Finish

Die letzten fünf Tage im Hotel bzw. auf der Werft waren zäh. Uns hätten zwei Tage gereicht, um die Sunrise für de Einlagerung fertig zu machen. Die Reinigungsarbeiten im Schiffsinneren konnten wir im Vorfeld im Jachthafen des Club de Pesca erledigen. Auf der Werft haben wir noch die Außenhaut und den Rumpf abgewaschen und die lackierten Flächen mit AWL Wachs eingeschmiert. Das hat in Curaçao sehr gut funktioniert und wir gehen davon aus, dass wir auch in Cartagena mit dieser Methode erfolgreich sind. Vor der Abreise einwachsen, nach der Rückkehr aufpolieren. Fertig. Das Abhängen mit dicken Planen zum Schutz vor der UV-Strahlung und vor Staub haben wir uns gespart. In Curaçao hatte uns die Werft beim ersten stärkeren Windhauch die Planen weggeschnitten, sodass die Sunrise fast ein halbes Jahr ohne Schutz in der Sonne briet. Das Teak, alle Gummidichtungen, die Kabel u.v.m. haben extrem unter der Hitze gelitten. Hier hat uns die Werft die Sunrise mit einem schwarzen Schleier zum Schutz vor der Sonne verhängt. Schauen wir mal wie der Schleier in sieben Monaten aussieht.

Verschleiert

Verschleiert

Wir fliegen mit einem guten Gefühl nach Hause. Die Sicherheitskräfte der Werft Ferroalquimar sind sehr wachsam, sogar bewaffnet. Sie haben selbst unser Reisegepäck für die Heimreise durchsucht. Wir könnten ja einen Duschkopf oder ähnliches abgeschraubt haben….
Die Heimreise von Cartagena nach Frankfurt ging völlig entspannt los. Das bestellte Taxi* kam pünktlich, der Flieger von Cartagena nach Panama City ebenfalls. Das Boarding für den Weiterflug nach Cancun/Mexiko verlief ebenfalls planmäßig. Als wir dann im Flieger saßen stieg der Blutdruck langsam an. Vor unserem Flieger mussten noch drei andere Flieger raus und wir hatten bereits 15 wertvolle Minuten Verspätung. Nach der Landung in Cancun wurde uns vom Flugbegleiter gesagt, dass wir unser Gepäck abholen müssen und die komplette Prozedur mit Immigration, Zoll, neu Einchecken, Gepäck aufgeben, Boardingpass, Sicherheitskontrolle etc. erneut durchlaufen müssen. Wir kamen 15:15 Uhr an, Condor schließt den Schalter für den CheckIn eine Stunde vor Abflug, also 15:45. Von diesem Zeitpunkt an hatten wir vollen Blutdruck. Raus aus dem Flieger und eine abartige Schlange stand vor der Immigration. Nie, niemals in hundert kalten Wintern wäre das zu schaffen. Wie gut, dass die Mexikaner äußerst hilfsbereit sind. Wir haben uns an die erstbeste offiziell aussehende Dame gewandt und haben unser Problem geschildert. Nach Rücksprache mit dem Officer der Immigration führte sie uns an der kompletten Warteschlage vorbei (gefühlte 1000 tötende Blicke im Nacken) und lotste uns zügig durch die Immigration. Dann standen wir verloren vor dem ruhenden Gepäckband. Und wieder hatten zwei Flughafenbedienstete ein Erbarmen und intervenierten. Der Erste managte doch tatsächlich dass unsere beiden Koffer als erste auf dem Gepäckband erschienen. Der zweite hatte uns zwischenzeitlich aufgeklärt, dass wir vom Terminal 1 noch mit dem Busshuttle zum Terminal 4 zu fahren hätten. Auch das noch! Terminal-Wechsel. Mittlerweile zeigte die Uhr, trotz Turboabfertigung, 15:40. Wir mussten noch mit Sack und Pack durch den Zoll. Auch diese Hürde wurde flott überwunden und der hilfsbereite Speedy Gonzales nahm uns an der Hand und sprintete mit uns durch das komplette Terminal zum Ausgang 8, wo der Shuttlebus um 16 Uhr abfahren sollte. Auf den Bus konnten wir nicht warten, er organisierte uns ein Taxi zum Terminal und der Fahrer wurde über die Dinglichkeit informiert. Kurz vor 16 Uhr und 12 Minuten nach dem der Condorschalter eigentlich hätte schließen sollen standen wir am Counter 41. Noch zwei Personen vor uns! Uff, das war eine enge Kiste und ohne dreifacher Hilfe nie und nimmer zu schaffen gewesen. Vielen Dank an die hilfsbereiten Mexikaner! Jetzt nur nochmals durch die Sicherheitskontrolle gejagt. Hoch interessant für die Sicherheitsleute, weil kein normaler Mensch reist mit 2 Tablets, 3 Mobiltelefonen, einem alten Notebook, einem Reisedrucker und drei Fotoapparaten im Handgepäck. Bereits in Cartagena war es uns zu blöd 10 Wannen mit den elektronischen Geräten zu füllen. Wir nahmen einfach die kompletten Handgepäcktaschen mit den Geräten drin, sowie die Notebooktasche und stellten diese in 3 Wannen. Hat in Cartagena super funktioniert. Kein Auspacken, keine Nachfrage – nichts. Gleicher Versuch in Cancun. Wir sind bereits durch den Personenscanner und wollen unser Handgepäck in Empfang nehmen. Als erstes fährt die Notebooktasche durch den Scanner, vor und zurück, vor und zurück. Der Besitzer der Notebooktasche hat anzutanzen. Walter geht. Die Schlage hinter ihm schüttelt schon den Kopf. Notebook, Litium-Batterie und zwei Mobilphones wandern in zwei Kisten und rollen durch den Scanner. Alles in Ordnung. Nun kommt die Tasche mit dem Reisedrucker, der Litium-Batterie und dem kompletten Ladekabelsalat. Durch den Scanner, vor und zurück, vor und zurück. Der Besitzer der Reisetasche hat anzutanzen. Walter geht. Die Warteschlage fängt an zu murren. Walter packt erneut separate Kisten die unbeanstandet durch den Scanner rollen. Es fehlen noch die Kisten mit den Tablets und die drei Kameras. Wir lassen nichts aus! Die Wartenden wechseln bereits die Spur. Wenn Blicke töten könnten….
Nun zum Gate 64, wo die Schlange von 280 Menschen zum Boarding bereit stand. Wir waren dabei. Uff. Jetzt ganz laaangsam runterfahren! Und ab nach Frankfurt.

