Jamaika II_15

Letzte Eindrücke aus Jamaika

Banana-Man mit Regenschutz (nicht zur Nachahmung empfohlen)

Banana-Man mit Regenschutz (nicht zur Nachahmung empfohlen)

Letzte Eindrücke aus Jamaika

Letzte Eindrücke aus Jamaika

Morgen, Freitag 26.05.2017 werden wir Richtung Curacao segeln. Insgesamt 670 Seemeilen. Aufmerksamen Lesern wird nicht entgangen sein, dass unser Rückweg knappe 100 Seemeilen länger ist als der Weg von Bonaire nach Jamaika. Das ist der vorherrschenden Wind- und Strömungsrichtung geschuldet. Wir werden die ersten 300 Seemeilen unter Motor Richtung Osten gehen, idealerweise vor der Welle geschützt im Lee der Insel Hispaniola (Haiti und Dominikanische Republik) und dann versuchen ab der Isla Beata unter Segel Bonaire oder Curacao anlegen zu können. So der Plan. Wir werden weder in Haiti noch in der Dom. Rep. einklarieren, ankern oder an Land gehen. Haiti liegt nach wie vor vom Erdbeben sowie von Hurrikan Mathew zerstört am Boden und für einen Tag in die blanke Armut zu gehen, ohne irgendwie helfen zu können, wollen wir uns nicht antun. In der Dom. Rep. sind die Segler nur als Melkkuh der korrupten Beamten und selbst ernannten Agenten begehrt. Mehrfach wurden wir von der Segler-Gemeinde darauf hingewiesen, dass derzeit eine Ein- und Ausklarierung unter US $ 1500,00 (Gebühren und erpresstes Honorar) nicht drin ist. Teilweise wurden uns Beträge von US $ 2.000,00 genannt. Die Essenz ist, dass die Dom. Rep. eine No-Go-Area für Fahrtensegler geworden ist. (Die Alternative ist, man ankert z.B. geschützt hinter der Isla Beata und klariert gar nicht erst ein. Auch auf der Ile a Vache (Haiti) ist ein Ankern für kurze Zeit ohne Einklarieren möglich. Der Hafen-Offizielle nimmt einen kleinen Beitrag in US $ fürs Ankern in seinem Revier und Gut ist.)

Jamaika II_14

DSC08934

Warten auf G…
Nein, nicht auf Godot sondern auf „G“ utes Wetter! Wir wollen weg von Jamaika, die Tage sind gezählt, nur das Wetter spielt noch nicht mit. Am Wochenende scheint sich ein Wetterfenster für uns auf zu tun, mal sehen ob wir dieses nutzen können um nach Bonaire oder Curacao zu segeln.
Wir verbringen die Zeit mit Kleinkrambewältigung. Wäsche waschen, kleine Reparaturen ausführen und hin und wieder Überraschungen erleben. So wollte ich nur mal den Dichtungssimmering des Ruderschaftes auf Dichtigkeit checken und fand dabei eine Hälfte eines Sicherungssplites im Schiffsbauch der Sunrise. Der Verdacht lag nahe, dass es sich nur um den Splint des Autopiloten handeln konnte, denn dieser war der einzige in dieser Umgebung. Dieser Splint hält den Hydraulikzylinder am Ruderquadranten fest. Fehlt dieser Splint fällt die Hydraulik einfach nach unten in den Schiffsboden und rien ne va plus. Dies war nicht der Fall, alles schien in bester Ordnung, bis ich feststellte, dass der verbliebene Teil des Splintes das Ganze noch zusammen hielt. So habe ich den Rest des Splintes entfernt und einen provisorischen Splint eingesteckt, der nun nicht herausgeschoben werden kann da ich beide Enden umgebogen habe. Mal wieder Glück gehabt.
Zum Sonnenuntergang erleben wir zurzeit die blaue oder auch purpurne Stunde! Jamaika schiebt seine Fototapeten in die Kulisse. Beeindruckend was uns da in den Abendstunden geboten wird. Der Wind schläft ein, das Wasser wird glatt, die Wolken bleiben einfach mal stehen und dann streicht „Einer“ in jeder Minute den Himmel mit neuen Farben an. Jamaika kann auch schön.

