”Kopenhagen von Oben”. Da wir unser heutiges Budget schon vervespert haben (nicht wirklich) kommt der Schwabe durch. Wir verzichten auf den kostenpflichtigen Aufstieg zu Fuß auf den Runden Turm. Eigentlich auch ein must see…..wir nehmen stattdessen den kostenlosen! Aufzug im Turm des Schoss‘ Christiansborg. Die Wartezeit heute beträgt 45 Minuten. Onlinebucher haben Vorrang. Dies löst leichtes bis mittelschweres Gemurre in der Warteschlange aus.
Zum Tagesausklang, mit platt gelatschten Füßen, geben wir uns noch die einen Kilometer lange Strøget, bekannte Fußgängerzone mit Geschäften aller Nobelmarken, Cafés, Restaurants, Museen u.v.m.
Auf dem „Heimweg“ noch ein Sauerteig-Baguette und eine Flasche Weißwein mitgenommen. Vielleicht kommt ja der kleine Hunger nochmals vorbei.
Segelsommer 2025 mit der SY Pille_24
Malmö-Kopenhagen
Tag 3 in Malmö. Der Hafenmeister ist jetzt mein Freund. Er hat mir am Morgen zwei Schlüssel für die kostenlosen Leihräder gegeben. Sehr nett, erleichtert uns das Sightseeing ungemein. Wir klappern die Museen nacheinander ab. Nichts reißt uns wirklich vom Hocker. Wir haben noch nicht einmal Fotografiert. Das Highlight an diesem Tag besteht darin, einen riesengroßen Müllsack mit schwedischen Pfandflaschen und Dosen zum Supermarkt zu transportieren und das Pfand zu kassieren. Wir verlassen nämlich Schweden und segeln die 16 Meilen über den Öresund rüber nach Kopenhagen.
Eine Liegeplatzreservierung ist nicht möglich. Wir erreichen Kopenhagen gegen 12 Uhr und hängen uns an die Warteboje im Langelinie Yachthafen. Alles voll. Sieht verdammt nach Dauerlieger aus. Kaum Gastlandflaggen in der Saling. Nach einer Stunde haben wir die Nase voll und verholen uns in den Frihavn. Da gibt’s noch Platz an einem Kopfsteg – der letzte freie Platz. Außerdem ist der viel ruhiger und auch sehr zentrumsnah.
Hier die ersten Impressionen von Kopenhagen:
Segelsommer 2023 mit der SY Pille_23
Radtour durch die fahrradfreundliche Stadt Malmö
Das Wetter passt ausgezeichnet für Outdoor Aktivitäten. Wir holen uns am Vormittag die reservierten Leihräder am Hauptbahnhof. Die Marina hat zwar kostenlose Räder für Gastlieger, aber der Hafenmeister konnte uns gestern Nachmittag keine Zusage machen. Da wir heute unbedingt mit den Rädern kreuz und quer durch Malmö düsen wollten, haben wir uns Räder geliehen. Vielleicht klappt es ja morgen mit den Rädern der Marina.
Immerhin haben wir heute bereits alle 10 Top-Sehenswürdigkeiten abgehakt. West Hafen mit Turning Torso, Lilla Torg (mit FIKA), Schloss Malmöhus (von außen), Schlosspark, Kirche St. Petri, Moderna Museet (von außen), Meerwasser-Badehaus und Riberborgstrand, Möllevångstorget und Folkets Park, Margareten Pavillon und Pildammsparken, Kunst und Graffiti im öffentlichen Raum u.v.m. Morgen geht’s in die Museen.
Mir gefällt die Stadt. Richtig gut ausgeschilderte, meistens separate Fahrradwege und obwohl im Affenzahn fahrend sind die Radler und E-Rollerfahrer sehr rücksichtsvoll. Auch die Autos fahren sehr defensiv.
Segelsommer 2025 mit der SY Pille_22
Dann lauf mer halt…
Das war unser Tagesmotto heute. Aber der Reihe nach.