*Die Taxifahrer in Cartagena sind echte Schlitzohren. Taxameter gibt es nicht. Wenn die Hotelrezeption das Taxi bestellt wird’s ganz teuer. Jedes Mal, ausnahmslos, mussten wir vor dem Einsteigen das Diskutieren anfangen. Mein Argument: Gestern, am Freitag, am Samstag, am Sonntag, am …. hat es aber 18.000 Cup gekostet und das bezahle ich jetzt auch. Mehr nicht. Palaver, Palaver, Palaver. Dann der Satz von mir: Lo siento, no hablo espanol. Kein einziges Taxi ist ohne uns wieder weg gefahren. Von der Werft zurück zum Hotel, in die Diaspora, war es noch blöder. Wir mussten auf der zweispurigen Straße ein Taxi herbeiwinken. Die Auswahl der Taxis war echt begrenzt. Auch hier das gleiche Palaver. Einen mussten wir um 12.000 Cup (für 3 poblige Kilometer) runterhandeln. Je länger wir in Cartagena waren, desto frecher wurden wir. Touristen abzocken. Nicht mit uns.

Cartagena Endspurt für 2018

Die Sunrise wurde gestern pünktlich um 8 Uhr morgens aus dem Wasser gehoben. Die Mitarbeiter von Ferroalquimar wissen was sie zu tun haben. Ein Lotse holte uns an der Tonne #28 ab und geleitete uns durch die Mangroveninseln und die Flachstellen zur Kranbox. Hier standen bereits vier Mitarbeiter parat und stellten sich persönlich vor: Vladimir, unser Lotse, Luis, Jorge und NN. Ich kann mir leider nur drei Namen merken. Alois A. lässt grüßen. Die Sunrise wurde ausgekrant und provisorisch irgendwo eingeparkt. Die Geschäftsführung von Ferroalquimar fühlte sich in der Pflicht, da wir bereits Anfang April wegen der Einlagerungen vorstellig wurden. Aktuell sind jedoch alle Plätze belegt, sodass wir voll blöd mitten im Hof/Weg stehen. Egal. Noch nicht unser Problem. Wir kommen gut mit unseren To-Do-Listen voran. Wohnen tun wir nicht auf dem Schiff, wir haben uns in ein Hotel 3 km entfernt eingebucht. Die hygienischen Bedingungen auf der Werft sind mir doch zu krass – wussten wir aber vorher. Die Gästetoilette und -Dusche, unisex, befindet sich im Aufenthaltsraum hinter einer Textiltrennwand, die halb ausgerissen ist. Abschließen – Fehlanzeige. Schalldämpfung – Fehlanzeige. Jeder, der im klimatisierten Aufenthaltsraum im Internet unterwegs ist oder Fernsehen schaut, weiß genau was hinter der Trennwand gerade abgeht. Absolut nicht mein Ding. Dankeschön!

Zugang zur unisex Toilette und Dusche

Zugang zur unisex Toilette und Dusche

Gästetoilette und Dusche bei Ferroalquimar

Gästetoilette und Dusche bei Ferroalquimar

Unser Hotel ist in Ordnung. Die Nasszelle hat Internationalen Standard. Ein echtes Problem ist die Verpflegung. Im Zimmerpreis ist kein Frühstück, kein Mittagessen und natürlich auch kein Abendessen enthalten. Soweit kein Problem – wären wir nicht am A… der Welt. Zum Hotel gehört eine Art Autobahnraststätte, wo wir frühstücken und Abendessen könnten. Ja könnten! Wenn nicht alles so furchtbar unappetitlich aussehen würde. Am ersten Abend haben wir einen Hamburger, zum Teil, gegessen. Am zweiten Abend Kekse und Bier. Frühstück gibt es auf dem Schiff – nur habe ich eben alle Vorräte ausgehen lassen. Wir haben noch etwas H-Milch, Müsli, Kaffeepulver, Kekse, Wasser und Bier. Das muss jetzt für die nächsten 3 Tage vollends reichen. Wir könnten uns ja auch ein Taxi nach Cartagena in die City nehmen und dort lecker zu Abend essen. Ja, aber wir sind abends so platt, dass wir keinen Drive mehr haben uns chic zu machen und in die City zu fahren. Zumal die Taxifahrer hier den Schuss echt nicht gehört haben. Für die 3 km von der Werft zum Hotel/Autobahnraststätte zahlen wir einfach 18.000 CUP. Ist jetzt für deutsche Verhältnisse echt nicht die Welt, wohl aber für hiesige Verhältnisse. In Santa Marta kommst du für 18.000 CUP locker mal 30 Km weit.