IMG_7461

IMG_7455

Jamaika II_12

Und wieder Ocho Rios
In Port Antonio gibt es nichts mehr was wir noch nicht gesehen haben. Den Osten der Insel haben wir, soweit es eben ging, besichtigt, die Blue Mountains (im Februar), in Kingston waren wir und auch in Negril. Für Ocho Rios hatte Fleur noch einen Geheimtipp auf Lager, den wir in der letzten Woche nicht mehr „abhaken“ konnten. Da es hier in Port Antonio wieder Hunde und Katzen geregnet hatte und praktischerweise der Mietwagen noch bis Sonntag gebucht war, setzten wir uns ins Auto und fuhren knappe 100 Kilometer Küstenstraße nach Westen bis Ocho Rios. Ziel war der Shaw Park Botanical Garden.

Shaw Botanical Gardens

Shaw Botanical Gardens

In den 1920iger Jahren stand hier in den Bergen oberhalb von Ocho Rios das Shaw Park Hotel, geblieben ist der verwunschene Garten mit altem Baumbestand, einer Pflanzenvielfalt und einem Wasserfall

Shaw Botanical Gardens, Ocho Rios, Jamaika

Shaw Botanical Gardens, Ocho Rios, Jamaika

Shaw Wasserfall

sowie einer schönen Aussicht über die Bucht von Ocho Rios. Wir bekamen eine Führung von einem Original aus den 20iger Jahren durch den Garten. Der alte Herr lebte förmlich auf, als er uns seinen Garten zeigen und erklären durfte. Der älteste und größte Ficus benjamini von Jamaika steht hier, er hat Luftwurzeln die so verfilzt sind, dass er aussieht als würde er Rasta-Haare tragen.

Auf Empfehlung fuhren wir anschließend noch durch den Fern Gully.

Fern Gully, Ocho Rios Jamaika

Fern Gully, Ocho Rios Jamaika

Fern Gully Regenwald, Ocho Rios, Jamaika

Fern Gully Regenwald, Ocho Rios, Jamaika

Der Fern Gully ist eine enge Schlucht mit meterhohen Farnen und Laubbäumen. Hier floss vor dem letzten Erdbeben noch der achte (ocho) Fluss hinunter in die Bucht. Er ist verschüttet und versiegt, jetzt kommen nur noch sieben Flüsse in Ocho Rios an, das heißt, die Stadt müsste eigentlich jetzt Siete Rios heißen.

Jamaika II_11

Schlaglochpisten-tour
Klappe die Zweite
Dieses Mal von Port Antonio nach Kingston. Jamaika und Bob Marley gehen eine untrennbare Verbindung ein, also liegt es nahe, dass wir mit Fleur und Dirk nach Kingston ins Bob Marely Museum fahren. Die B 1 über die Blue Mountains fällt buchstäblich ins Wasser – viel zu viel Regen in den letzten Tagen. Gesperrt. Der Mietwagen-Verleiher sagte gestern noch, dass wir nicht nach Kingston fahren sollen. Auch die A 3 sei unpassierbar. George, der Marina-Manager schüttelte heute früh nur kurz den Kopf und sagte, dass ein Anruf bei der örtlichen Polizeistation in Annotto Bay klären würde, ob die A 3 derzeit befahrbar sei. Sie war es. Eben nach jamaikanischen Verhältnissen. Von Port Antonio zur Annotto Bay ist die A 4 wirklich gut zu fahren, aber ab der Abzweigung zu der A 3 wird es heftig. Nicht ganz so schlimm wie gestern, aber ähnlich. Angekommen in Kingston mussten wir uns zunächst mit Milchkaffee und I-scream (Eiscreme) im Devon House stärken.

I scream

Der Service war jamaikanisch langsam und die Schulklasse, die nach uns in der Schlange stand konnte nur hoffen, dass sie vor Ladenschluss drankam.

Wir gingen weiter zum Bob Marley Museum.

Museum

Nachdem wir am 6.2.2017 die Geburtstags-Feierlichkeiten zu Ehren des 1981 verstorbenen Musikers miterleben dürften, stand nun die Besichtigung des ehemaligen Wohnhauses, jetzt Museum, auf dem Programm. Ein Reggae-Musiker führte uns durch die Räume die mit Gold- und Platinschallplatten, Tourneeprogrammen, Tour-Plakaten, Zeitungsartikeln und vielen persönlichen Bildern dekoriert waren. Schon interessant. Aber der Personenkult um Bob Marley ging mir persönlich zu weit. Respekt und Achtung ist angebracht, aber keine Glorifizierung.

