Segelsommer 2026 mit der SY Pille_9

Tejn-Allinge, Wanderung
Gestern mit dem Fahrrad, heute per Pedes. Eine schöne Küstenwanderung entlang der Klippen, über Klippen sowie über schöne feine Sandstrände. Nördlich von Allinge landen wir in der Bronzezeit bei den Felsritzungen. Damit diese über 3000 Jahre alten Zeichnungen auch für Laien zu erkennen sind, wurden die wohl nachgeritzt, zumindest von den Flechten befreit und mit roter Farbe nachgezogen. Schiffe, Sonnenkreuze und Fußabdrücke sind klar zu erkennen.

Petroglyphen aus der Bronzezeit, bei Allinge

Auf dem Rückweg stärken wir uns mit Smörrebröd mit Krabben und Ei. Ein Muss und absolut lecker.
Zurück im Hafen von Tejn haben wir 22.000 Schritte auf der Uhr. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass auch beschwerliche Teilstücke dabei waren.

Erkenntnisse aus unseren Ausflügen: Gudhjem hat am meisten Flair, danach kommt gleich Allinge. Tejn kann nicht viel. Beim nächsten Besuch quetschen wir die Pille entweder in Gudhjem oder in Allinge in den Hafen.

Segelsommer 2026 mit der SY Pille_8

Ystad und Simrishamn/Schweden-Bornholm/Dänemark
Nach einem kurzen Übernachtungsstop in Simrishamn liegt die Pille sicher im kleinen Hafen von Tejn an Bornholms Nordostküste. Ursprünglich wollten wir nach Gudhjem segeln. Auf dem Weg dorthin schauten wir in den Hafen von Tejn rein und fanden einen freien Platz an einer Heckboje. Planänderung, Gudhjem wird mit den Bordrädern erkundet. Der kleine Hafen von Gudhjem ist zwar viel schnuckeliger, aber dort einen Platz zu kriegen ist eigentlich unmöglich.

Unsere Ausflugsziele heute: Kunstmuseum Bornholm, Sehenswürdigkeit Helligdomsklipperne und Nordbornholms Rogeri in Gudhjem.

Kunstmuseum Bornholm


Kunstmuseum Bornholm



Insbesondere das Kunstmuseum hat uns beeindruckt. Die Stockwerke sind mit großzügigen Treppenhäusern verbunden. Durch das ganze Museum fließt in einer schmalen Rinne Wasser, auch die Treppenstufen runter. Es plätschert ganz leise, kaum hörbar durchs ganze Gebäude. Das macht zum Einen eine schöne Stimmung, zum Anderen finden die Toiletten einen regen Zulauf. Uns hatte es schon gewundert, dass uns die Kassiererin extra auf die Toiletten in den Stockwerken aufmerksam gemacht hat.
Zu der Sammlung des Museums gehören Kunst und Kunsthandwerk, die in Beziehung zu Bornholm stehen. Aktuell eine Ausstellung der in Dänemark sehr bekannten Künstlerin Kristen Ortwed. Sie gestaltete den dänischen Pavillon 1997 auf der Biennale in Venedig.

Die Helligdomsklipperne befinden sich direkt unterhalb des Kunstmuseums. Die Brandung hat die Felsenküste an der Nordostseite der Insel seit Jahrtausenden geschliffen und zu Granitsäulen und Grotten geformt. Wieder steigen wir unzählige Treppenstufen hinunter. Einige der Grotten sind begehbar. Eine Kletterpartie über Felsen und Klippen ist vonnöten. Wir verzichten, zumal dort auch extrem seltene Grottenspinnen leben sollen. Uns reicht eine Fotosession in der Bucht.

Helligdomsklipperne


Helligdomsklipperne



Insgesamt 22 Kilometer mit dem Klapprad über die hügelige Insel, das zählt mindestens Dreifach.