Cartagena II

Wir hatten eine ruhige Fahrt von Puerto Lindo/Panama nach Cartagena/Kolumbien. Nur in der ersten Nacht hingen noch bedrohliche Gewitter über den San Blas Inseln und dem Darien-Regenwald. Je weiter wir nach Osten kamen, je weniger Blitze und Wetterleuchten sahen wir. Nun sind wir zurück im Feinstaub und Großstadtmief! Wir haben zum Glück wieder einen Liegeplatz im Club de Pesca bekommen und müssen nicht Ankern oder in die halbrenovierte Marina Club Nautico. Es ist saumäßig heiß, noch heißer als in Panama. Da müssen wir jetzt in den nächsten Tagen durch.

Den ersten Aufreger hatten wir auch schon: Gemäß den Behörden in Cartagena, darf die Sunrise nur 6 Monate bleiben. In Santa Marta/Kolumbien hatten wir eine temporäre Import-Lizenz von 12 Monaten, gültig bis 28.02.2019 erhalten. Das Dokument haben wir im Original noch vorliegen. Aber Cartagena will sein eigenes Süppchen kochen. Nichts ist verlässlich hier, das ist schwer zu verdauen.
Wir haben zwar einen Pflicht-Agenten, ohne den hier gar nichts geht, aber wie motiviert der ist, wissen wir nicht. Schauen wir mal, ob wir bzw. er eine Ausnahmeregelung für die Sunrise hinbekommt. Weshalb gehen wir dann nicht nach Santa Marta zurück zum Einlagern? Berechtigte Frage. Aber das ist aus zwei Gründen nicht möglich. Zum Einen bläst der Passatwind dermaßen stark um die Kaps bei Santa Marta, es gibt oft haushohe Wellen im Bereich zwischen Capo Vela und Baranquilla, beides, Wind und Welle genau auf die Nase, sodass es unmöglich ist, nach Santa Marta zurück zu segeln. Zum Anderen bläst es im Hafen von Santa Marta bisweilen mit Sturmstärke aus der Sierra Nevada raus, dass sich schon Stege, mit den Schiffen dran, losgerissen haben. Ein Einlagen an Land ist dort nicht möglich.

Immerhin haben wir unsere Reisepässe mit dem Einreisestempel von heute bereits nach vier Stunden zurück bekommen. Absolut Formel-1 verdächiger Geschwindigkeitsrekord! Das heißt, Walter und ich dürfen auch wieder ausreisen. Immerhin.

P.S. Fleur und Dirk hatten nicht so eine unproblematische Heimreise. Sie sind mit einem Tag Verspätung zu Hause angekommen. Die Koffer sind noch in Havanna/Kuba und Air France hat in Paris den Anschlussflug nach Stuttgart verbockt. Hartnäckig haben sie auch ein Hotel für die fällige Übernachtung verweigert, sodass mal wieder ein Rechtsstreit ins Haus steht. Vollpfosten-Award an Air France!!!

