Fluggesellschaft Condor schießt den Vogel ab!

Oder Oberlooser-Award 4.0
Der Tag fing gemütlich mit einem ausgedehnten Frühstück an. Bereits um 11:30 waren wir startklar, alle Taschen gepackt, Bugkabine geräumt, Betten abgezogen und Bad geputzt. Eigentlich (besser wär´s gewesen) hätten wir los können. O-Ton Walter: Was macht ihr für ne Hektik, der Flieger geht erst um 15:15, wollt ihr 4 Stunden am Flughafen rumhängen. Nein, wollten wir dann doch nicht und so setzten wir uns erst kurz vor 13 Uhr in Bewegung. Beim Mietwagen angekommen mussten wir feststellen, dass der vordere linke Reifen total platt war. Fleur und Walter machten sich daran den Ersatzreifen auszugraben. Glück gehabt, dass überhaupt einer vorhanden war. Das kann man hier nicht voraussetzen. Der Reifen hatte zwar Luft, war aber abgefahren bis auf die Karkasse, die Stahlwicklung unter dem Gummi. Einige Drähte davon werden nun als Profil genutzt. Damit ging es in Richtung Flughafen, ganz ungewollt auf einer neuen Strecke rechts um die Simpson Bay herum, an der Nettle Bay entlang, durch die Ressorts und quer durch den Golfparcour. Auf einer offensichtlich ganz regulären Straße. Am Flughafen angekommen der übliche Gang, Abflughalle, Blick auf die Displays und Flugnummer und Zielflughafen und Counter suchen. Komisch, auf der Condor-Bestätigung stand die Flugnummer 4543 15:15 Uhr St. Maarten nach San Juan – aber um 15:15 war kein Flug nach San Juan gelistet.

San Juan

Der Flug mit der Flugnummer 4543 mit Seaborn nach San Juan war just in diesem Moment um 13:15 abgehoben. Da standen wir nun. Dumm aus der Wäsche schauend. Um 15:45 ging der nächste Flug nach San Juan.

Flugplan
Flugplan 1

Die Fluggesellschaft schickte uns zum Troubledesk und hier wurde uns erklärt, dass das ein Problem von Condor sei, wenn die falsche Flugzeit bestätigt werde. Der Seaborn Flug 4543 ginge jetzt um 13:15 Uhr. Fleur und Dirk müssten ein neues Flugticket für einen Flug nach San Juan kaufen. Für 600 US $, was blieb anders übrig? Der Flug ging auch pünktlich und Fleur und Dirk landeten um 16:45 in San Juan. Der Weiterflug nach Frankfurt mit Condor ging um 18:10. Hätte gut gereicht, wenn in San Juan am Flughafen nicht die komplette Computeranlage der Immigration ausgefallen wäre. So standen die Beiden nun in vorderster Front vor dem Immigrationofficer, der sie nicht einreisen lassen durfte und die Zeit verging und verging und… kurz um, als die Beiden endlich durch waren, hat Condor sich geweigert sie noch einzuchecken, obwohl bis zum Abflug noch 30 Minuten Zeit war. Keine Chance. Kommt am nächsten Samstag, gleiche Maschine, gleiche Zeit wieder, da könnt ihr umsonst mitfliegen. Ein Ding der Unmöglichkeit! Stunden später, neues Angebot: Flug am Sonntag früh über Madrid nach Frankfurt, US $ 1500,00/Person. Nein, keine Option. Ich kann nur wiedergeben, was Fleur per Whatsapp laufend berichtet hat, aber es scheint mehr als ätzend gewesen zu sein, aber die Beiden waren hartnäckig und letztendlich sind sie aktuell auf Kosten von Condor in einem Hotel in San Juan. Die neuesten Informationen lauten so, dass sie am Sonntagabend auf Kosten von Condor über Madrid nach Frankfurt fliegen können und dann am Montag um 17:45 dort sind. Es bleibt die Hoffnung, dass dies klappt. Wer die Kosten für den Flug von St. Maarten nach San Juan letztendlich zu tragen hat, muss in Deutschland mit Condor final geklärt werden. Selbstverständlich sind wir der Ansicht, dass Condor das zu erstatten hat. Wenn ein Flug bestätigt wurde und die Flugzeit sich ändert, muss die Fluggesellschaft die Kunden per E-Mail informieren. Die Mails zum Online-Einchecken kommen ja auch regelmäßig rechtzeitig vor dem Abflugtermin.
..we had a bad day..