Bob in Bronze

Marley Nachwuchs

Anschließend wagten wir uns mit dem Auto nach Trenchtown, dem No-Go-Viertel von Kingston. Wir führen im Schritttempo am Markt entlang, umkreisten das Ward-Theater und fanden unbeschadet wieder aus Downtown heraus.

Trenchtown

In Kingston ist immer Verkehrschaos und so wurde es wieder dunkel ehe wir die Stadtgrenze erreicht hatten. Walter fuhr wie gewohnt sicher die Jamaika-über-die-Mountains-Rallye crashfrei zum Ziel.

Jamaika II_10

Port Antonio
Nach einem Zwischenstopp in Oracabessa sind wir am Montagabend wieder in Port Antonio in der Errol Flynn Marina angekommen. Seit unserer Ankunft regnet es. Den ganzen Dienstag haben wir damit verbracht, die Luken auf und zu zumachen, in den Regenpausen kurz auf den Markt zu spurten und am Abend beim Italiener eine Pizza bzw. Fisch zu essen. Den üblichen Bekannten, Noel, dem CD-Raubkopierer, Edgar, dem selbst ernannten Fremdenführer sowie dem Banana-/Mangoman konnten wir selbst im stärksten Regen nicht entkommen.
Seit heute haben wir wieder einen Mietwagen. Unser Weg führte uns nach Osten und der erste Stopp war bei der Frenchman´s Cove.

Frenchman´s Cove

Frenchman´s Cove

Hier durften wir ohne Eintritt zu bezahlen!!! zum Strand um Fotos zu machen. Eine schöne Anlage, heute jedoch, dem Regen geschuldet, kaffeefarben. Die Flüsse spülen dreckbraunes Wasser in die Buchten und auch die Blue Lagoon sah aus wie eine Wanne voll Milchkaffee.

Blue Hole

Blue Lagoon

Wir wollten Fleur und Dirk auch die Reach Falls zeigen. Aufgrund der starken Regenfälle war die Straße zu den Reachfalls teilweise unter- bzw. durch Erdrutsch überspült und die Reachfalls waren gesperrt. Zu Recht.

IMG_9189

Reach Falls

Reach Falls

Reach Falls

Reach Falls

Die Wassermassen rauschten reißend zu Tal. Von den schönen Felsbecken, in denen ich mich im Februar noch herrlich erfrischen konnte, war nichts mehr zu sehen. Meterhohe braune Wasserberge wälzten sich zu Tal.
Einen Versuch eine der wenigen Attraktionen, das Stokes Hall Great House im Osten der Insel zu besuchen mussten wir ebenfalls wegen Überschwemmungen abbrechen. So blieb uns nur die Möglichkeit auf der Küstenstraße A 4 (Schlaglochpiste) zurück nach Port Antonio zu fahren.

Küstenstraße A 4 zwischen Machinoneel und Boston Bay

Küstenstraße A 4 zwischen Machinoneel und Boston Bay

Küstenstraße A 4 Richtung Port Morant

Küstenstraße A 4 Richtung Port Morant

Küstenstraße A 4

Küstenstraße A 4

Das Auto bzw. die Reifen haben es überlebt. Der Osten Jamaikas, die Bezirke Portland und St. Thomas haben eine weit schlechtere Infrastruktur als die restliche Nord- und Westküste. Die Straßen sind im katastrophalen Zustand, viele Restaurants und Hotels die im aktuellen Reiseführer noch gelistet sind gibt es nicht mehr.

Jamaika II_9

Irie Blue Hole und Secret Falls in der Nähe von Ocho Rios
Am Mittwoch verließen wir Montego Bay und ließen unseren Anker nach einer ruppigen Fahrt in die Discovery Bay fallen. Wir hatten zwei Beaufort und fast einen Meter mehr Welle als prognostiziert. Schlechte Bedingungen für den ersten Segeltag für Fleur und Dirk. Gut, dass wir am Donnerstag einen Pausentag in der Discovery Bay hatten.