Gastbeitrag Fleur

Panama und San Blas in 18 Tagen

„Oh wie schön ist Panama“
Ein kleines Paradies mit Macken. Es sieht wohl so aus, als würden Dirk und ich vom Jamaika-Phänomen, wie ich es nenne, verfolgt werden. Wir sind meist zu Gast auf der Sunrise in Ländern, die viel Potential haben, es aber leider kaum nutzen. Panama hat eine wunderschöne Natur, eine Artenvielfalt die man sonst kaum irgendwo findet, fruchtbaren Boden und kein Wasserproblem. Leider funktioniert auf dem Festland weder der Tourismus richtig, noch wird das Potential des Bodens genutzt. Einzig der Straßenbau scheint zu florieren. Panama City hat ein wunderbar planloses, jedoch perfekt funktionierendes Busnetz. Für Fremde kaum durchschaubar. Es gibt eine App mit Routen, die ist aber leider zu nichts zu gebrauchen. Es bewährt sich, sich halbwegs durch zu fragen und mit Google Offline Maps die Strecke zu verfolgen um heraus zu bekommen, ob man richtig ist und wo man aussteigen muss. Klappt ganz gut. Es fahren Busse immer und überall hin, in alle Richtungen zu allen möglichen Uhrzeiten. Einen Fahrplan gibt es nicht. Sobald man mal kapiert hat, dass quasi alles über den Busbahnhof Albrook geht kommt man irgendwie durch. Wahrscheinlich deutlich langsamer als die Insider aber immerhin. Dirk und ich haben an unserem Letzten Tag in Panama City die Metro für uns entdeckt. Neu gebaut, modern, Klimaanlage. Eine einzige Linie und mit Fahrplan und Routenkarte. Geht doch! Es besteht Hoffnung. Linie 2 ist im Bau.
Mit Panama City selbst ist man schnell durch. Eine Großstadt mit vielen Hochhäusern und Hotels mit Slum-Vierteln gleich um die Ecke. Man hat eher den Eindruck, dass die Hälfte der Gebäude nicht bewohnt wird, oder (noch) nicht fertig gebaut wurde. Eine Skyline wie mach eine Großstadt in Amerika. Hin und wieder gibt es kleine Highlights, wo jemand mal wirklich etwas durchgezogen und schön aufgebaut und restauriert hat. Die Altstadt wird Stück für Stück renoviert. Es gibt und es entstehen neue Restaurants, Live-Musik, Kunst und schöne Läden. Hoffentlich geht das so weiter. Etwas außerhalb der Stadt findet man das Bio Museum. Ein wirklich sehr gut gemachtes Museum über Vegetation und Artenvielfalt. Es ist sehr modern aufgebaut und man merkt deutlich, dass die Mitarbeiter dort gut ausgebildet sind und über ihr Themengebiet sehrgut Bescheid wissen. Am Ende des Museums wird in einem Raum mit Kurzfilmen auf Panamas wirklich großes Müllproblem aufmerksam gemacht. Wäre vielleicht ein Ansatz alle Schulkassen hier einmal durch zu schicken. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Der Panamakanal funktioniert wie ein Uhrwerk. Schiff nach Schiff geht durch die Schleusen. Es ist beeindruckend, naja weil es eben der Panamakanal ist. Allerdings ist es auch nichts anderes als die Schleusen auf dem Neckar, nur in viel größer. Der Unterschied ist, auf dem Neckar braucht man keine extra Schleusencrew an Bord. Naja, scheint neben den Taxiunternehmen, Busunternehmen und Polizeibehörde(n) in Panama der Top Arbeitgeber zu sein.

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Altstadt von Panama City

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Altstadt von Panama City

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Linienbus

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Linienbus

Von Panama City mit der Panama Railway ging es nach Colon. Die Strecke ist wirklich sehr schön, man sieht einiges von der Natur um den Panamakanal herum. Von Colon aus ging es auf schnellstem Weg nach Puerto Lindo. Zu meiner Freude sind die Duschen in der Marina besser als angekündigt. Ich hatte mich auf das Schlimmste eingestellt. Es geht, man muss zwar schnell Duschen um nicht die ganze Kabine zu überfluten, der Abfluss ist nicht der beste, aber wir hatten schon schlimmeres.

Von Puerto Lindo aus ging es für uns endgültig in die WiFi-freie Zone, ins little Paradise den San Blas Inseln. Von den Kuna Indianern bewohnt und „bewirtschaftet“. Kleine Palmeninseln wohin man schaut, Idylle!

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Man vertreibt sich die Zeit mit Schnorcheln ums Boot rum, Barnickels vom Boot schrubben, schnorcheln, Inselchen gucken, schnorcheln, auf die Insel fahren, schnorcheln, PET Flaschen und Flip-Flops aus dem Weg schwimmen, schnorcheln, auf die andere Insel gehen, schnorcheln, Gemüse beim Vegi-Kuna kaufen, schnorcheln, andere Kuna Verkaufsboote abwimmeln (die mit den armen Lobster), schnorcheln, Molas kaufen bei Venancio, schnorcheln, Ankermanöver Kino, schnorcheln usw. Schwimmhäute und Sonnenbrand sind vorprogrammiert. Das Wasser ist aber der schönste Ort um den Tag zu verbringen, da an Deck die Temperatur gefühlt 10 Grad wärmer ist. Viele Inseln werden von Familien bewohnt, die dort für Touristen Getränke, Ketten, Armbänder oder Molas verkaufen. Bei einigen Inseln muss man eine kleine Gebühr bezahlen, um den Strand zu nutzen. Kauft man allerdings ein Getränk entfällt die Gebühr, wenn man Glück hat (auf der coolen Kuna Insel).

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Kuna Restaurant

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Kuna Fischer

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Kuna Mola Verkäufer

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Meinen Geburtstag verbrachten wir am Strand von Nuinudup „der coolen Kuna Insel“. Hier sind wir direkt mitten in den Sonntagsausflug der Kuna Familie gekommen. Nett wurden wir mit Handschlag begrüßt. Als wir die Schnorchel Maske ausgepackt haben gab es für die Kids kein Halten mehr. Die Maske wurde eingenommen. Obwohl mein Spanisch Vokabular nicht wirklich über eine Unterhaltung wie „Ich heiße…“, „ich komme aus Deutschland“ und ich spreche wenig, wenig Spanisch“ hinaus reicht, buken wir mit den Kindern den Nachmittag lang Sandkuchen, schauten nach den Fischen und Seesternen und bevor wir uns versehen sind wir mitten im Clan Ausflug integriert. Jeder hatte mal den Schnorchel auf (auch die Hälfte der Erwachsenen). Für die Kinderbetreuung, fürs Festhalten der Kinder im tieferen Wasser, gab es Bier vom Kuna Papa. Paddeln können sie irgendwie alle, richtig Schwimmen aber überraschenderweise nicht. Es war ein lustiger Nachmittag mit den netten Kunas.