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Landausflug auf St. Maarten
Mit dem Mietwagen (O-Ton Verleiher: Sie haben kein Problem mit dem Wagen, er ist bereits rundherum beschädigt) fahren wir zum Flughafen um uns sandstrahlen zu lassen. Auf unserer Website ist davon ein Video vom letzten Jahr zu sehen. Viel hat sich nicht geändert, außer dass sich dieses Mal außer mir niemand direkt an den Zaun gestellt hat als die KLM Maschine um 12 Uhr in Richtung Amsterdam zum Start anrollt ist. Morgen, wenn Fleur und Dirk nach Hause fliegen müssen stehen wir wieder dort und lassen uns durchpusten.
Im Anschluss daran fuhren wir nach Philipsburg in die Einkaufsmeile (zollfrei). Es lag nur ein Kreuzfahrtschiff im Hafen und entsprechend ruhig war es in der Stadt. Nachdem wir die Einkaufsstraßen abgelaufen, die Werber abgewiesen und weder Diamanten, Juwelen, Uhren, Parfüm, Elektronikartikel noch Kameras gekauft hatten, waren noch im Hardrock Café und auf dem neu gestalteten Irie-Platz zum Kaffeetrinken.

Irie Garden in Philippsburg (atypisch schöner Platz dort)

Irie Garden in Philippsburg (atypisch schöner Platz dort)

Weiter ging die Fahrt an der Küste entlang Richtung Oyster Pond, Baie Orientale, Anse Marcel und zum Sundowner und Fischessen wieder in die Grand Case.

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St. Martin
Wir bleiben in Frankreich und segeln von St. Barth nach St. Martin (französischer Teil) in die Marigot Bay. Hier müssen wir die Einklarierungsprozedur erledigen. Das ist ein Muss, obwohl wir uns innerhalb der EU befinden und EU-Bürger sind. Die Fort Louis Marina hat einen Einklarierungscomputer, an den ich aber nicht darf, weil wir erst ab Donnerstag dort einen Platz reserviert haben. Sie schicken mich ins Ferryterminal zum Einklarieren. Der Beamte dort ist noch halb in der Mittagspause und erteilt mir gleich mal einen gehörigen Einlauf, weil ich plötzlich in seinem Office stehe und nicht geklopft hatte – dabei war die Türe sperrangelweit offen. Nachdem ich ihn fragend angeschaut habe, wird der Einlauf auf Englisch wiederholt. Ich gehe raus und klopfe an der offenen Türe, was ihn noch wuschiger macht. Ich darf dann kurz an den Computer, werde aber, nachdem ich ihm zweimal die Anwendung abgeschossen hatte wieder weggescheucht. Die französische Computertastatur ist anders aufgeteilt, so ist das A z.B. an der Stelle wo bei uns das Q ist. Da ich in der Regel blind und schnell tippe kommt allerlei Mist dabei raus, wenn ich dann korrigieren will und die Rücktaste nehme, fliege ich aus der Anwendung – und letztendlich auch aus dem Office. Wir beide haben richtig viel Spaß miteinander! Nachdem er mir die Pässe und die Ausklarierung von St. Barth weggenommen hat und die ganzen Daten selbst erfasst hat, darf ich meine fünf Euro bezahlen und die heiligen Hallen verlassen. Das schreit dringend nach einem Trostpflaster in Form von Tarte de pomme oder frischem Baguette mit Schinken. Auf dem Weg zum Bäcker leuchtet mir ein rotgoldes Haupt entgegen. Es ist Wilma von der Manati. Jochen ist auch dabei, beide liegen hier in der Marigot Bay vor Anker und warten auf fairen Wind auf dem Weg nach Süden. Wir verabreden uns für Donnerstag.
Zurück auf der Sunrise wird erstmal geschlemmt und dann holen wir den Anker auf und verlegen in die Grand Case. Hier ist dienstags der fish day. Ein großes Straßenfest bei dem die lokalen Fischer zum kleinen Preis ein leckeres Fischessen anbieten. Es geht zu wie auf Malle, eine Menge Touristen sind hier. Die Lokale haben Werber eingesetzt um die Touristen von der großen Konkurrenz wegzulocken.

