Puerto Rico, Guernica

Ausflug an die Westküste von Puerto Rico
Auch der zweite Versuch die Kaffeeplantage Buena Vista zu besuchen schlägt fehl. Wir hätten uns wohl doch telefonisch anmelden sollen. Jedoch ist die Kommunikation hier schwierig für uns. Es wird ausschließlich spanisch gesprochen und am Telefon zu erklären, dass der Gesprächspartner bitte ins Englische wechseln soll ist uns zu kompliziert. Zumal wir das spanische Englisch schwer, und am Telefon schon gar nicht verstehen. Es wundert uns schon, dass außerhalb der Marina und der guten Hotels kein Englisch gesprochen wird. In kleinen lokalen Restaurants, selbst im Walmart (riesige amerikanische Supermarktkette) muss erst nach jemandem gesucht werden, dem wir unsere Fragen stellen können.

Zentral Puerto Rico

Zentral Puerto Rico

Nachdem sich die Kaffeeplantage als Flop herausgestellt hat, fahren wir planmäßig weiter nach Guernica. Hier ist die einzige Bodega und der einzige Weinberg von ganz Puerto Rico. Den muss Walter sehen. Aber zuerst müssen wir die Bodega mit der miserablen Tripadvisor Beschreibung finden. Wir brechen die Suche nach einer gefühlten Stunde ab und fahren ins vorgebuchte Parador Hotel Guernica 1929 um einzuchecken. Durch Zufall sehen wir die Bodega, sie befindet sich fast genau neben dem Hotel! Entweder sind die Leute, die die Tripadvisor Bewertungen schreiben mit extremer Rechts-Links-Störung oder gar mit Analphabetismus geschlagen.
Wir setzen uns in die Bodega, bzw. in den Außenbereich direkt am Wasser und genießen je ein Glas Chardonnay (Import aus Spanien). Auf eine geführte Weinbergbesichtigung müssen wir verzichten, da wir uns hierzu nicht telefonisch angemeldet hatten. Auch finden wir keinen Wein aus Puerto Rico auf der Karte. Wir fragen uns, gibt es den Weinberg überhaupt? Egal, schön ist es hier trotzdem. Einzig, dass die Sonne in unserem Rücken hinterm Berg untergeht ist zu bemängeln.

Bodega Andreu Sole, Guernica

Bodega Andreu Sole, Guernica

Puerto Rico, Arecibo

Meilenfressen ist nicht so unser Ding, aber die Insel ist viel größer als erwartet. Von Fajardo nach San Juan ist es eine Stunde, nach Ponce zwei Stunden und nach Arecibo ebenfalls zwei Stunden auf der Autobahn. Auf unserem heutigen Plan stand der Arecibo River, die Cueva Ventana und das Arecibo Observatory. Nach dem Verlassen der Autobahn fing das verwirrende Spiel mit den schlecht bezeichneten Straßen an. Wir sahen zwar einen Hinweis auf das Observatorium, aber da waren wir noch meilenweit weg. Unsere Wegbeschreibung lautete so: Take Norte 129 to Norte 134, then Este 635 and Sur 625. Confused? Ja, absolut. Wir fuhren auf der 10 Sur, auf der 626 ohne Himmelsrichtung und auf der 625 Sur. Die von uns befahrene 626 gab es auf unserer Karte gar nicht. Wir haben das Observatorium doch noch gefunden.

Arecibo Obervatory

Im Besucherzentrum gibt es jede Stunde eine Filmvorführung in Englisch und anschließend eine kurze Einführung in die Konstruktion des Radioteleskops. Näheres unter https://de.wikipedia.org/wiki/Arecibo-Observatorium.
Hier wurden 1995 einige Szenen für den James Bond Film „Golden Eye“ gedreht. (You tube schauen).
Die anderen Programmpunkte des heutigen Tages, die Höhlen und der Arecibo River fielen buchstäblich ins Wasser. Starkregen im Gebirge.

Die Drei unterm Regenponcho

Die Drei unterm Regenponcho

Die Straßen standen so unter Wasser, dass die vielen Schlaglöcher nicht mehr auszumachen waren. Im Schritttempo ging es zurück auf die Autobahn 22 in Richtung San Juan. Dieses Mal fuhren wir direkt in die Altstadt, stellten den Wagen in ein Parkhaus am Kreuzfahrtterminal und gingen noch eine Runde in der Altstadt spazieren.

Touristen-Trallafitti in San Juan

Touristen-Trallafitti in San Juan

Puerto Rico, Ponce

Eine anstrengende Autofahrt an der Ost- und Südküste von Puerto Rico entlang nach Ponce liegt hinter uns. In Ponce haben wir das Kunstmuseum besucht. Ein sehr modernes Gebäude, das immerhin schon 50 Jahre steht.