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Einen Tag später waren wir auf der Insel gegenüber und die Bewohner dort sind geschäftstüchtig und unfreundlich. Dafür gibt es hier ein kleines Riff mit ein paar bunten Fischen zum Schnorcheln. Es ist hier nicht klar ersichtlich, ob das Korallenriff sich erholt (wie der Hamburger Segler behauptet, der seit 10 Jahren in San Blas dümpelt) oder ob es am Absterben ist. Es ist jedenfalls kein sehr großes Riff und die Fische rotten sich zusammen um ein paar Korallen.

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Riff

Einen Abstecher zu einem anderen Ankerplatz haben wir gemacht, konnten aber wegen dem „Hai-Moment“ und dem „Müllproblem“ nicht dort zum Schnorcheln bleiben. So ging’s wieder zur altbewährten Stelle zurück. Man kann hier beim Schnorcheln einiges entdecken. Ab und zu schwimmt ein Rochen vorbei oder ein Schwarm bunter Fische. Babysepia mit den coolen gelben Augen kann man sehen, aber seltener und eher von Deck aus, da sie sehr scheu sind. Leider hält sich die eine Schildkröte, die ab und zu an der Wasseroberfläche zu sehen ist gut versteckt. Besser ist das, denn die Kunas essen und jagen Schildkröten. Am Rumpf der Sunrise sind freundliche kleine Fische die sofort da sind, sobald der Anker gefallen ist. Am Strand findet man jede Menge Seesterne, diese sind völlig harmlos. Man soll sie nicht aus dem Wasser nehmen und nicht umdrehen. Wir lassen sie einfach in Ruhe. Die Kuna Kinder allerdings hatten Spaß daran, die Seesterne alle auf einem Haufen zu sammeln und dann zu schauen, welcher der schnellste ist, der davonkriecht. Seesterne sind zwar tiefenentspannt, mögen es aber verständlicherweise überhaupt nicht auf einem Haufen gestapelt zu werden.

Die Abende verbringen wir mittlerweile weniger mit Mexican-Train spielen, seit diesem Jahr wird mit Mama SkipBo und Uno gespielt.

Schneller als man glaubt vergehen die Tage zwischen den Inseln. Viel zu schnell ging es aus dem Palmenparadies zurück nach Puerto Lindo. Der Countdown läuft. Viel zu tun steht nicht mehr auf der Liste. Noch einen wirklich guten Abstecher zu Sandra ins Bamboo Guesthouse zum Fisch essen, Gin Tonic trinken und schlafende Kolibris gucken.
Papa muss überredet werden um mit dem Dinghy durch die Mangroven zu fahren um „mal zu gucken“ bei der Panamarina nebenan. Das entpuppte sich als kleiner Chaos-Trip, der Motor wollte nicht mehr wie wir wollten und wir paddelten durch die Mangroven. Der Vorteil: Die bunten Krebse sind etwas langsamer verschwunden als auf dem Rückweg wo der Motor wieder lief. Die Stimmung war trotzdem im Keller. Was willst machen, das Ding ist eben zickig. Echt mieses Dinghy und Motor Karma auf der Sunrise?!? Zur Strafe wird das Dinghy geputzt, weggeräumt und der Motor darf weiter zickig am Heck hängen.

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Mangroven Tunnel

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Mangroven Tunnel

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Mangroven Tunnel

Für uns heißt es jetzt leider langsam Koffer packen. Wir bleiben noch eine Nacht in Panama City im Hotel, um nicht das abenteuerliche Bus System und das Flughafen Gedöns an einem Tag zu haben. Eine gute Entscheidung wie sich herausstellt….

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Panama City

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Panama City bei Nacht

The way home. Fortsetzung folgt.

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Panama, das Ende der Fahrtenseglerwelt in der Karibik. Wer hier herkommt bzw. hängen bleibt hat entweder den Zeitpunkt verpasst an dem er nach Norden abbiegen hätte sollen, oder ist sich noch immer nicht im Klaren ob er nun durch den Panamakanal in den Pazifik will oder nicht.
Die Linton Bay Marina ist, das darf man sagen, keine Sternemarina. Besten Falls eine funktionierende Steganlage mit angeschlossenem Werftbetrieb. Es gibt ein Büro- und einen WC/Duschcontainer. Der WC/Duschcontainer ist ordentlich aufgeteilt in Mujeres und Hombres.

Sanitäre Anlagen der Linton Bay Marina

Sanitäre Anlagen der Linton Bay Marina

Mit einer Toilette und einer Dusche jeweils in einem Raum! Das heißt, wenn einer duscht geht für die anderen nichts mehr. Alles sehr gewöhnungsbedürftig. Die Dusche ein wahres Erlebnis. Den Brauseduschkopf hat es wohl weggesprengt, so hart ist der Wasserstrahl. Er drückt einen derartig gegen den Boden, dass man sich kaum auf den Füßen halten kann. Der Wasserstrahl zerschellt auf der Schädeldecke, spritzt zur Seite auf Wand, den Duschvorhang und Decke und wird von dieser reflektiert um erneut den Körper zu bespritzen. Ich dachte immer Kärcher hätte den Hochdruckreiniger erfunden, was hier aus der Wand spritzt ist mindestens genau so gut, nur leider kalt.