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Wir sammeln nur die Visitenkarten, auf die es am Mittwoch ein freies Glas Champagner gibt, falls wir zum Abendessen kommen. Wir essen aber bei den Fischern. Walter zum ersten Mal in der Karibik einen halben Lobster, Fleur Scampis mit Salat und Dirk und ich Schwertfischsteak. Gleich um die Ecke ist ein Stand mit original französischen Crepes, ein Nachtischangebot, das wir nicht ablehnen können. Der Abend klingt in der Beachbar aus. (Die wo ((schwäbisch)) wir im letzten Jahr verhockt waren und zu siebt nach Marigot zurück trampen mussten.) Unsere Beachchairs stehen in der ersten Reihe und wir bekommen regelmäßig eine kostenlose Fußwäsche mit Meerwasser. Zum Trinken gibt es auch was. Für mich Painkiller! Der Schock vom Einklarieren zeigt echt nachhaltige Wirkung.

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Wir liegen an einer Boje in der Anse de Colombiers
Ehemals Privatbucht der Rockefellers (amerikanische Banker), jetzt jedoch offen für Segler, die an den wenigen Bojen die Schönheit der Unterwasserwelt genießen können. Die Privatvilla und das Strandhaus der Rockefellers ist verlassen, vergessen und dem Verfall preisgegeben. Schade drum. Man munkelt, dass hier mittlerweile auch russische Oligarchen investiert haben.
Fleur und Dirk sind fleißig am schnorcheln. Hinter unserem Schiff ist ein Seegrasfeld, dort wohnt eine große Wasserschildkröte, die nicht scheu ist und sich beim Fressen beobachten lässt.

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Fleur hat einen Rochen entdeckt und an der Nordseite der Bucht leben viele kleine Rifffische und Seeigel. Fleur überredet mich zum Schnorcheln, seither bin ich immer nur so geschwommen, dass der Kopf nicht unter Wasser kam. Jetzt kann ich halbwegs mit Flossen, Brille und Schnorchel schwimmen und das Wasser im Ohr ist gar nicht so schlimm. Das war immer meine größte Sorge. Nicht entdeckt haben wir den Ammenhai, der im letzten Jahr hier in der Bucht gelebt hat. Eigentlich hätten wir den schon gern gesehen.

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Gustavia per Pedes
Die Motorroller sind zurückgegeben, deshalb heißt es zu Fuß zu gehen. Es ist stechend heiß und wir wollen zum Shell Beach auf der Rückseite von Port Gustavia. Hier ist der Hausstrand von Gustavia. Er besteht wirklich zu 100% aus Muschelschalen, teils zermahlen, teils noch komplett. Mittendrin hat sich die Beachbar „Do Brasil“ breit gemacht und nimmt praktisch den kompletten Strand mit ihren Beachchairs, Sonnenschirmen und Sofas in Beschlag. Wir wollen Schatten, die beiden Junioren sind bereits gar gebrutzelt und deshalb geht Walter zielstrebig zur Bar um Sonnenschirme und Chairs zu mieten. Die haben echt den Schuss nicht gehört, Exklusivität hin oder her, aber 100 Euro ist uns der Spaß nicht wert. Der nette Barkeeper hat Mitleid und gibt uns den Tipp, dass wir uns auf die Sofas setzten und etwas zu Trinken bestellen sollen. Die billigste Flasche Roséwein und vier Gläser, Wasser haben wir selbst dabei. So kommen wir zu einem heiteren Nachmittag am Strand und haben zudem noch 55 Euro gespart. Wie nennt man das? Ich glaube das heißt Milchmädchenrechnung.