Museo de Art Ponce

Museo de Art Ponce

Das Kunstmuseum hat überwiegend Kunstwerke aus dem 16. bis 18. Jahrhundert ausgestellt – also nicht so ganz unser Fall. Aber im Foyer hängen einige modernere Werke.

Carlos Cancio P.R.  61 Night with full Moon

Carlos Cancio P.R. 61 Night with full Moon

Matthias Weischer Schwelle 1973

Matthias Weischer Schwelle 1973

Arnaldo Roche Rabell P.R. 1955

Arnaldo Roche Rabell P.R. 1955

Anschließend schauen wir uns noch von außen den Parque de Bombas an. Das Gebäude ist zwar witzig rot-schwarz gestreift und innen drin stehen alte Feuerwehrautos, aber das ist Kindergeburtstag. Wir fahren weiter zur Kaffeefarm Hacienta Buena Vista, die jedoch bereits ihre Pforten geschlossen hat. Da wir keine weiteren Highlights in Ponce und Umgebung auf unserer Liste haben, fahren wir wieder nach Fajardo zurück. Auf dem Rückweg nehmen wir die Autobahn, trotzdem saßen wir insgesamt 5 Stunden im Auto. Hat sich nicht wirklich gelohnt.

Puerto Rico, El Yunque National Forest

El Yunque National Forest

El Yunque National Forest

El Yunque National Forest

Es zieht uns hinaus in die landseitige Natur. Wir fahren in den El Yunque National Forest und informieren uns zunächst im El Portal Rainforest Center über die Artenvielfalt der Tiere und Pflanzen in Puerto Rico. Die Straße 191 führt uns anschließend immer weiter in den Regenwald hinein. Direkt neben der Straße sind die schönsten Wasserfälle zu bestaunen.

Coca Wasserfall direkt neben der Straße 191

Coca Wasserfall direkt neben der Straße 191

Mittendrin, auch direkt neben der Straße, steht der Yokahu Turm. Er bietet eine wunderbare Aussicht über den Regenwald hinweg in Richtung der Atlantikküste. Es gibt einige gut ausgezeichnete Wanderwege und wir sind sehr erstaunt darüber, wie gepflegt sie sind; trotz der Pleite von Puerto Rico. Im Gegensatz zu Guadeloupe und Martinique (EU !!!) wo wir auf den ausgewiesenen Wanderwegen teilweise bis über die Knöchel im Matsch stecken blieben, oder die Wege wegen Unpassierbarkeit ganz gesperrt waren, sind hier die Wanderwege entweder mit Betonplatten, Treppenstufen oder Steinen ausgelegt. Sehr angenehm zu gehen. Selbst junge Mütter mit Kindern im Tragegestell und ältere Semester können den Fußmarsch zum Wasserfall La Mina wagen. 35 Minuten hin und 35-40 Minuten wieder retour. Wer konditionell nicht ganz auf der Höhe ist, macht eine geführte Tour mit und lässt sich oberhalb des Wasserfalls aussetzen und am anderen Ende des Trails vom Bus wieder abholen. So muss nur der einfache Weg bewältigt werden.

Coca Falls

Coca Falls

La Mina Falls

La Mina Falls

Am späten Nachmittag beschließen wir noch eine Erkundungsfahrt mit dem Auto zu machen. Die Straße 191 wurde durch den Hurrikan Hugo unterhalb des Mount Britton durch einen Erdrutsch verschüttet und wurde bis heute nicht mehr instand gesetzt. Sie endet nun im Regenwald. Es gibt aber eine weitere Straße, die auf der anderen Bergseite durch den Regenwald in Richtung Süden führt und die nehmen wir. Wir fahren durch einen dichten Dschungel aus Bambus, Palmen und Baumfarnen.

Nationalstraße 186

Nationalstraße 186

Die Straße ist aufgrund der Schlaglöcher und der Beschädigungen durch das Wurzelwerk der Bäume grenzwertig für unseren PKW, aber wir haben Zeit und fahren im Schritttempo durch. Es kommt uns auch nur ein Auto entgegen – die Policia Municipal. Da die uns nicht anhält, können wir auch nicht illegal dort unterwegs sein. Nach gefühlten Stunden, immerhin noch bei Tageslicht, erreichen wir die Südost-Autobahn 30 und fahren zurück nach Fajardo. Fajardo hat drei Autobahnabfahrten, wir haben es bislang geschafft, jedes Mal eine andere zu erwischen und gurken desorientiert (mangels Straßenkarte) in der Gegend rum bis wir ein bekanntes Gebäude oder den Wegweiser zum Fährterminal finden. Straßennamen oder sonstige Wegweiser (Zentrum, Hotel, Sun Bay Marina etc.) gibt es hier nicht.