Wir haben Bornholm nach sehr kurzem Aufenthalt bereits wieder verlassen. Ostwindlage. Selten genug um nicht genutzt zu werden.
Nach einer Übernachtung in Gislövs Läge nahe Trelleborg sind wir nun in der Höllviken Marina am Ausgang des Falsterbokanals.
In der Hafengebühr enthalten ist die Benutzung der Waschmaschine und des Trockners, Dusche/WC, kostenlos Strom und Wasser sowie kostenlose Leihräder. Natürlich wurde am ersten Tag die Wäsche, einschließlich Bettwäsche und Inletts gewaschen und getrocknet. Wobei die Konkurrenz für Waschmaschine insbesondere für den Trockner immens groß ist. Zweimal wurde mir die nasse bzw. halb trockene Wäsche aus dem Trockner genommen. Das ist richtig fies! Ich hatte echt keine Lust 2,5 Stunden den Trockner zu bewachen! Nötig wär’s gewesen. So gelang es mir kurz vor dem Schlafengehen schlussendlich die tockenen Inletts zu überziehen. Kaum zu glauben, wenn man bedenkt, dass ich morgens vor 8 Uhr vor Duschen und Frühstück die erste Waschmaschine gestartet hatte. Nun ja, so geht der Tag auch rum… nur schade, dass es nicht geregnet hat. Es war nämlich ein traumhafter Sommertag. Zwischendurch, nicht die Wäsche und den Trockner überwachend, sind wir mit den Leihräden vom Hafenmeister zum Einkaufen gefahren.
Für den heutigen Tag, Sonntag, hatte ich beim Hafenmeister am Samstag Nachmittag die Schlüssel für zwei Leihräder geholt. Sicher ist sicher. Sonntags ist er nie da.
Schlüssel = Fahrrad. Weit gefehlt. Wir hatten Schlüssel #8 und #14. Rad #8 war da, Rad #14 unauffindbar. Walter hat mit Rad #8 den ganzen Hafen abgesucht, bei Annas Bäckerei und beim ICA Supermarkt, sogar ins Hafenbecken hat er geguckt. Kein Rad. Dann lauf mer halt.
Nach Skanör, Skanör Hafen, Skanör Strand. 26.261 Schritte.
Segelsommer 2025 mit der SY Pille_21
Bornholm Tag 2
Wir erkunden Bornholms Südost- und Südküste. Wieder mit dem Linienbus. Die Pille bleibt in Ronne. Die Busverbindung an die Ostküste und in den Süden verzahnt nicht so richtig. Bei Nexö besuchen wir eine bekannte Glasmanufaktur. Wunderschöne mundgeblasene Stücke stehen im Ausstellungsraum. Die Vase, die ich mir ausgesucht hatte kostet 3.850,00 Dänische Kronen. Sie muss leider stehen bleiben.
In Nexö warten wir ewig auf den Bus nach Dueodde.
In Dueodde kann ich Walter dazu überreden mit mir auf den ehemaligen Spionageturm, einem Relikt des Kalten Krieges zu gehen. Heute als Museum des Kalten Krieges für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Lastenaufzug bringt uns scheppernd und absolut nicht vertrauenswürdig auf die Aussichtsplattform auf 70 Meter Höhe. Die Freunde über den schönen Rundumblick wird durch die zu erwartende Runterfahrt mit dem Lastenaufzug doch sehr geschmälert.
Durch das Museum laufen wir zwar durch, aber sehen wollen wir das nicht wirklich. Die ganze Scheiße fängt ja derzeit wieder an. Stichwort: hybride Kriegsführung.
Zurück an den weitläufigen Strand von Dueodde. Allerfeinster weißer Sand. Wirklich sehr sehr schön. Strandkörbe gibt’s leider hier nicht und Campingstühle haben wir gerade nicht zur Hand, keine Badetücher und keinen Sonnenschirm. So wird das nichts mit dem Tag am Meer.
