Sonntag ist Strandtag. Für ganz Cartagena. Auch für uns. Ein Taxi brachte uns rüber zur Bocagrande Halbinsel. Hier ging es zu wie auf dem Cannstatter Wasen zur Volksfestzeit. Hunderte Besucher und ebenso viele fliegende, bzw. fahrende Händler bevölkerten die Strände von Bocagrande. Kaum aus dem Taxi ausgestiegen hatten wir auch schon vier Strandliegen und zwei Sonnenschirme an der Backe. Zum Touristenpreis, versteht sich. Ein Abwehren sinnlos. Witzig war es trotzdem. Innerhalb einer Minute zählten wir vier fliegende Händler, der mit dem Wagen mit Ceviche, der mit dem Eiswagen, der mit den Tatootafeln und der mit dem gekühlten Getränken. Auch am Start, der mit dem tragbaren Grill mit irgendwelchen angekohlten Produkten, der mit den Mangos und Papayas, der mit den durchgeschretterten Eiswürfeln mit Sirup, der mit den Luftballons, der mit den „echten“ Perlenkettchen, der mit den geflochtenen Armbändchen, der mit den „echten“ Panamahüten, der mit den frittierten Teigkringeln und viele Frauen die Massagen anboten. Ebenso ist es möglich, sich komplette Menues aus der nächsten Strandbude in einer Styropor-Box direkt an den Liegestuhl liefern zu lassen.
Die supercoolen Spezialisten mit ihren Jetskis donnern im Slalom durch die Badenden und der Kollege mit dem Bananaboot-Anhänger zieht seine Runden ebenso direkt am Strand entlang.
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Santa Marta – Cartagena 120 Meilen
Mit oder ohne Stopp in Puerto Velero war die Frage. Walter war für den direkten Kurs nach Cartagena. Elke, Anni und Peer wollten in Puerto Velero eine Nacht ankern. Tagsüber baden und chillen und am nächsten Abend durch die Nacht weiter nach Cartagena segeln. Wir segelten direkt nach Cartagena. Noch Fragen?
Insgesamt hatten wir überaus faire Bedingungen. Anfangs und im Mündungsgebiet des Magdalena Rivers hatten wir eine kreuz und quer laufende Welle, aber je näher wir nach Cartagena kamen, beruhigte sich auch dies. Die Wetterwelt Windprognose war ebenfalls wieder sehr zutreffend. Passageweather und die U-Gribs sagten Flaute und welch Wunder, wir konnten mit Vollzeug bis zu Ansteuerungstonne von Bocachica segeln. Durch den Kanal von Bocagrande zu gehen trauten wir uns mit unseren 2 Metern Tiefgang nicht. Die verrückten Spanier hatten im 16. Jahrhundert kurzerhand mal die Bucht Bocagrande zugemauert. Die habgierige Flotte unter der Flagge der britischen Krone wurde hierdurch erfolgreich von der Einnahme Cartagenas abgehalten. Wirklich, eine Mauer, die nun 60 cm unter dem Wasserspiegel liegt zieht sich von Cartagenas Halbinsel Bocagrande zur Insel Tierra Bomba. Mittig ist eine betonnte 30 Meter breite Rinne mit etwas mehr als 2 Meter Wassertiefe, die von der Sportschifffahrt benutzt werden kann. Nicht von uns. Wir nahmen 14 Meilen Umweg in Kauf und nahmen die Einfahrt durch die Bocachica. Links und rechts befinden sich noch Reste von den spanischen Verteidigungsforts.
In Cartagena angekommen machten wir uns das kolumbianische Chaosmanagement zu Nutzen und nervten die Bediensteten des Club de Pesca mittels Funk und Auf- und Abfahrens so nachhaltig, dass sie uns einen schönen Liegeplatz gaben. Grins. Weil die Reservierung mittels E-Mail war zuvor abschlägig entschieden worden und auch der Anruf von Kelly aus Santa Marta brachte keinen entsprechenden Bescheid. Hartnäckigkeit zahlt sich aus. So liegen wir nun komfortabel am Steg. Können die sanitären Anlagen nutzen, zu Fuß in die Stadt und haben schlechtes WiFi.
