Gastbeitrag Fleur

Panama und San Blas in 18 Tagen

„Oh wie schön ist Panama“
Ein kleines Paradies mit Macken. Es sieht wohl so aus, als würden Dirk und ich vom Jamaika-Phänomen, wie ich es nenne, verfolgt werden. Wir sind meist zu Gast auf der Sunrise in Ländern, die viel Potential haben, es aber leider kaum nutzen. Panama hat eine wunderschöne Natur, eine Artenvielfalt die man sonst kaum irgendwo findet, fruchtbaren Boden und kein Wasserproblem. Leider funktioniert auf dem Festland weder der Tourismus richtig, noch wird das Potential des Bodens genutzt. Einzig der Straßenbau scheint zu florieren. Panama City hat ein wunderbar planloses, jedoch perfekt funktionierendes Busnetz. Für Fremde kaum durchschaubar. Es gibt eine App mit Routen, die ist aber leider zu nichts zu gebrauchen. Es bewährt sich, sich halbwegs durch zu fragen und mit Google Offline Maps die Strecke zu verfolgen um heraus zu bekommen, ob man richtig ist und wo man aussteigen muss. Klappt ganz gut. Es fahren Busse immer und überall hin, in alle Richtungen zu allen möglichen Uhrzeiten. Einen Fahrplan gibt es nicht. Sobald man mal kapiert hat, dass quasi alles über den Busbahnhof Albrook geht kommt man irgendwie durch. Wahrscheinlich deutlich langsamer als die Insider aber immerhin. Dirk und ich haben an unserem Letzten Tag in Panama City die Metro für uns entdeckt. Neu gebaut, modern, Klimaanlage. Eine einzige Linie und mit Fahrplan und Routenkarte. Geht doch! Es besteht Hoffnung. Linie 2 ist im Bau.
Mit Panama City selbst ist man schnell durch. Eine Großstadt mit vielen Hochhäusern und Hotels mit Slum-Vierteln gleich um die Ecke. Man hat eher den Eindruck, dass die Hälfte der Gebäude nicht bewohnt wird, oder (noch) nicht fertig gebaut wurde. Eine Skyline wie mach eine Großstadt in Amerika. Hin und wieder gibt es kleine Highlights, wo jemand mal wirklich etwas durchgezogen und schön aufgebaut und restauriert hat. Die Altstadt wird Stück für Stück renoviert. Es gibt und es entstehen neue Restaurants, Live-Musik, Kunst und schöne Läden. Hoffentlich geht das so weiter. Etwas außerhalb der Stadt findet man das Bio Museum. Ein wirklich sehr gut gemachtes Museum über Vegetation und Artenvielfalt. Es ist sehr modern aufgebaut und man merkt deutlich, dass die Mitarbeiter dort gut ausgebildet sind und über ihr Themengebiet sehrgut Bescheid wissen. Am Ende des Museums wird in einem Raum mit Kurzfilmen auf Panamas wirklich großes Müllproblem aufmerksam gemacht. Wäre vielleicht ein Ansatz alle Schulkassen hier einmal durch zu schicken. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Der Panamakanal funktioniert wie ein Uhrwerk. Schiff nach Schiff geht durch die Schleusen. Es ist beeindruckend, naja weil es eben der Panamakanal ist. Allerdings ist es auch nichts anderes als die Schleusen auf dem Neckar, nur in viel größer. Der Unterschied ist, auf dem Neckar braucht man keine extra Schleusencrew an Bord. Naja, scheint neben den Taxiunternehmen, Busunternehmen und Polizeibehörde(n) in Panama der Top Arbeitgeber zu sein.

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Altstadt von Panama City

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Altstadt von Panama City

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Linienbus

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Linienbus

Von Panama City mit der Panama Railway ging es nach Colon. Die Strecke ist wirklich sehr schön, man sieht einiges von der Natur um den Panamakanal herum. Von Colon aus ging es auf schnellstem Weg nach Puerto Lindo. Zu meiner Freude sind die Duschen in der Marina besser als angekündigt. Ich hatte mich auf das Schlimmste eingestellt. Es geht, man muss zwar schnell Duschen um nicht die ganze Kabine zu überfluten, der Abfluss ist nicht der beste, aber wir hatten schon schlimmeres.