Segelsommer 2026 mit der SY Pille_7

Klintholm/Dänemark- Ystad/Schweden
Flotte 56 Seemeilen. Ab dem Windpark Kriegers Flak zogen wieder Gewitterwolken auf. Wir segelten mit bzw. unter den Gewitterwolken in Richtung Schweden. Ungewollt. Wir hassen Gewitter auf See. Etwas bedrohlich schien die Wettersituation schon, aber immerhin keine Blitze, kein Donner und auch kein Regen. Die Wolken zogen uns förmlich nach Schweden. Schnell waren wir, oft über 7 Knoten. Deshalb strichen wir unterwegs auch unser Tagesziel „Gislövsläge“ bei Trelleborg und zogen gleich nach Ystad durch. Angekommen, festgemacht und schon prasselten dicke Regentropfen auf‘s Deck. Vielen Dank an den Wettergott für die Rücksichtnahme. Das war’s aber dann auch schon mit der Rücksichtnahme. Vier Tage Ystad, vier Tage Regen. Temperaturen 12 Grad in der Nacht. Die Heizung lief mal wieder durch. In den Regenpausen sprinteten wir wahlweise zum WC, zur Dusche oder zum Einkaufen. Von Ystads Stars Henning Mankell (Schriftsteller † 2015) und Kommissar Kurt Wallander (Roman- und Filmfigur) haben wir im Vorbeisprinten einige Originaldrehorte aus den verfilmten Wallander Krimis gesehen. Fotos gibt’s von uns leider keine, auf Ystads Website gibt’s viele schöne Bilder.

Segelsommer 2026 mit der SY Pille_6

Kühlungsborn-Klintholm DK Stop over
Zehn Stunden. 54 Seemeilen. Lagom (schwedisch für genau richtig oder schwäbisch für geht so.)
Vorsaison in Klintholm, so viele freie Plätze – wir können uns gar nicht entscheiden. Die Entscheidung wird forciert durch die dicke fiese Gewitterwolke, die uns seit Stunden vor sich hertreibt. Wir sind gerade fest, haben die Kuchenbude aufgebaut, dann geht hier die Post ab. Aber so was von, das kann man gar nicht glauben. Dass in einer Gewitterwolke so dermaßen viel Energie drin ist. Unsere Windanzeige springt schlagartig auf 49 Knoten, entsprechen 90 km/h, Windstärke 10 (schwerer Sturm), wobei unsere Windanzeige etwas zum Übertreiben neigt. Heftig war es auf jeden Fall. Dem Nachbarlieger zerfetzt es die schlampig aufgerollte Genua. Walter geht im Schlagregen raus und hilft beim Bergen. Er wird nass bis auf die Unterhose, die Socken schwimmen in den Schuhen (er hat seine geliebten türkisblauen Groks an). Nach 20 Minuten ist der Spuck vorbei und alles ist friedlich, kein Windhauch mehr und die Sonne scheint unschuldig vom Himmel.
Am Tag 2 wieder der Klassiker: mit dem Fahrrad zu den Kreidefelsen. Dieses Mal mit den neuen bordeigenen Klapprädern. Sie sind einsatzbereit, haben sogar 6 Gänge. Wer meint, dass Dänemark topfeben ist, dem empfehle ich eine Tour mit dem Klapprad über die Insel Møn. Derjenige wird seine Meinung revidieren, es ist hügelig ohne Ende. Ich bin schon nach 8 Kilometern platt, aber jetzt kommt noch das Highlight des Tages. An den Kreidefelsen knapp 1000 Treppenstufen runter zum Strand für die Fotosession. What goes up, must come down, hier halt umgekehrt. Keine Gnade.




Kaffee gibt’s erst nach drei weiteren Kilometern, mit dem Klapprad, im Schoß Lyselund. Danach werden wir wieder von einer fiesen Gewitterwolke bedroht und müssen echt Kette geben. Wir verfahren uns zudem noch und radeln einen Umweg von gefühlten 10 Kilometern. Aber dadurch werden wir nicht nass, das Gewitter zieht grad so an uns vorbei. Zum Triathlon fehlt uns heute nur noch das Schwimmen. Das schenken wir uns. Wir gehen jetzt duschen.

Segelsommer 2026 mit der SY Pille_5

Die Pille liegt sicher im Yachthafen im Seebad Kühlungsborn. Eine nette Kulisse, die kilometerlange Strandpromenade liegt direkt vor uns. Viele Boutiquen mit maritimer Kleidung und skandinavischem Flair, dutzende Restaurants und Cafés, Fischbraterei, Riesenrad u.s.w. Der Altersdurchschnitt der Promenierenden liegt bei ca. 75 Jahren. Das liegt an der Vorsaison. Leider ist das Strandkino noch nicht aufgebaut – es ist schlicht noch zu kalt und zu nass. Wir besuchen das Kühlungsborner Kunstmuseum.