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Tayrona Nationalpark
Wir entschieden uns für die beschleunigte Anreise. Mit dem Taxi zur Bushaltestelle und mit dem Linienbus nach Zaino. Wir schafften es kurz nach 9 Uhr am Parkeingang zu sein. Die Warteschlage am Eingang war bereits ziemlich lang. Wir waren im Vorteil, weil wir schon wussten, wie es hier abläuft. Während die Massen noch den Lageplan checkten, sprinteten wir zu den Shuttlebussen nach Canaveral und waren mit der zweiten Fuhre dabei. In Canaveral angekommen wanderten wir sofort los. Wir wollten es auf jeden Fall bis zum Capo San Juan del Guia schaffen. Nach 2,5 Stunden waren wir dort. Es hatte sich gelohnt, es ist unbeschreiblich schön.
Nicht nur das Capo sondern der gesamte Wanderweg dorthin.
Dieses Mal konnten wir uns auch Zeit lassen, weil wir beschlossen hatten, nicht nach Zaino zum Linienbus zurück zu hetzen, sondern vom Capo aus mit einer Lancha zurück nach Taganga zu fahren. So konnten wir Baden und Schnorcheln sowie in aller Ruhe die Einmaligkeit dieses Fleckchens Erde genießen.
Die Rückfahrt mit der offenen Lancha (eine Art Fischerboot) nach Taganga war ein heißer Ritt durch den Riffgürtel und über die Wellenberge. Der Bootsmann, Herr über zwei Außenbordmotoren mit je 200 PS, kannte nur zwei Stellungen seines Gashebels. Volle Kanne und Null. Er schanzte über und durch die Wellenberge, alle 35 Gäste waren klitschnass von der überkommenden Gischt. Nach einer Stunde waren wir in Taganga und froh, dass niemand Seekrank wurde. Der Taxifahrer, der uns zurück nach Santa Marta brachte, war nicht sonderlich begeistert, als er vier triefend nasse Gestalten in sein Taxi steigen sah.
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Anni und Peer fuhren für zwei Tage in die Sierra Nevada de Santa Marta, nach Minca. Gewohnt haben sie in einem typischen ecohab Rundhaus mitten im Bergwald. Sie besuchten den Pozo Azul Wasserfall mit seinen herrlich erfrischenden Badebecken
und die Victoria Kaffeeplantage.
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Ostern oder Karneval?
Diese Frage ist in der Tat nicht unberechtigt. Der Kalender sagt ganz klar Ostern, die Lautstärke der Parties um uns herum deuten eher auf Karneval.
Peer und Anni fahren morgens kurzentschlossen mit dem Touristenkatamaran los. Es wird eine Tour in die Buchten von Santa Marta angeboten. Zuerst fahren sie in Richtung Tayrona Nationalpark, dann wieder zurück, an Santa Marta vorbei in Richtung Rodadero zur Playa Blanca zum Baden.
Zurück in der Marina geht es gemäßigt weiter, zumindest was die Musik betrifft. Die Seglergemeinde schlägt zurück. Das australische Paar vom Katamaran Larrikin lädt zur Privatparty ein. Mit zwei Gitarren und improvisiertem Schlagzeug, vom Sohn der beiden bedient, werden die Klassiker der letzten 40 Jahre dargeboten. Und welch Wunder, die Kolumbianer sind hin und weg und textsicher. Sie schmeißen uns kurzzeitig die Stegparty. Offenbar geht auch Ihnen selbst das endlos Techno-Gewummer auf den Keks. Sie genießen wie wir die reelle handgemachte Musik.
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Besuch auf der Sunrise
Annika und Peer sind mit einem Tag Verspätung angekommen. In Miami gestrandet, weil ein Teil der Beamten der Amerikanischen Bundespolizei schon im Osterurlaub weilte und die Einreiseprozedur einfach zu lange gedauert hat. Der Anschlussflug war weg. So mussten sie eine Nacht im Flughafenhotel in Miami verbringen.