IMG_7386

Am Freitag früh ging es weiter nach Ocho Rios und dort angekommen hatten wir etwas Stress mit den Behörden, weil auf unserem coastwise permit drauf stand, dass wir nach Port Antonio wollen. Schon richtig, aber wir wollten nicht auf dem direkten Weg dorthin, sondern in der Discovery Bay, in Ocho Rios und in Oracabessa ankern. Nach einigem Hin und Her, einem Einlauf und der Ansage dass wir das Schiff nicht verlassen dürfen bis wir das O.K. vom Zoll-Officer erhalten, konnten wir endlich gegen 16:30 mit unserem coastwise permit und der Crewliste ausgestattet an Land gehen. Der Zollofficer war entgegen unseren Befürchtungen sehr entgegenkommend, behielt einfach unser Permit und die Crewliste ein und erklärte, dass wir beides wieder bekommen wenn wir Ocho Rios verlassen. Keine Overtime-Gebühr (freitags kostet es ab 16 Uhr overtime) und keine Strafe weil wir in Ocho Rios ohne vorherige Genehmigung eingelaufen waren. Das ärgerlichste war, dass wir von 12 bis 16:30 Uhr auf der Sunrise warten mussten bis wir nicht wussten was uns erwartet. Alles etwas seglerunfreundlich hier, vergleichbar mit den Einschränkungen an Kubas Küste.
Als Freizeitprogramm an Land hatte sich Fleur einen Ausflug zum Irie Blue Hole gewünscht (Geheimtipp und nicht im Reiseführer gelistet). Wir hatten Glück, dass wir das am Freitagabend noch organisierten konnten. Die Touristeninfo hatte nämlich geschlossen und Fleur beschloss einfach ins nächste Hostel zu gehen. Aus Erfahrung weiß sie, dass dort die besten Touren für Low-Budget-Reisende angeboten werden. Volltreffer! Eine Fahrt mit dem regulären Taxi zum Irie Blue Hole hätte uns 200 US $ gekostet. Die sehr freundliche und wirklich hilfsbereite Rezeptionistin des Hotels organisierte uns für 60 US $ eine Tour. Am Samstag um 9:30 Uhr ging es los. Vor dem Hostel wurden wir gleich von unserem Fahrer Mr. Crawford abgefangen. Er hat uns sofort als „Die drei Deutschen von der Hostel Lady“ identifiziert. Nach einer viertel Stunde und jede Menge Infos über die Bar- und Kirchendichte pro Quadratmeile auf Jamaika („where there is a Bar, there is a church and Sunday is church day, every other day is Bar day“) bog das Taxi auf eine Off-Road-Piste und nach wenigen Minuten waren wir auf dem Parkplatz. Außer uns war kaum ein Tourist zu sehen. Weitere 10 US $/Person für den Eintritt wurden fällig und uns Drei* wurde ein Liveguard/Tourguide zur Seite gestellt und los ging´s ins kühle Nass.

IMG_9008

Es hat sich wirklich gelohnt, weit schöner als die Dunn´s River Falls und auch viel weitläufiger als die Reach Falls. Vor allem nicht überlaufen. Im Gegensatz zu den Reachfalls wo die Becken durchschwommen werden, werden hier die Becken in Tarzan-Manier besprungen.

Unser Tourguide zeigt wie es geht

Unser Tourguide zeigt wie es geht

Seile hängen über den Blue Holes und nachdem der entsprechende Wasserfall erklettert ist, schwingt sich die Jugend (das Alter filmt) mit dem Hanfseil über das Nass und lässt an der richtigen Stelle los. Das Wasser ist kühl, soll aber Mineralwasser sein und nach zwei Stunden wässern, soll man fünf Jahre jünger aussehen.

Bubble Bath

Bubble Bath

Irie Blue Hole

Irie Blue Hole

Walter hat bei unserer Rückkehr nichts bemerkt, also stimmt die Aussage nicht. Zu unserer Überraschung hatten wir eine Tour gebucht, die auch noch zum Secret Fall geht.

IMG_8930
Diesen hätte man laut Internet für 35 US $/Person extra buchen können. Nachdem wir diesen auf den Weg den White River hinauf schon fotografiert hatten, durften wir uns dann beim Weg zurück zum Irie Blue Hole durch den Wasserfall hinunter ins Becken abseilen. Tja, Glück gehabt und alles richtig gemacht.

*Wir Drei: Dirk, Fleur und Elke. Walter wollte in Ocho Rios das Schiff partout nicht verlassen. Schlechte Erfahrungen mit den Spaßkatamaranen. Siehe Bericht Jamaika 12 vom 15.02.2017

Jamaika II_8

Seeigel

Seeigel

Am Strand von Montego Bay, Jamaika

Am Strand von Montego Bay, Jamaika

Krebs

Seit 20 Tagen sind wir nun schon wieder auf Jamaika und heute war der erste komplett regenfreie Tag. Ein weiterer Grund nochmals an den Strand vom Hard Rock Café zu gehen. Fleur schnorchelt gerne und konnte trotz des trüben Wassers einige Aufnahmen machen. Morgen gehen wir endlich Anker auf und verlegen in die Discovery Bay.