Shuji Hijiya Ausstellung Malerei, Zeichnungen aus Japan




Dass wir hier ein paar Tage verweilen liegt zum Einen an der Wetterprognose. Der Wind würde ja passen, aber Gewitter und schlechte Sicht sind auf dem Meer wirklich nicht spaßig. Das brauchen wir nicht:
Westliche Ostsee
Dienstag: Wind: Südost 4 bis 5, rasch südwest- bis westdrehend. Sicht/Wetter: Schauer oder Gewitter mit schlechter Sicht. Seegang: 1 Meter.
Mittwoch: Wind: Südwest 4 bis 5, westdrehend, abnehmend 3. Sicht/Wetter: Schauer oder Gewitter mit schlechter Sicht. Seegang: 1 Meter.
Südliche Ostsee
Dienstag: Wind: Südost um 4, südwestdrehend. Sicht/Wetter: Westteil Schauer oder Gewitter mit schlechter Sicht. Seegang: 1 Meter.
Mittwoch: Wind: Südwestliche Winde 4 bis 5, später abflauend. Sicht/Wetter: Strichweise Schauer oder Gewitter mit schlechter Sicht. Seegang: 1 Meter.

Zum Zweiten liegt es auch daran, dass in der Ostsee wieder das NATO-Manöver Baltops stattfindet. Bei schlechter Sicht wird es mit dem Abstandhalten etwas schwierig.

Screenshot


Screenshot


Screenshot

Segelsommer 2026 mit der SY Pille_4

Kiel – Orth/Fehmarn
Vier Übernachtungen in Kiel-Düsternbrook. Business as usual. Essengehen, 17.500 Schritte zu SVB gelatscht um die aktuellste* Papier-Seekarte für die schwedischen Westschären zu kaufen. Mit dem Fahrrad wäre es entspannter gewesen… Ist ja nicht so, dass wir keine Bordfahrräder hätten. Neu und original. Was für ein Akt die zusammenzuschrauben… Also bislang werden die brandneuen Fahrräder im Vorschiff zusammengefaltet durchgeschaukelt. Wird sich bald ändern.

* Bezüglich Papierseekarte kann ich berichten, dass wir gerade aus der Schleuse Hooksiel raus waren, mit Kurs Helgoland, schon kam die Küstenwache längsseits. Erste Frage: Habt ihr aktuelle Papierseekarten an Bord. Ja, haben wir selbstverständlich. Über das Aktuell gibt es Diskussionsbedarf. Unsere Karten Nordfriesland/Helgoland/Elbe bis Hamburg sind aus 2024, die elektronischen Seekarten sowohl auf dem Plotter und auf dem IPad sind tagaktuell. Das zählt nicht. Der Oberkontrolleur verzieht das Gesicht, der Adjudant ist fleißig am Nicken.
Weitere Fragen Folgen: Schiffspapiere, Funkzeugnis, Knallerschein für die Seenotraketen, Zuteilungsurkunde für die Funke..usw. Alle Papiere sind in Ordnung und können vorgelegt werden. Wir kriegen eine Verwarnung wegen der veralteten (2024!) Seekarten und dürfen weitersegeln.

Aktuell sind wir für die nächsten Tage in Orth auf Fehmarn. Das Wetter spielt verrückt. Immer wieder Gewitter und Regenschauer, dann wieder Sonne. Das war auch mit der Grund, weshalb wir vier Nächte in Kiel waren. Wir hatten keine Lust unter den Gewitterwolken zu segeln.

Hafen Orth auf Fehmarn, im Hintergrund der Leuchtturm Flügge

Segelsommer 2026 mit der SY Pille_3

Nord-Ostsee-Kanal
Zusammen mit einem Pulk von Seglern verlassen wir am Sonntagvormittag den Yachthafen Cuxhaven und lassen uns mit der Tide bis zur Brunsbüttler Schleuse spülen. Mindestens 20 Segler, eine dicke Motoryacht und ein großer Katamaran finden sich im Wartebereich ein. Es dauert 1 1/2 Stunden bis wir von dem Schleusenwärter das Go bekommen. Alte Schleuse Süd, beidseitig. Richtig blöd ist, dass an Steuerbord bereits ein Frachtschiff festgemacht hat. Der Dödel lasst seine Schraube laufen und verwirbeltes Schraubenwasser ist klar zu erkennen. Die Drängler, allen voran die Motoryacht und der Katamaran gehen am Frachter vorbei und legen sich auf die Backbordseite der Schleuse. Der Weg nach vorne ist somit dicht. Dahinter bricht leichtes Chaos aus. Die Steuerleute der restlichen 20 Segler kriegen Schweißperlen auf der Stirn und die Crewmitglieder wedeln entnervt mit den Festmacherleinen. Wir beschließen notgedrungen den Kampf mit dem Schraubenwasser des Frachters aufzunehmen, weil keiner sich dahinter legen will. Wir legen uns knapp dahinter und alles geht gut. Hinter uns passt gerade noch eine 42 HR. Auf der Backbordseite passen drei Segler an die schwimmenden glitschigen Stege. Dann werden 6er Päckchen gepackt. Alle kommen rein und es gibt keine offensichtlichen Schäden.