Erst am nächsten Nachmittag konnten sie nach Barranquilla, Kolumbien weiterreisen. Der von Kelly, der guten Seele der Marina, organisierte Abholer war pünktlich am Flughafen und brachte Anni und Peer sicher nach Santa Marta. Nach zwei Stunden Fahrt waren die Beiden auf der Sunrise angekommen. Die Nacht war laut und kurz, die Osterurlauber machen Party rund um die Uhr.
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Zurück in Santa Marta bläst es aus allen Rohren. Starkwind bis Sturm mit 40 Knoten im Hafen. Die Marina ist die totale Fehlplanung, weil sie befindet sich an der windreichsten Stelle Kolumbiens, dem Kap Horn der Karibik. Fallwinde aus der Sierra Nevada de Santa Maria knallen in die Stadt und den Hafen. Am Nachbarsteg hängt ein australischer Katamaran, es hat sich der Ausleger, an dem das Schiff festgemacht ist, vom Hauptsteg losgerissen. Das ist nicht spaßig. Mit vielen Leinen, natürlich mitten in der Nacht, wird das Schiff gesichert. Einige Kilometer südwestlich in der Nähe des Flughafens Santa Marta wäre alles wunderbar ruhig.
Wunderschön hingegen sind die Schmetterlinge, sofern man sie überhaupt vor die Linse bekommt.
Ja, jede Medaille hat zwei Seiten. Es gibt sie auch, die schlechten, beziehungsweise die nervigen Seiten. So der schwarze Sand und Kohlestaub aus dem Industiehafen nebenan, der vom Wind in alle Ritzen der Sunrise geblasen wird. Innen und außen gleichermaßen. Staubsaugen und Abspritzen täglich, am Besten mehrmals. Auch die lebensfrohen und lauten kolumbischen Osterurlauber können einem durchaus den Nachtschlaf rauben. Insbesondere die Sorte neureiche Machos mit Motorbooten mit turmhohen Lautsprechern und extrem jungen Chicas kommen bei mir in die Schublade rücksichtslos. Gut, dass hier Ostermontag kein Feiertag ist und die Osterferien vorbei sind.
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Kaffeeplantage Bosques del Saman
Der Tag begann gemütlich. Der Wecker klingelte zu normaler Zeit und Luis, heute Luis der Kaffeebauer, kam gegen 9 Uhr. Wir wurden in die Geheimnisse des Kaffeeanbaus eingewiesen. Vom Keimling bis zur Pflanze wurde uns alles gezeigt. Es dauert ungefähr 15 Monate bis die Pflanze so groß und so widerstandsfähig ist, dass sie gepflanzt werden kann. Bis dahin lebt sie im „Kindergarten“. Ausgepflanzt dauert es nochmals 18 Monate, bis die ersten Kaffeebohnen geerntet werden können.
Geerntet werden kann rund ums Jahr, weil die Kaffeepflanze an einem Zweig Blüten, grüne, halbreife und reife rote Früchte trägt. Geerntet wird ausschließlich von Hand, da die reifen Früchte sich ganz innen am Zweig befinden und die Blüten ganz am Zweigende. Der Kaffeepflücker muss also sehr vorsichtig arbeiten, damit er die Blüten am Zweigende nicht kaputt macht – das ist die nächste Ernte. Wir wurden auf einige Demo-Kaffeebäume losgelassen und durften eine halbe Stunde pflücken. Als Berufspflücker wären wir glatt durchgefallen, unser Ertrag lag bei einem Zehntel von dem eines Profipflückers. Nach dem Pflücken wird das rote Fruchtfleisch entfernt, die entsprechende Kurbelmaschine hat ein Deutscher erfunden. Wen wundert es. Danach werden die Kerne ins Wasser gelegt. Die guten sinken ab, der Schrott (unser Supermarktkaffee) schwimmt oben. Dann, getrennt nach Qualität in der Sonne getrocknet, damit sich das schlonzige restliche Fruchtfleisch entfernen lässt. Danach werden die Bohnen in einem Steintrog mit einem Bambusrohr gerührt und die Haut entfernt. Das Ergebnis sind die grünen Bohnen für den Export die in den Röstereien geröstet werden.