Wirklich schön an diesem Hafen ist der Spirit den die verschiedenen Nationen mitbringen. Es wird viel miteinander gesprochen man tauscht sich aus, der Hafen lebt bis tief in die Nacht, von wegen 22:00 Uhr ist Seglers Mitternacht, da werden die Italiener erst wach. Egal ob die oder der knarzende Fender des Nachbar, irgendetwas will einem immer am Schlafen hindern. Man fällt dann halt irgendwann ins Koma.

Fleur und Dirk fuhren heute mit dem Bus nach Panama City um morgen in den Flieger nach Deutschland zu steigen. Walter und ich verlassen spontan am Dienstag ebenfalls Panama um zurück ins verrußte Cartagena zu segeln. Wir wollen dort das Schiff einlagern und ebenfalls schnellstmöglich nach Hause zurück fliegen. Die Wetterlage hier in Panama wird uns mit den vielen Gewittern zu bedrohlich. Deshalb auch die Einlagerung in Cartagena/Kolumbien. Alles andere, hier in der Linton Bay Marina im Wasser zu bleiben, in der Panamerina auf dem Hard ohne Stromanschluss für den Luftentfeuchter/Klimaanlage, Shelter Bay Marina in Colon oder Rio Dulce in Guatemala ist für uns keine Alternative.

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Guna Yala

San Blas

San Blas

Nach 10 Tagen im San Blas Archipel sind wir zurück in Puerto Lindo, Linton Bay Marina.
Wir besuchten die Hollandes Cays, die Lemon Cays und Chichime. Aufgrund der Wetterlage mit permanenten gewaltigen Gewittern über dem Festland blieben wir ausschließlich auf den äußeren Inseln des Archipels. Das Paradies hat ohne die rosarote Brille doch einige Macken. In Chichime war es uns zu voll und der Ankerplatz außerhalb des Chichime-Flaschenhalses aufgrund der beständigen Südwindlage zu unsicher. In den Hollandes-Cays, im sogenannten Swimmingpool, schnorchelte Fleur gerade die Lage des Ankers ab, als ein ca. 2,5 Meter langer Hai genau nachschauen kam, was da jetzt neu in seinem Revier ist. Da wir nicht wussten, ob es ein harmloser Ammenhai oder ein nicht so harmloses Exemplar war, beorderten wir Fleur schleunigst aus dem Wasser. Danach hatte niemand mehr Lust auf Swimmingpool. Am nächsten Tag brachte uns der Südwind jede Menge Müll (Plastikflaschen – und tüten, verfaulte Früchte, gammeliges Stinkzeugs mit Seegras, Badelatschen, u.v.m.) sodass wir den Swimmingpool verlassen mussten. Auf Banedup, einer der Inseln die den Swimmingpool umschließen, sollen Krokodile leben. Wir haben jedoch keines gesehen, was wir aber hatten waren tausende Stechmücken. Natur pur eben.
Wir zogen uns zu den Lemon Cays zurück und ankerten weiter draußen, wo die Strömung für Wasseraustausch sorgt.

San Blas

San Blas

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San Blas

San Blas

San Blas

Hier hatten wir glasklares Wasser in Badewassertemperatur. Laut unseren Instrumenten 36,5 Grad. Kaum zu glauben. Wir sahen viele Seesterne, Rochen, eine einsame Wasserschildkröte und im Flachwasser vor den Inseln bunte kleine Fische und schwarze stachelige Seeigel. Beim Schnorcheln mussten wir feststellen, dass die Riffe bzw. die Korallen tot sind. Vereinzelt bilden sich neue Flecken mit 50 – 70 cm Durchmesser, die bereits von bunten Nemos bewohnt werden. Ein Tropfen auf den heißen Stein.

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Korallen

Korallen

gepunkteter Adlerrochen

gepunkteter Adlerrochen

Die Kunas, Bewohner der Inseln, sind ausgesprochen freundlich aber auch geschäftstüchtig. Teilweise sprechen sie einige Wörter Englisch, sodass mit spanisch-englischem Kauderwelsch eine leichte Unterhaltung möglich ist. Wir haben einen neuen Freund, Venacio, Molamaster. Fleur hat ihm noch zwei Molas abgekauft. An unserem letzten Abend kam er mit seinem Kanu extra nochmals vorbei, um small Talk zu halten und Fleur und Dirk eine gute Heimreise zu wünschen.

Die Palmeninselchen werden von Kuna-Familien gepflegt und wechselweise bewohnt. Beim Anlanden mit dem Beiboot findet man ein Schild, dass Besucher gegen die Gebühr von 2 US $ willkommen sind. Kauft man jedoch ein Kaltgetränk oder eine Mola, bezahlt man nichts. Eine unfreundliche Ausnahme, mit 3 US $ pro Person und übel gelaunter Kunafrau hatten wir auch. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Kuna Haus mit Mola-Verkauf

Kuna Haus mit Mola-Verkauf

Die Versorgung mit Fisch, Pulpo, Lobster und Krabben klappte im Überfluss. Ständig kamen Jungs im Kanu vorbei und präsentierten ihren Fang. Mangels großem Topf durften die Lobster überleben, kurzfristig. Die Pulpos mangels Kenntnis der Zubereitung ebenso. Zwei bis drei Mal in der Woche kommt der Vegi-Kuna mit einer Lancha voll mit frischem Gemüse, Getränken und Eiern. Die Preise sind zwar gesalzen, Service kostet eben. Hungern braucht niemand. Einzig die Versorgung mit Brauchwasser wurde kritisch, nach 10 Tagen spülen und duschen zu viert war der Frischwassertank leer.