Jamaika II_7

Ausflug nach Negril an die Westküste Jamaikas
Unser Ziel ist der elf Kilometer lange Sandstrand von Long Bay, Negril. Wir haben Glück und die Wolken halten dicht, also es regnet ausnahmsweise heute nicht. Zielsicher steuern wir einen Parkplatz an, an dem ein Kassenhäuschen steht und wir 150 Jamaikadollar/Person Eintritt für die Benutzung der Strandfacilities zahlen. Keine 100 Meter daneben ist der Zaun unterbrochen und der Zugang zur Long Bay ist kostenlos. Irgendwie ziehen uns die Kassenhäuschen magisch an. Egal. Wir hatten einen schönen langen Strandspaziergang und konnten uns die Hotelanlagen (Sandals & Co.) vom Strand aus anschauen. Hier hatte der Sicherheitsdienst keinerlei Probleme mit uns Strandläufern. Nur Abbiegen Richtung Beachbar sollten wir nicht. Der Vorteil an den Resortstränden ist dass keine fliegenden Händler unterwegs sind.

Long Bay Negril

Long Bay Negril

Wir fuhren weiter zu Rick´s Café am Leuchtturm von Negril. Rick´s Café gehört wohl zu den zehn Besten Bars weltweit. Ansichtssache. Die besondere Attraktion sind die Klippenspringer, die sich vor den Augen der Cafébesucher von den Klippen ins glasklare Wasser stürzen. So auch unsere Tochter. Nachdem sie zunächst einen Probesprung von der ersten Ebene gemacht hatte wurde sie mutig und sprang von der nächsten Etage. Die Lifeguards passen auf, dass nichts passiert und zeigen zwischendurch selbst ihr Können. Es gibt vier Absprungebenen, aber die meist frequentierte Ebene ist die zweite, mit ungefähr fünf Meter über der Wasserlinie.

Hier ein verrückter Engländer der in Straßenklamotten, mit Schuhen von der obersten Ebene springt:

Klippenspringer in Rick´s Café

Klippenspringer in Rick´s Café

Auf dem Rückweg legten wir noch einen kurzen Stop bei der Half Moon Bay ein. Eine nette kleine Bucht mit Sandstrand nördlich von Negril. Leider ab 17 Uhr nicht mehr zugänglich. Das Schöne an der Half Moon Bay ist, das auf eine Musikbeschallung gänzlich verzichtet wird. Relaxing pur.

Jamaika II_6

Früh am Morgen wecken mit Countdown: fortyfive seconds, thirty, twenty, ten, nine, eight, seven, six, five, four, three, two, one, zero… wir warten auf den finalen Knall. Der kommt nicht – gott-sei-dank. Wir befürchteten schon, dass eine Sprengung im Gange ist und wir nichts davon mitbekommen haben. Auf die Motoren-, Schrauben-, Ab- und Ablegegeräusche um uns herum reagieren wir schon gar nicht mehr. Das gehört hier dazu – aber einen Countdown hatten wir noch nicht. Ein Blick aus dem Seitenfenster bestätigt die neue Situation. Hafenkino mit neuer Filmrolle. Am Anleger, direkt auf unserer Höhe, hat ein kleines (Kriegs-)Spielzeug aus Donalds Spielzeugkiste festgemacht. Wahrscheinlich mit technischen Problemen, denn am Satellitendom turnen zwei Menschen rum. Das Schiffchen ist so gut getarnt, dass es auf dem Foto fast nicht zu erkennen ist. Auch kaum zu Erkennen die amerikanische Flagge am Heck und am Bug. Die Besatzung ist schwarz gekleidet (deshalb auch nicht zu sehen) und hängt gelangweilt an Deck rum.

Donalds Spielzeug

Dafür war das gestrige Hafenkino umso lebendiger und bunter. Die Alptraum dream hatte 15 Rettungsboote zum Zwecke einer Übung zu Wasser gelassen. Wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen kreuzten die durchs Hafenbecken. Nach einer Stunde wurden die Schiffchen eines nach dem anderen wieder an die Längsseite der Alptraum gewinscht und fixiert. 2.250 Passagiere können sich nun auf funktionierende Rettungsschiffchen verlassen.

IMG_7313