Puerto Rico, San Juan

Ausflug nach San Juan
Die Altstadt von San Juan ist Weltkulturerbe – zu Recht.

Stadtmauer San Juan_2

Stadtmauer San Juan_2

San Juan, Stadtmauer_3

San Juan, Stadtmauer_3

Stadtmauer San Juan

Stadtmauer San Juan

Wir erreichen die Stadt nach einer Stunde Autofahrt. Die Beschilderung auf der Interstate ist für uns noch undurchsichtig. Die Schilder sind alle in spanischer Sprache und es werden nur die nächsten Salidas (Ausfahrten) groß angekündigt. Ob wir allerdings noch auf der richtigen Autobahn sind, können wir nicht immer nachvollziehen. Kurz vor San Juan ist die Autobahn achtspurig und wir halten es nach dem Motto, wenn nichts dran steht, einfach immer auf der mittleren Spur gerade aus. Irgendwann liegt rechts von uns der internationale Flughafen und die Autobahn geht weiter Richtung Westen – passt beides. Wir haben nur eine Touristen-Straßenkarte vom Autoverleiher und die ist miserabel, also fahren wir mehr nach Himmelsrichtung als nach Straßenkarte. Wir haben Glück, finden und treffen die Abfahrt Richtung Alt-San Juan. Weit vor der Halbinsel, auf der die Altstadt liegt, sehen wir einen Parkplatz an einem öffentlichen Strand, den nehmen wir. Später werden wir sehen, dass sich selbst in den engsten Gassen der Altstadt die Autos durchquetschen und es sogar ausgewiesene Parkflächen gibt. Für uns gibt es einen langen Fußmarsch auf die Halbinsel. Wir beginnen unsere Exkursion am Fort San Cristobal (und sind hier eigentlich schon platt), durchstreifen die engen Gassen innerhalb der Stadtmauer, gehen an der Stadtmauer entlang und erreichen das Castillo de Felipe del Morro und den bekannten Friedhof (check in and never check out) mit der schönsten Aussicht der Welt.

San Juan, Castillo de San Felipe del Morro

San Juan, Castillo de San Felipe del Morro

Friedhof San Juan mit Blick auf den Atlantik

Friedhof San Juan mit Blick auf den Atlantik

Spanische Hochkultur in Reinform, es könnte sich genau so gut um Sevilla oder Cordoba handeln.

San Juan, Fassade

San Juan, Fassade

Wir fühlen uns nach Südeuropa versetzt und sind doch in der Karibik. Selbst unser kleines Dinner im Restaurant Mallorquina hat keinen karibischen Bezug mehr; wir bestellen Pulpo Salat galizischer Art. Wir kommen an einer eigenartigen Galerie vorbei, Butterfly Timeless Art steht an der Tür und tatsächlich werden hier (tote) Schmetterlinge in Plexiglasvitrinen verkauft. Das geht bei 50 US Dollar mit einem Exemplar los und hört irgend wo im fünfstelligen Bereich, mit geschätzten dreißig bis vierzig Schmetterlingen farblich und formlich ansprechend drapiert, auf. Die ganze Galerie ist geschmückt mit zig Plexiglasvitrinen, mit Hunderten von Schmetterlingsleichen, aufgespießt und wundervoll angeordnet, ein Feuerwerk an Farben, das durch eine entsprechende Beleuchtung auch noch hervorgehoben wurde. Wir verlassen den Ort ziemlich verstört, ohnmächtig der visuellen Eindrücke, jedoch betreten darüber was alles getan wird um einem Touristen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Auf der Strecke bleibt wie immer die Natur. ( Fotos, Videos und Anfassen waren verboten)

Auf dem Rückweg zum Parkplatz laufen wir an einem einige Hundert Meter langem Mosaik entlang. Es ziert eine Mauer an der Einfallstraße zur Altstadt und ist der ehemaligen Bürgermeisterin von San Juan gewidmet.