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Die Dinghyfahrt zurück zur Sunrise wird zum einmaligen Erlebnis, nicht nur dass die Beiden die vorne drin sitzen wieder klatschnass werden, nein, das ist tägliche Übung; Drei von Vier sehen zum ersten Mal im Leben den green flash beim Sonnenuntergang. Sekunden bevor die Sonne komplett im Meer versinkt verfärben sich die Strahlen von orange zu grün. Es ist nur ein kurzes grünes Aufblitzen und die Chancen dies zu sehen stehen gefühlt bei 1:1000. Ich hatte im letzten Jahr das Glück den green flash schon einmal zu sehen und Walter hatte mir nicht geglaubt, er meinte das sei eine Erfindung einer bekannten Biermarke ( großes Schiff mit grünen Segeln).

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Wir verlegten am Dienstag Abend von Basseterre in die White House Bay/St. Kitts.

Sunrise in der White House Bay auf St. Kitts

Sunrise in der White House Bay auf St. Kitts

Nach einer ruhigen Nacht vor Anker motorten wir am Mittwoch in bleierner See, brütender Hitze und vollkommener Flaute sieben Stunden lang nach St. Barth`. Fleur und Dirk leiden etwas unter der starken Sonneneinstrahlung (Dirk hat Bläschen auf der Haut) und Fleur hat zudem noch Insektenstiche auf der Fußsohle – eine Runde Mitleid!

Angekommen auf St. Barth` ankerten wir in der Bucht vor dem ehemaligen Fischerdorf Corossol. Mit dem Dinghy in den Port Gustavia rein ist es eine halbe Weltreise, vor allem eine feuchte. Mit Sack und Pack ging es los zum Einklarieren, zum Duschen und anschließend zum Fernsehgucken in eine Bar. Wolfsburg gegen Real, durch die Zeitverschiebung von -6 Stunden zur Kaffeezeit am Nachmittag.

Für den Donnerstag hatten wir uns zwei Motorroller reserviert. Fleur und Dirk auf weißem und Walter und Elke auf schwarzem Gerät kreuz und quer durch die Insel.

Motorroller Cruising auf St. Barts

Motorroller Cruising auf St. Barts

Nachdem die schönsten Fleckchen der Insel abgegrast und im Kasten waren, ging es wieder zurück nach Gustavia in die bereits bekannte Bar. Was war da noch? Ach ja, Dirk ist Dortmund-Fan, und klar dass wir das Europa League Spiel Dortmund gegen Liverpool schauen müssen.

Port Gustavia

St. Barth` ist keine typische karibische Insel, es ist sehr aufgeräumt und europäisch (französisch), aber gerade dies genießen wir im Moment. Es gibt Baguette – das erste genießbare Baguette seit Martinique. (Wenn man auf den ehemaligen englischen Inseln ein Baguette kauft und es mittig hält, klappen die beiden Enden nach unten und es sieht aus wie ein Hufeisen.)