Hier auf der Finca wird direkt unter stetigem Rühren in Metallkesseln geröstet, bis die Kerne wie Popkorn aufpoppen und eine schöne braune Farbe haben. Auf gar keinen Fall dürfen sie schwarz werden. Die frisch gerösteten Bohnen werden von Hand gemahlen (mit einem deutschen Fleischwolf) und als Filterkaffee direkt ab der Finca verkauft. In der Tat schmeckt dieser Kaffee unglaublich gut. Ohne Zucker und Milch.
Zwei Kilo ungemahlene Bohnen sind meine. Sie gehen als Geschenk an die Freunde in Deutschland. Es darf sich gefreut werden.
Den restlichen Tag bis zur Ankunft von Don Jaime (Flughafen Shuttle) hängen wir, zum Leidwesen von Tarzan Luis, in der Hotellobby rum. Hier gibt es WiFi zum Hochladen der Bilder und Texte für die Website. Das ist wichtig. Tarzan wollte mit uns noch mittels Zip-Line durch die Kaffeeplantage schweben und über schwankende Hängebrücken eiern. Nein danke – das nicht just for fun. Wenn es sein muss, ja. Aber nicht als Lust und Tollerei.
Mit dem Transport zum Flughafen Pereira endete unser Trip in den Süden.
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Valle Cocoa und Acaima
3200 Meter sind unsere Messlatte. Gestern im Nationalpark auf der Schotterpiste mit dem Auto und heute zu Fuß. Das war nicht so vorgesehen, bzw. ich hatte das verdrängt. Luis, genannt Tarzan, holte uns früh morgens ab um mit uns ins Tal der Wachspalmen zu fahren. Einen Zwischenstopp legten wir im Dorf Filandia ein. Ein typisches Dorf dieser Region.
Luis ließ es sich nicht nehmen, uns ein zweites Frühstück zu spendierenden. Es bestand aus frittierten Empanadas aus Mais gefüllt mit Hühnchen. Für uns absolut grenzwertig, sowohl das Frittierte als auch die Füllung. Aus Höflichkeit mussten wir das zu uns nehmen. Es hat uns nicht direkt geschadet. Im Dorf Salento angekommen durften wir in einen Willy-Jeep umsteigen, der uns zum Tal der Wachspalmen brachte.
Kaum losgefahren ließ Luis den Fahrer anhalten und winkte eine hübsche junge Frau heran. Aus 200 Meter Entfernung hatte er erkannt, dass sie aus Deutschland kam und hat sie, nach kurzer Absprache mit uns, eingeladen mit uns ins Cocoa-Tal zu fahren. Wir vermuten, dass er sich etwas Abwechslung erhoffte und mit uns Alten auf der Tour Langweile befürchtete. Sein Plan ging auf, denn Sarah, entpuppte sich als außerordentlich angenehme und erfrischende Begleiterin. Drei Deutsche hasteten hinter einem kolumbianischen Toro den Rio Quindio entlang und den Berg hinauf. Über Stock und Stein, durch Lehm und Pferdescheiße. Ständig auf der Hut um nicht von wie Mehlsäcke auf Pferden hängenden Touristen, sowohl von hinten als auch von vorne, überwalzt zu werden. Nach 2,5 Stunden durch die pralle Natur, wilde Orchideen, Anthurien, Bromelien, Farne und Flechten, violett und orangefarben blühende Bäume, und nachdem wir sieben ! Hängebrücken überquert hatten kamen wir auf 2.200 Meter im Naturreservat Acaime an.