Mosaik zu Ehren Felisa Rincon de Gautier

Mosaik zu Ehren Felisa Rincon de Gautier

Puerto Rico, Fajardo_2

In der Sunbay Marina, Fajardo, gibt es 282 Liegeplätze. Hiervon sind gefühlte 90 % mit Motorbooten (Dauerlieger) besetzt und wenige Segelschiffe. Bewohnt sind davon aktuell 5 Schiffe. Rechts neben uns ein Kanadier deutscher Abstammung (Heidelberg), links neben uns ein Puerto Ricaner. Am Steg gegenüber ist heute eine amerikanische Yacht angekommen und am übernächsten Steg ist auch Licht auf einem Segelschiff. Alle anderen Schiffe liegen unbewohnt in der Marina. Entsprechend leblos ist es hier. Nun, das hat den Vorteil, dass die Duschen und Toiletten mangels Nachfrage sehr sauber sind. Kein Papier liegt im Papierkorb, der Putztrupp ist schneller als die Gäste. Sehr schlecht sind die Versorgungsmöglichkeiten. Der nächste Minimarkt bei der Villa Marina ist zu Fuß 15 Minuten entfernt. Ein Speiselokal gibt es in der näheren Umgebung nicht. Es gibt bei der Villa Marina zwei Sport-Bars und ebenfalls 10 – 15 Minuten zu Fuß entfernt das Hotel Fajardo Inn mit einem mexikanischen Restaurant. Ansonsten gibt es nichts, was zu Fuß erreichbar wäre.
Wir bestellten deshalb einen Mietwagen gleich für eine Woche. Ein Bote holte uns ab und brachte uns zum Verleiher-Büro in der Marina del Rey.

Ausfahrt auf der Interstate 3

Ausfahrt auf der Interstate 3

Hühner auf der Stange, direkt neben der Autobahn

Hühner auf der Stange, direkt neben der Autobahn

Nach der Übernahme des Wagens fuhren wir als Erstes zum Mega-Einkaufszentrum außerhalb der Stadt. Hier verbrachten wir den halben Nachmittag, sodass der Montag mit Einkaufen und dem Verstauen der Waren drauf ging. Die Preise sind hier, wie auch in den BVIs und US Virgins, erschreckend hoch. Kein Wunder, dass sich ein Teil der Bevölkerung von Fast-Food ernährt und entsprechend unförmig daher kommt. Obst und Gemüse gibt es reichlich, aber es ist eben sehr teuer.

Puerto Rico, Fajardo

Ansteuerung Sun Bay Marina, Fajardo Puerto Rico

Wir hatten in der Sun Bay Marina, Fajardo auf Empfehlung von einem amerikanischen Segler einen Platz reserviert. In unserem Revierführer Puerto Rico, Ausgabe 2015, war nur erwähnt, dass es eine neue Marina in Fajardo mit 282 Plätzen gibt. Keine weiteren Angaben, keine Detailkarte zur Ansteuerung, nur eine Telefonnummer und die Web-Adresse. Wir hatten einigen Bammel, die Marina anzusteuern. Auf unsere Anfrage hin, wie denn die Wassertiefe vor der Einfahrt sei, kam nur zurück, wir könnten reinkommen. Unsere Papierkarte und auch die Navionics-Karte weißt eine Tiefe von 1,2 Meter vor der Einfahrt aus, da fehlt uns locker ein Meter. Wir tasten uns langsam ran und rufen die Marina auf VHF 16 an – keine Antwort. Wir haben noch 3 Meter Wassertiefe und die Einfahrt liegt noch rund 300 Meter weg. Wir sind schon dran umzudrehen und nach Süden in die Marina del Rey zu fahren, als uns die Idee kommt, die Marina telefonisch zu kontaktieren. Es meldet sich sofort das Office (auf spanisch) und auf die Frage hin, wie denn die Wassertiefe nun in der Einfahrt sei, ob ein Kanal gebaggert ist, kommt zur Antwort, wir sollen uns umschauen und ob wir die Masten der Segler sehen, die schon in der Marina liegen. Die hätten alle um die 2 Meter Tiefgang – na dann…. Die Einfahrt ist gut betonnt, aber was heißt das? Nichts in Bezug auf die Wassertiefe. Wir hatten eine Stunde vor Hochwasser (Tidenhub 40 cm) und in der Einfahrt 2,1 Meter Wasser unterm Schiff. Am Liegeplatz dann 2,4 Meter. Reicht ja – wenn kein Schwell ist.

Puerto Rico, Culebra_2

Culebra P.R.

Die Mietwagen fallen hier etwas kleiner aus, aber es gibt ja auch nur zwei asphaltierte Straßen auf Culebra, da genügt ein GolfCar. Es machte Spaß mit dem Wägelchen über die Insel zu fahren.