Packstation Schleuse Brunsbüttel

Das Auslaufen aus der Schleuse verläuft geregelt und entspannt. Den Großteil der Segler treffen wir am Abend wieder in Rendsburg beim Ruder- und Regattaverein.

Idylle im Nord-Ostsee-Kanal

Am Montagvormittag schleusen wir mit bekannten Schiffen und Gesichtern raus auf die Kieler Förde. Die Sportboote bekommen eine Exklusiv-Schleusung ohne Frachter und Tanker. Besten Dank und hallo Ostsee!
Für uns ist der nächste Stopp der Sportboothafen Düsternbrook, Becken 3. Mittlerweile ein Lieblingshafen. Zum Abendessen wird fix ein Tisch im Lagom reserviert.

Segelsommer 2026 mit der SY Pille_2

Helgoland-Cuxhaven
Wir verlassen Helgoland früh am Morgen bevor die Schnellfähren aus Cuxhaven die Massen an Tagestouristen ausspucken. Eigentlich schade, denn dann wäre endlich Leben auf der Insel, die Fischbuden und die Tax free-Läden hätten geöffnet. Hätte, hätte ….Konjunktiv ist aufm Schiff verboten. Es gibt für uns keinen Fisch, keine Krabben, keinen Knieper und schon gar keinen Hummer, kein Rum, kein Whisky, kein Bier und auch keinen zollfreien Schiffsdiesel – für die Helgoländer somit Null Cent Einnahmen. Was ist schlimmer? Die 22 € Hafengebühr gehen ja an den Bund, der Betreiber der Ostkaje des Südhafens ist.
Weshalb verlassen wir Helgoland früh am Morgen? Die Tide ist schuld. Um 12:27 Uhr ist Hochwasser in Cuxhaven, das heißt wir segeln mit dem auflaufenden Wasser mit. Müssen wir. Gegen die Tide zu fahren ist sinnlos und gänzlich spaßbefreit, also doof.

In Cuxhaven ist der Bär los. Die hiesige Seglervereinigung feiert ihr Hundertjähriges. Mit Flaggenparade, Festzelt, Livemusik und allem drum und dran. Wird ne unruhige Nacht – was soll’s.

Segelsommer 2026 mit der SY Pille_1

Unser Segelsommer 2026 startet mit Verspätung.
Die Pille war im Winterlager in der Werft Hooksiel; schön eng und kuschelig eingeparkt in der hintersten linken Hallenecke. Mitte April ließen wir sie ins Freie stellen und fuhren die 700 km nach Hooksiel um auf der grünen Wiese unser Unterwasserschiff anzuschleifen und neu mit Antifouling zu streichen. Das war’s dann fürs Erste. Die Reparatur der Hooksieler Schleuse verzögerte sich um einen Monat. Keine Chance wegzukommen. Gefangen. Keine Schleuse – kein Schifflefahren. Die Pille kam wieder in die Halle. Wir zurück nach Hause. Warten. Die Gerüchteküche brodelte, Schleusenöffnung in der Woche vor Pfingsten? In der Tat, Freitag vor Pfingsten wurden hunderte von Schiffen aus der Gefangenschaft im Hookser Meer in die Freiheit entlassen/ausgeschleust.
Wir also zurück nach Hooksiel, noch ein bisschen Wellen gemacht damit der Segelmacher die neue Sprayhood fertigstellt und der Schiffselektroniker unseres Vertrauens uns die wegnehmbaren Solarpaneelen final anschließt. Fertigstellung Donnerstag, 28.05.2026. Unsere Entlassung aus der Gefangenschaft mit der heutigen 12 Uhr Schleusung.

