Trollhättan-Lilla Edet-Göteborg
Nach drei Nächten in Trollhättan geht’s in die Schleusentreppe mit den Schleusen 3, 4 und 5 mit einem gewaltigen Hub von über acht Metern. Sieht bedrohlicher aus als es war. Das Abwärtsschleusen ist in diesen großen Schleusenkammern nicht so stressig. Der Wasserstand sinkt kontinuierlich ohne dass Verwirbelungen oder starke Strömungen entstehen. Wir konnten die Pille von Hand mit den Bootshaken an den in die Schleusenkammer eingelassenen Leitern halten.
Nach einer Nacht in Lilla Edet, dem miserabelsten Halt ohne WC mitten in einer Großbaustelle, ging es in die sechste und letzte Schleuse auf dem Trollhättekanal. Noch vier Brücken waren zu Schaffen und dann endlich freigelassen aus der Enge und dem fremdbestimmten Motorbootfahren. Zum Ende hin im Trollhätte Kanal hat’s dann schon ein bisschen genervt, zumal uns die Jordfallbron in Bohus geschlagene 90 Minuten auf die Öffnung warten ließ und unser Plan die Öffnung der Hisingbrücke in Göteborg um 14:35 Uhr zu schaffen buchstäblich den Göta Älv hinabfloss. Die nächste Öffnung nach 14:35 Uhr wäre um 18:35 Uhr gewesen und wir wollten ja weiter nach Långedrag. Dank eines wackeren schwedischen Seglerkollegen, der den gleichen Plan hatte, haben wir die Öffnung der Brücke auf die Minute geschafft. Er hatte nämlich die Kanalzentrale angefunkt, Klartext geredet und erreicht, dass wir noch eine ganz schnelle und kurze Brückenöffnung der Marieholmsbrücken bekommen damit wir die Hubbrücke Hisingbron um 14:35 schaffen. Marieholmsbrücken weggedreht, Schwede und Pille durch und Brücke wieder zu. Punkt 14:35, unter Missachtung der Höchstgeschwindigkeit von 5 Knoten (ehrlicherweise bereits seit der vorletzten Brücke) angekommen sind wir um 14:38 unter der Brücke durchgefahren. Ende der Enge. Frei zum Segeln wann immer und wohin auch immer, je nach Wind und Laune.
Jetzt liegen wir für vier Nächte im königlichen Yachtclub in Långedrag. Am Samstag war Jazz Night im Clubhaus. Sehr schön! Leider nur 10 – 15 Zuhörer. In Göteborg City war ein großes Open Air Konzert, das hat wohl Zuhörer abgezogen.