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St. Kitts stand unter dem Motto „Rocking and Rolling“. Wir verließen Nevis mit dem Ziel entweder in Christophe Harbour oder in die Port Zante Marina zu gehen. Christophe Harbour ist noch under construction, obwohl bereits offiziell eröffnet. Erwünscht sind Megayachten und eine Anmeldung 24 Stunden vorher. Beides negativ. 39 Fuß, also 12 Meter, können bei engen Hafenmonövern schon mega lang sein, aber wir fallen definitiv nicht ins Segment der Megayachten. Viele andere offensichtlich auch nicht, denn es lag nur ein Segler im Hafen. Wir winkten ab und segelten weiter bis zur Port Zante Marina. Auch hier bekamen wir keinen Liegeplatz. Alles belegt, wobei nach unserer Sicht der Lage auch nur noch 3 Gastliegeplätze vorhanden sind. Alle anderen Plätze sind von Spaßkatamaranen* und einheimischen Booten belegt. Port Zante will vermutlich kein Kleinvieh mehr, sondern hat sich auf die Kreuzfahrtschiffe konzentriert. Immerhin lagen gleich vier der Kübel im Hafen. Die Aida Diva, Mein Schiff 3, Anthem of the Seas und die Regent. Die Insel wurde von geschätzten 5.000 Leuten überrollt und im Bereich des Kreuzfahrtanlegers kostete ein Milchkaffee 7 US $ – wohlgemerkt in der zollfreien Zone. Vielen Dank auch und tschüss. Wir mussten ins Ankerfeld vor dem Hafen und wurden in der Nacht durchgerollt und durchgeruckelt wie noch nie. Am nächsten Morgen wurde eine kurze Konferenz einberufen und der Entschluss gefasst, nicht noch eine weitere Rollkur in der Nacht zu machen, sondern den Tag noch im Palm Court Garden am Pool zu verbringen und den Tag zu genießen. Am späten Nachmittag wollen wir in die White House Bay verlegen. Da soll es anscheinend weniger rollig sein.
*Die vielen Spaßkatamarane dienen dazu, den Kreuzfahrttouristen ein richtiges Segelerlebnis zu bieten. Geschätzte 50 Personen drücken sich auf den Schiffen rum und werden (unter Motor mit einem Alibisegel) nach Nevis und zurück gesegelt. Welch ein Erlebnis!

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Rundfahrt mit dem Mietwagen auf Nevis
Die Reservierung für den Mietwagen hatte geklappt. Vereinbart war 60 US $ und 18 US $ Versicherung. Herausgekommen sind 116,26 US $, weil nämlich die Steuer noch dazu kam und der lokale Führerschein fürs autorisierte Falschfahren (Linksverkehr). Da wurden wir abgezockt. US $ 25,00 für die Lizenz, in Antigua kostete die Lizenz 20 East Caribian Dollars, ca. 3,50 Euro. Es gab außer Taxifahren keine Alternative und deshalb nahmen wir den Wagen und fuhren los. Unser erster Stopp sollte das Hamilton Estate sein, das wir aber mangels gescheiter Straßenkarte und fehlender Wegweiser nicht gefunden haben. Gefunden haben wir den Botanischen Garten, der mittlerweile in tailändischen Händen ist.

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Die Anlagen sind sehr schön, leiden aber etwas unter asiatischem Kitsch. Wir Vier waren die einzigen Gäste. Unsere Fahrt ging weiter zum Golden Rock Inn – der absolute Favorit für uns auf Nevis.

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Ein wunderschönes Ressort, schöner angelegt als der botanische Garten, die Gäste wohnen in kleinen Bungalows, die im großen Gelände verteilt sind. Ein Restaurant begrüßt die Gäste und bewirtet mit Frühstück, Lunch und Dinner. Yachties sind herzlich willkommen und können sich im weitläufigen Gelände frei bewegen. Ist ein Bungalow vermietet, steht ein Schild am Zugangsweg, dass die Privatsphäre gewahrt werden soll.

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Wir gönnten uns ein Lobster-Sandwich zum Lunch und genossen die exklusive Atmosphäre. Weiter ging es zum Nisbeth Beach Ressort (nur zum Gucken) und anschließend noch Richtung Nevis Piek. Fleur wollte unbedingt noch freilebende Äffchen fotografieren.

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Erste Amtshandlung am Morgen auf Nevis: Dinghyaufpumpen, über die Reling werfen und den Außenborder anbringen. Dann Dinghy-Härtetest mit 4 Erwachsenen und gefühlten 5 Beaufort ablandigem Wind. Die Strecke zum Dinghydock vor den Zoll-, Hafen-, und Einwanderungsbehörden ist weit, etwas mehr als eine Meile, also knapp 2 Kilometer. Unsere Gäste wurden vorne auf der Sitzbank platziert und fungierten als Spritzwasserschutz für Walter und mich. Die Platzwahl wurde völlig ohne Hintergedanken so vorgenommen – ehrlich.