IMG_3363

(Bitte auf das blaue IMG3363 klicken, da öffnet sich das 1 Sekundenvideo. Hätte ein Foto werden sollen – naja die mobilen Endgeräte machen doch echt was sie wollen. Nicht wirklich, User error)

Erster Segeltag: Kurs Helgoland

Ankunft in Helgoland um 17:30 Uhr. Wir freuen uns auf ein Brötchen mit frischen Krabben oder mit Knieper (Krebsfleisch), vielleicht darf es auch eines mit Hummerfleisch und Cocktailsoße sein. Die Vorfreude wandelt sich schnell in Enttäuschung. Um 18 Uhr ist gähnende Leere auf Helgolands Touristienmeile. Alle Snackbuden dicht. Vor der bunten Kuh irren noch einzelne Segler rum, die kannst an einer Hand abzählen. Essengehen – Fehlanzeige. Ohne Reservierung geht nichts. Na dann halt nicht. Hunger haben wir trotzdem. Die schiffseigene Kombüse der Pille serviert deshalb einen großen bunten Salat, Bio-Saitenwürstle und Roggenbrot.

Helgolands Touristenmeile ist verwaist. Alle Buden zugeklappt.

Meine Hafengebühr krieg ich auch nicht los. Der Hafenmeister ist nur von 8 bis 12 Uhr da. Da sind wir schon wieder weg. Im Hafenhandbuch steht was von Barzahlung. Vor dem Hafenbüro ist kein Briefkasten mit Anmeldezettel und Kuverts für die Hafengebühr, von einem Bezahlautomat ganz zu schweigen. Immerhin steht auf der Webseite eine E-Mailadresse, da schreib ich jetzt hin und frag nach ob ich’s überweisen kann. Ich wette, ich kriege keine Antwort. Aber ich habe guten Willen gezeigt.

Nachtrag: Samstagmorgen um 7 Uhr, der Hafenmeister ist da. Ich krieg meine 22 Euro los und kann ruhigen Gewissens wieder nach Helgoland kommen.

Goodbye Helgoland

Segelsommer 2025 mit der SY Pille_30

Kühlungsborn-Burgtiefe/Fehmarn-Grauhöft/Schlei-Eckernförde
Die Zeit fliegt nur so.
Und es war Sommer… zum ersten Mal … auf diesem Törn. Seit Kühlungsborn, wie in einer anderen Klimazone. Sonne! Temperaturen zwischen 22 und 25 Grad. Wie im Urlaub.
Ausflug mit dem kostenlosen Bus in Fehmarn. Komischerweise kostet der Inselbus seit dem 01.08. nichts mehr – sinnfrei wenn die Hochsaison eigentlich schon rum ist. So profitieren halt die Bayern und die Baden-Württembergischer am Meisten. Jo mei – des hemmer verdient.
In der Schlei kriegen wir bei Scalar Yachting in Grauhöft einen Liegeplatz und Leihräder. Fast schon traditionell radeln wir nach Lindauhof zum Landarztkaffee. Es gibt wieder die „Mach-mich-platt-Torte“. Das ist die Schwarzwälder Kirschtorte mit Eierlikörspiegel. Zum Reinliegen lecker. Gut, dass wir alte Tourenrad-Krücken bekommen haben; so können wir einen Teil der überflüssigen Kalorien gleich wieder rausstrampeln.
Nach Eckernförde lockt uns das Restaurant Fischdeel. Hier sind wir auf unserem ersten Sunrise Törn mit Renate und Dieter im Jahr 2011 klassisch versackt. Renate hatte zum ersten Mal im Leben, auf Empfehlung des zuckersüßen Servierers, Labskaus probiert und war begeistert. Dieter, Walter und ich hatten lecker Fisch. Als Absacker bekamen wir auf sehr charmante Weise noch jede Menge Friesengeist serviert. Die Aussagen über die Mengen variieren.
Leider sind die süßen Jungs nicht mehr am Start. Schade. Das hatte echt verdammt viel Charme. Das Essen gestern war trotzdem lecker und auf den Friesengeist haben wir aufgrund der hohen Umdrehungszahl dieses Mal verzichtet.
Gestern war Mondfinsternis. Wir haben mit Fernglas und Handy experimentiert. Das heißt wir haben mit dem Handy durch das Fernglas fotografiert – da musst erstmal drauf kommen.