Mietwagen auf Culebra

Mietwagen auf Culebra

Laut Mietvertrag durften wir nicht zum Zoni Beach fahren, aber gerade der ist interessant. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf die kleine Insel Culebritta mit ihrem schönen Leuchtturm. Dass der Strand nachts gesperrt ist, ist uns durchaus verständlich. Hier kommen die Wasserschildkröten derzeit zur Eiablage an Land und uns würde es nicht im Traum einfallen, sie dabei zu stören. Aber tagsüber… Wir haben keine Schildkrötenspuren gesehen und auch keine Eier zertrampelt. Im Übrigen war der Strand gut von den Einheimischen besucht – wie immer mit Sack und Pack.

Unser nächstes Ziel war die Flamenco Bay. Hier landete im Spanisch-Amerikanischen Krieg 1898 die US Army und benutzte die Flamenco Bucht bis 1975 als Schießübungsgebiet. Verrostete Panzer und jede Menge versenkte Munition sind Zeugen davon.

Culebra, Flamenco Bay

Culebra, Flamenco Bay

Culebra, Flamenco Bay  Merke: Vor dem Badengehen immer erst die Handbremse anziehen!

Culebra, Flamenco Bay
Merke: Vor dem Badengehen immer erst die Handbremse anziehen!

Wir besuchten noch das Historische Museum und die Museumswärterin kam gar nicht drüber weg, dass wir aus Deutschland hergesegelt waren. Nach vielen „oh my goods“ setzte sie uns in die Kinderecke und ließ ein gut verständliches Video über Culebra laufen. Hauptaugenmerk auf den Schutz der Riffe und deren Bewohner. Sehr gut dargestellt war, was ein Schiffsanker an einem Korallenstock anrichten kann. Es braucht Jahrzehnte, bis er sich erholt.

Mein heutiges Lieblingsfoto:

Best buddies

Best buddies, beide standen schwanzwedelnd am Zaun.

Puerto Rico, Isla Culebra

Angekommen in Puerto Rico, Isla Culebra. Die Ansteuerung durch das mit Riffen durchsetzte Seegebiet klappte sehr gut. Es gibt drei Zufahrten in die Hauptankerbucht von Culebra. Sie sind richtig gut betonnt und das ist gut so, denn unser Papierkarten-Kartenmaterial ist nicht detailliert genug. Wir geben unseren elektronischen Seekarten (Navionics) die oberste Priorität und entschieden uns für die mittlere Einfahrt. Vor der Siedlung Dewey warfen wir unseren Anker in den Schlick

Ankerplatz Culebra

und machten uns dran unser Dinghy aufzupumpen um der Anweisung Folge zu leisten „direkt und ohne Verzögerung zum Zoll und zur Grenzkontrolle zu fahren“. Die entsprechende Behörde sitzt am Flughafen und ist zu Fuß in 15 Minuten zu erreichen. Hier kassieren wir unseren ersten Anschiss, weil wir uns vor dem Einlaufen hätten telefonisch mit den Grenzbehörden in Verbindung setzten müssen. Haben wir nicht gemacht, weil wir das Merkblatt so verstanden hatten, dass diese Prozedur nur für Charter-Schiffe, Schiffe mit Gästen und für kommerzielle Schiffe gilt. Wir haben demnach nicht angerufen und der Officer verlangte, dass ich dies sofort und auf der Stelle nachzuholen hätte. Er nannte die entsprechende Telefonnummer und welch Wunder, diese Nummer ist mit einem deutschen Handy gar nicht zu erreichen. Er lieh mir sein Mobiltelefon und ich meldete die Ankunft der Sunrise an. Die Dame am anderen Ende erkannte die Telefonnummer und ihr war gleich klar, dass ich direkt vom Zoll aus anrufe, also bereits den amerikanischen Boden betreten hatte. Für sie war das kein größeres Problem, oder ich habe sie falsch verstanden. Auf jeden Fall sollte der Kollege vor Ort uns einklarieren und und die Cruisinglizenz ausstellen (37,00 US $). Was dann schließlich kein Thema mehr war. Zum Bezahlen hätten wir so wie so ins Office kommen müssen. Nun sind wir also offiziell in Puerto Rico eingereist und haben eine Lizenz zum Befahren der US Küstengewässer für ein Jahr.

Culebra, Ankerfeld in der Ensenada Honda

Culebra, Ankerfeld in der Ensenada Honda

Auf Culebra verstehen wir nur Bahnhof, es wird spanisch gesprochen. Englisch ist zwar die Amtssprache, aber durchsetzt mit spanischem Slang hört sich das ungewöhnlich an. Sind wir ja gewohnt, die Schwaben werden in Ostfriesland auch nicht auf Anhieb verstanden.