Dinghsteg Charlestown

Man beachte den Herrn ganz links im Bild. Auch er fuhr in der Unterhose im Dinghy zum Steg und seine Frau hält kein Baguette unter dem Arm, sondern eine Waffe, die in den Zollverschluss muss.

Das Einklarieren ging anfangs recht flott. Zuerst Zollbehörde, nein wir haben weder Waffen noch Alkohol an Bord (2 Paletten Carib-Bier in Dosen zählt nicht als Alkohol – unserer Meinung nach), dann zur Immigration zum Pässe abstempeln, dann zur Hafenbehörde (Gebühr für die Mooring bezahlen) und mit der Quittung zurück zum Zoll. Nur leider hatte der nette Zöllner in der Zwischenzeit Hunger verspürt und sein Office abgeschlossen. So stand ich nun mit meiner Zettelwirtschaft vor der verschlossenen Türe. Warten ist doof und deshalb ging ich in die Ladenpassage um für Fleur ein Paar Flipflops zu kaufen. Ich war nämlich barfuß ins Dinghy gestiegen und hatte meine Schuhe an Bord vergessen. Fleur war so nett, mir ihre Schuhe zu geben, damit ich nicht stillos zu den Behörden musste. Währenddessen hatte ein anderer Zöllner das Office wieder aufgeschlossen, hat mir die Quittung für die Mooringboje abgenommen und an meine Kopie der Einklarierungspapiere getackert – das war die finale Amtshandlung und ich bzw. wir konnten uns nun frei auf Nevis bewegen. Wir liefen durch Charlestown und bekamen gefühlte zehn Angebote mit dem Taxi zu fahren, nein danke. Heute nicht und für morgen haben wir einen Mietwagen reservieren lassen. Wir sind damit einfach unabhängiger. Charlestown hat nicht viel zu bieten, wir gingen an der Strandpromenade entlang und fanden ein nettes Kaffee, das noch seinen Osterschmuck ausstellte. Die Hühner liefen frei im Garten und passten gut zur geschmückten Agave.

Ostern auf Nevis

Leider gab es kein Wasser (Trinkwasser in Flaschen) zum Cappuchino, es gab nur Bier, Smoothies, Tee und Kaffee. Dann eben zwei Bier, ein Cappuchino und ein Mangosmoothie.

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Antigua _ Nevis 46 Meilen, 7 Stunden

Achterbahn

Dirks erster Segeltag auf der Sunrise verlief nicht ganz nach seinen Vorstellungen. Der erste Eindruck war, dass Segeln nicht zu seinen bevorzugten Hobbys zählen wird. Abwarten. Zugegeben, die achterliche Atlantikwelle und 5 – 6 Beaufort Wind garantierten zwar ein flottes Vorankommen, aber auch sehr unangenehme Schiffsbewegungen. Selbst Walter sah sich an die Atlantiküberquerung erinnert. Kurzum ein Teil der Crew hat mit dem Frühstücksmüsli die Fische gefüttert. Im Schiff drinnen war Achterbahn. Am Ankerplatz vor Charlestown angekommen war erst mal Klamottensortieren angesagt. Selbst unsere Matratze in der Achterkoje war um 50 Zentimeter nach vorne gehoppelt. Die Wetterprognose hatte uns 1 Meter Welle und 4 Beaufort Wind aus Ost vorhergesagt, beides wurde ziemlich überschritten. Die Welle war das unangenehmste und kurz vor unseren Ankerplatz verdunkelte sich der Himmel und öffnete die Pforten. Klatschnass und bei knapp 7 Beaufort Wind in Böen fischten wir die Mooringboje direkt vor dem Four Seasons Resort. Zum Tagesabschluss gab es dann wohlverdient Spaghetti Sunrise und stilecht eine Runde Mexican Train Domino.