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Panama City – Colon
Panama Railway Company.

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Dieser Zug mit Panoramawagen für die Touristen ist vermutlich das einzige Transportmittel mit Plan. Mit Fahrplan. Pünktlich um 7:15 Uhr fährt der Zug ab.
Aber um zur Corozal Passenger Station, gleich hinter dem Flughafen Albrook an der Straße zur Miraflores Schleuse zu gelangen müssen die Zugfahrwilligen gute Nerven zeigen. Morgens, vor dem Aufwachen, eine Herausforderung. Die Vermieterin des Appartements winkte gleich ab, als wir sie baten, für uns ein Taxi für 5:30 Uhr morgens zu bestellen. Taxi, das klappt nicht. Nehmen Sie Uber. Dank blitzschnellem Internet (ja, in Panama City flutscht das nur so, da müssen ja auch die diversen „Papers“ mit Hochgeschwindigkeit durchs www gejagt werden) wird die Uber App auf Mobil geladen und das Fahrzeug bestellt. Die Bestätigung kommt, mit dem Hinweis, dass bis zu einer halben Stunde vor Fahrtantritt die Bestätigung widerrufen werden kann. Und es kam, wie es kommen musste. Um 5 Uhr war eine Nachricht eingegangen, wir sollen die Zahlungsdaten nochmals vervollständigen. Auswahlmöglichkeiten: Barzahlung, Kreditkarte etc. Wir wollten Barzahlung. Kosten um die 7 US $. Die wollten ihre Auswahl Barzahlung nicht durchbestätigen, wir wollten keine Kreditkartendaten rausrücken. Also nix mit Uber. Mit viel Gepäck ziehen wir los und bollern über die Pflastersteine der Altstadt. Das erste Taxi fährt vorbei, uns ignorierend. Das zweite hält, will uns aber nicht nach Corozal fahren. Wir ziehen weiter. Die Ave. Central entlang. Walter sieht vor dem Hotel Central ein Fahrzeug mit lässig angelehntem Fahrer. Den spricht er an, und siehe da, er wird uns fahren. Er hat zwar keinen Plan wo die Corozal Passenger Station der Panama Railway Company ist, aber als wir ihm klarmachen, dass wir nach Albrook müssen, ruft er einen Preis von US $ 20 aus. Fleur ruft von hinten: Gestern war es aber noch 10 US $. Wir einigen uns auf 15 US $. Der Fahrer schickt noch eine Nachricht an seinen Chef, dass er kurz weg ist und Fleur navigiert den Fahrer mittels Mobilphone App zur Stadion. Nun kennt er das auch.
An der Panama Railway Station angekommen ist noch alles dunkel. Aber der Zug ist da. Gutes Zeichen. Nach und nach trudeln die Mitarbeiter ein und die Station erwacht. Der Zugführer kommt mit dem dicksten Auto, er ist ja auch die wichtigste Person. Anders als bei Uber funktioniert hier die Bezahlung der Tickets (4 x 25 US $) nicht mit der Kreditkarte sondern heute nur mit Barzahlung. Insgesamt wollen 15 Passagiere mit nach Colon fahren, das rechnet sich wirklich nicht. Entsprechend demotiviert ist das Begleitpersonal. Licht wird nur in einem Panoramawagen gemacht, dafür die Klimaanlage auf Tiefkühlung gestellt. Der Kaffee wird im Pappbecher lieblos serviert und die Snackbox dazu gelegt. Das Frühstück kommt völlig überraschend für uns, ist aber wohl Fahrpreis inkludiert. Frühstück um Viertel nach Sieben: 1 kleines Päckchen Rosinen, ein Minipäckchen Kartoffelchips, ein Minipäckchen geröstete Erdnüsse, ein Minipäckchen Kekse und ein Honigbonbon. Danach haben die Zugbegleiterinnen, die eigentlich die Bar bedienen Feierabend. Man findet sie im abgedunkelten Wagon weiter hinten am Handy wieder. Sie grüßen freundlich, wenn man an ihnen vorbei geht um auf der Plattform draußen Fotos zu machen.

Panama Railway

Panama Railway

Die Fahrt dauert eine Stunde und geht immer am Panama Kanal entlang. Miraflores Schleusen, Pedro Miguel Schleusen, durch den Summit Naturpark und Gamboa Rainforest, über den Rio Chagres, auf einem Damm durch den Gatunsee, zur Gatun Schleuse und endet in Colon. Beindruckend ist die Fahrt über den Damm. Links und rechts vom Damm ist Wasser bzw. Sumpfgelände. Viele Wasservögel zeigen sich, leider kein einziges Krokodil. Der Zug ist einfach zu laut und zu schnell. Von den Schleusen ist wenig zu sehen, dafür ist die Zugfahrt nicht geeignet.