Die nächste kulinarische Herausforderung erwartete uns. Die Familie des Parkverwalters bietet in ihrer Hütte chocolate con queso nach der Art, wie es die indigene Bevölkerung seit hunderten von Jahren trinkt, als Stärkung an. Es ist eine dicke Schokoladensoße aus frisch gemahlenen Kakaobohnen mit Wasser und viel Zucker aufgekocht und mit einem Stückchen Käse, ähnlich wie Mozzarella, darin.
Wir gingen davon aus, dass dies der Ziel- und Wendepunkt unserer Wanderung sei — weit gefehlt. Tarzan Luis stieg mit uns einige hundert Höhenmeter ab um dann auf der gegenüberliegenden Talseite mit uns wieder auf 3.200 Meter aufzusteigen. So spektakulär die Natur auch ist, gegen etwas weniger Höhenmeter hätte ich nichts einzuwenden gehabt. Sarah auch nicht, zumal es zwischendurch angefangen hatte zu nieseln und Tarzan Luis sie in einen tarnfarbenen Regenmantel, der ihr bis zu den Schuhen reichte, einpackte. Widerspruch zwecklos. So begleitete uns Sarah die Waldfrau auf der letzten Teilstrecke. In der Tat war diese Strecke die schönste. Wir kamen vom Berg runter in die riesigen Flächen auf denen die palmas de cera, die vom Aussterben bedrohten Wachspalmen, stehen. Um die 65 Meter hoch und bis zu 60 Jahre alt.
Mittlerweile grasen zwischen den Palmen keine Kühe mehr, die Bauern haben erkannt, dass das Rindvieh die jungen Palmenschösslinge frisst und es so zum schnelleren Aussterben der Palmen kommt. Nun werden zwischen den Palmen Avocados angepflanzt, damit die Bauern eine Einkommensquelle haben. Eine weitere Einkommensquelle ist das Vermieten der Pferde für die Touren.
Nach 9 Stunden saßen wir wieder im Jeep der uns nach Salento brachte und Don Jaime mit dem Taxi wartete. Hier verabschieden wir uns von Sarah, die mit dem Nachtbus nach Bogota musste, da ihr Urlaub zu Ende war. Alles Gute Sarah!
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Von 7 Uhr morgens bis 10 Uhr abends waren wir unterwegs. Allein 5 Stunden hat die Autofahrt von San Agustín bis Popayan gedauert. Es sind zwar nur 130 Kilometer, aber durch den Nationalpark geht es auf der Schotter- und Schlaglochpiste nur im Schritttempo. Bis auf 3.200 Meter geht es rauf
Eine andere Verbindung nach Popayan gibt es nicht. In Popayan angekommen mussten wir feststellen, dass hier „der Papst boxt“. Alles, was irgendwie mobil war, hatte sich in der kleinen Altstadt versammelt. Es war Palmsonntag, das hatten wir nicht bedacht. Popayan ist in Kolumbien das, was Rom für Italien ist. Überall Menschen, Händler, Palmwedel, Autos und sonstige Rudelbildungen. Unser Fahrer strandete mittendrin. Um ein Haar hätten wir noch unseren Flug nach Bogota verpasst. In Bogota mussten wir 3 Stunden auf dem Flughafen abhängen bis unser Flug nach Pereira ging. In Pereira angekommen wartete ein neuer Führer, Luis, und ein neuer Fahrer, Don Jaime, auf uns. Zur Kaffeeplantage ging es nochmals 1,5 Stunden mit dem Auto. Endlich angekommen hatte sowohl die Rezeption als auch das Restaurant bereits geschlossen. Luis hatte den Zimmerschlüssel für uns. Soweit alles gut, nur nichts zum Abendessen. Zwei Dosen Bier mussten reichen. Ein kleines Problem konnte der Wachdienst lösen: Das Hotelpersonal hatte vergessen uns Dusch- und Handtücher bereit zu legen. Woher auch immer er die fehlenden Tücher besorgte, sie waren auf jeden Fall nicht aus der Wäscherei.






