Auch mit Kaffee und Kuchen wird es nichts. Das empfohlene Café liegt 7 Km entfernt. Kein Problem für uns zu Fuß – eigentlich. Aber es geht nur noch ein Bus am Nachmittag zurück nach Ronne, wenn wir den nicht kriegen können wir erst wieder um 21:44 Uhr fahren. Das ist mal richtig doof. Ohne Fahrrad, ohne Vespa, ohne Auto sind wird nicht flexibel genug. Das geht besser. Beim nächsten Besuch.
Segelsommer 2025 mit der SY Pille_20
Hällevik – Bornholm
Die Tage in Hällevik beim Jazzfestival waren sehr abwechslungsreich und in Bezug auf die verschiedenen Musikrichtungen interessant und auch überraschend. Das Highlight war am Freitag das Adrian Cox Trio. Überraschend die „lokalen kräfter“ Mud Kings aus Sölvesborg. Die perfekt die Originaltitel, überwiegend alte amerikanische Rocktraditionals, interpretierten. Absolut verzichtbar (für uns) war der Schlussakt mit dem gealterten schwedischen Schlagerstar Tommy Nilsson und der Sängerin Nanna Grönvall. Wären wir nicht in der zweiten Reihe eingequetscht gewesen, hätten die eine Pause gemacht, hätten wir fluchtartig das Festivalzelt verlassen. Hätte, hätte, Fahrradkette.
Zwischenzeitlich liegen wir im Yachthafen von Rønne auf Bornholm. Den ersten Tagesausflug in den Norden der Insel haben wir heute mit dem Linienbus unternommen. Es hat hervorragend funktioniert. Wir sind von der Ruine Hammerhus auf dem Küstenwanderweg, in Begleitung einer friedlichen Ziegenherde, um das nördliche Ende der Insel gelaufen.
Auf dem Weg haben wir uns die Leuchtfeuer Hammerfyr und Hammerode Fyr, den winzigen Hammerhavn, die Hammerhus Ruine angeschaut und die schöne Küstenlandschaft genossen.
Auf dem Rückweg sind wir in Allinge aus dem Bus ausgestiegen und unerwartet mitten in das Radrennen rund Bornholm geraten. Rechtzeitig vor der Durchfahrt der Radrennfahrer sind überall an der Straße Stände aufgepoppt, Menschenmassen mit Dänemarkfähnchen und Campingstühlen säumten die Straßen. Wir mittendrin.
Kaffee und Kuchen gab’s dann halt nicht. Wir nahmen den ersten Bus, der wieder durchkam, zurück nach Rønne. Pünktlich um die Zieldurchfahrt auf der Hafenpromenade direkt vom Schiff aus auf der Großleinwand zu sehen.
Abendessen gab es auf dem Schiff. Walter will hier in den Abendstunden auf der Pille sein um sie gegen die Angriffe anderer Yachten zu verteidigen. Es geht hier zu wie im wilden Westen. Rücksichtslos quetschen sich manche spät ankommende Segler in die Zweierboxen zwischen die links und rechts an den Auslegern festgemachten Yachten. Presspassung! Geht gar nicht.
Segelsommer 2025 mit der SY Pille_19
Hällevik Jazzfestival 2025
Der Tip kam von Horst aus dem Schwedischkurs.
Nachdem es mit dem Aerö-Jazzfestival terminlich nicht gepasst hat, haben wir das Hällevik Festival in unseren Törnplan aufgenommen. Vier Tage Musikfest finden wir super! Die Priorität liegt hier auf traditional Jazz, New Orleans Jazz und Dixie. Im großen Zelt und auf den zwei Open Airbühnen geht’s von 13 bis 22:30 Uhr rund. Auch Rockmusik mischt sich darunter.
Der Altersdurchschnitt ist beängstigend hoch, wir senken ihn nicht wirklich. Die Stimmung ist ausgelassen, die Oldies ziehen in Karawanen (auch mit Gehwägelchen und elektrischem Rolli) von Bühne zu Bühne und blühen regelrecht auf. Das ist schön zu sehen. Life is life!