Blick Richtung Gatunsee

Blick Richtung Gatunsee

In der Gatun Schleuse liegt ein Norwegisches Kreuzfahrtschiff – das war es.

Alte Gatunschleuse

Alte Gatunschleuse

Vor Colon fährt der Zug entlang einer riesigen Müllhalde mit tausenden von schwarzen Vögeln. Ein Anblick der gut auf die Stadt Colon vorbereitet, zumindest auf den Stadtteil in dem die Bahn hält.

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Den Hinweisen entsprechend laufen wir auch nicht mit unserem Gepäck zur Busstation. Der Reiseführer schreibt “versuchen sie nicht wie ein Tourist auszusehen”. Leichter gesagt als getan mit drei Reisetaschen und einem Rucksack pro Mann. Wir nehmen ein Taxi. US $ 8,00 für eine kurze Fahrt durch das Bahnhofsgelände und zwei Mal rechts abbiegen zum Busterminal. Der Taxifahrer warnt uns eindrücklich vor der Kriminalität und betet windmühlenartig seinen Text von der Sicherheit im Taxi. Wir fahren trotzdem mit dem Bus! Und zwar mit dem ersten der nach Portobelo fährt. Die Musikdröhnung hält sich in Grenzen und wir kommen ohne Pfeifen in den Ohren in Portobelo an. Schnell noch bei Rico + Rico Zimtschnecken geholt und dann zur Bushaltestelle um auf den Bus nach Puerto Lindo zu warten. In der Marina Puerto Lindo angekommen ist alles in bester Ordnung. Die Sunrise liegt seegrasumspült am Steg und wartet.

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Was ist ein Buslinien Verzeichnis? Gibt’s nicht, nie gehört, kriegen wir auch nicht hin. Zumindest wissen wir, dass alle Buslinien über Albrook fahren und unsere nächste Busstation vom Casco Veijo aus, die Stadion 5 Mayo ist. Unser heutiger Plan, mit dem Bus zum Biomuseum zu fahren hat funktioniert.

Biomuseum

Biomuseum

Wir sind angetan von der Architektur. Kein Wunder, wurde das Museum doch von Frank Gehry, dem Architekten des futuristischen Guggenheim-Museums in Bilbao/Spanien, geplant. Das Thema des Museums ist die Biodiversität von Panama mit beiden Ozeanen und seinen Regenwäldern. Es gibt verschiedene Säle mit modernen Multimedia-Installationen und, oh Wunder, einen Audioguide in Englisch. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Im Ankerfeld, gleich um die Ecke, nahe der Isla Flamenco sehen wir zwei deutsche Yachten, die Atanga, deren Blog ich seit langem verfolge und eine Yacht aus Hooksiel, unserem Heimathafen.

Auf dem Heimweg geraten wir in eine Parade mit vielen schönen Tänzerinnen, Bläsern und Trommlern. Den Grund für die Parade durch die Fußgängerzone der Ave. Central konnten wir nicht herausfinden. Laut und lustig war es.

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Panama City

Panama City

Panama City

Pamana City

Pamana City

Puente de las Americas

Puente de las Americas

Mittlerweile finden wir uns in Panama über Land und um Panama City herum gut zu recht. Walter steuerte den Mietwagen souverän durchs Verkehrschaos. Die Straßen-Navigation läuft mittlerweile über unser ältestes Tablet, das wir als 3. Back Up dabei haben. Es hat eine prepaid Karte von einem deutschen Billigdiscounter drin und bringt zuverlässige GPS Positionen. Das Problem wäre also gelöst und gegen das chaotische Rumgegurke der Lokals hilft nur ein defensives Fahren.
So kommen wir unbeschadet von der Karibikküste rüber an die Pazifikküste. Fleur und Dirk kommen zu Besuch und der KLM Flieger landet pünktlich am Tokumen International Airport. Unser Appartement für die nächsten drei Tage liegt mitten im Casco Veijo von Panama City. Viele Bars und Restaurants sind um uns – freie Auswahl. Wir genießen es. Die Nacht wird kurz, weil wir unser Auto gegen 12 Uhr in Tokumen abgeben sollen und zuvor noch unbedingt über die Brücke de las America fahren müssen. Ein kurzer Fotostopp beim Mirador und bei der nächsten Ausfahrt wieder runter und zurück im Schritttempo über die Brücke in Richtung City und Airport. Rechts unter der Brücke ist das Ankerfeld vor dem Balboa Yachtclub gut zu erkennen.
Die Rückfahrt vom Flughafen ins Zentrum mit dem Metrobus zieht sich. Mitten im Wolkenkratzergewimmel befindet sich das Hardrock Café, wo wir einen kurzen Stopp einlegen. Weiter geht es mit dem Bus nach Albrook und von da aus mit dem Bus zur Miraflores Schleuse ins Besucherzentrum. Am Nachmittag wird in Richtung Pazifik geschleust und in der Schleuse entdecken wir die Segelyacht “Easy”, die wir in Santa Marta/Kolumbien und in Puerto Lindo getroffen hatten. Alles Gute für die Weiterreise auf dem Stillen Ozean!

Panama Kanal

Miraflores Schleuse  Die "Easy" wird im Doppelpack geschleust

Miraflores Schleuse
Die “Easy” wird im Doppelpack geschleust

Easy beim Schleusen

Easy beim Schleusen