Von Puerto Lindo aus ging es für uns endgültig in die WiFi-freie Zone, ins little Paradise den San Blas Inseln. Von den Kuna Indianern bewohnt und „bewirtschaftet“. Kleine Palmeninseln wohin man schaut, Idylle!

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Man vertreibt sich die Zeit mit Schnorcheln ums Boot rum, Barnickels vom Boot schrubben, schnorcheln, Inselchen gucken, schnorcheln, auf die Insel fahren, schnorcheln, PET Flaschen und Flip-Flops aus dem Weg schwimmen, schnorcheln, auf die andere Insel gehen, schnorcheln, Gemüse beim Vegi-Kuna kaufen, schnorcheln, andere Kuna Verkaufsboote abwimmeln (die mit den armen Lobster), schnorcheln, Molas kaufen bei Venancio, schnorcheln, Ankermanöver Kino, schnorcheln usw. Schwimmhäute und Sonnenbrand sind vorprogrammiert. Das Wasser ist aber der schönste Ort um den Tag zu verbringen, da an Deck die Temperatur gefühlt 10 Grad wärmer ist. Viele Inseln werden von Familien bewohnt, die dort für Touristen Getränke, Ketten, Armbänder oder Molas verkaufen. Bei einigen Inseln muss man eine kleine Gebühr bezahlen, um den Strand zu nutzen. Kauft man allerdings ein Getränk entfällt die Gebühr, wenn man Glück hat (auf der coolen Kuna Insel).

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Kuna Restaurant

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Kuna Fischer

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Kuna Mola Verkäufer

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Meinen Geburtstag verbrachten wir am Strand von Nuinudup „der coolen Kuna Insel“. Hier sind wir direkt mitten in den Sonntagsausflug der Kuna Familie gekommen. Nett wurden wir mit Handschlag begrüßt. Als wir die Schnorchel Maske ausgepackt haben gab es für die Kids kein Halten mehr. Die Maske wurde eingenommen. Obwohl mein Spanisch Vokabular nicht wirklich über eine Unterhaltung wie „Ich heiße…“, „ich komme aus Deutschland“ und ich spreche wenig, wenig Spanisch“ hinaus reicht, buken wir mit den Kindern den Nachmittag lang Sandkuchen, schauten nach den Fischen und Seesternen und bevor wir uns versehen sind wir mitten im Clan Ausflug integriert. Jeder hatte mal den Schnorchel auf (auch die Hälfte der Erwachsenen). Für die Kinderbetreuung, fürs Festhalten der Kinder im tieferen Wasser, gab es Bier vom Kuna Papa. Paddeln können sie irgendwie alle, richtig Schwimmen aber überraschenderweise nicht. Es war ein lustiger Nachmittag mit den netten Kunas.

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Einen Tag später waren wir auf der Insel gegenüber und die Bewohner dort sind geschäftstüchtig und unfreundlich. Dafür gibt es hier ein kleines Riff mit ein paar bunten Fischen zum Schnorcheln. Es ist hier nicht klar ersichtlich, ob das Korallenriff sich erholt (wie der Hamburger Segler behauptet, der seit 10 Jahren in San Blas dümpelt) oder ob es am Absterben ist. Es ist jedenfalls kein sehr großes Riff und die Fische rotten sich zusammen um ein paar Korallen.

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Riff

Einen Abstecher zu einem anderen Ankerplatz haben wir gemacht, konnten aber wegen dem „Hai-Moment“ und dem „Müllproblem“ nicht dort zum Schnorcheln bleiben. So ging’s wieder zur altbewährten Stelle zurück. Man kann hier beim Schnorcheln einiges entdecken. Ab und zu schwimmt ein Rochen vorbei oder ein Schwarm bunter Fische. Babysepia mit den coolen gelben Augen kann man sehen, aber seltener und eher von Deck aus, da sie sehr scheu sind. Leider hält sich die eine Schildkröte, die ab und zu an der Wasseroberfläche zu sehen ist gut versteckt. Besser ist das, denn die Kunas essen und jagen Schildkröten. Am Rumpf der Sunrise sind freundliche kleine Fische die sofort da sind, sobald der Anker gefallen ist. Am Strand findet man jede Menge Seesterne, diese sind völlig harmlos. Man soll sie nicht aus dem Wasser nehmen und nicht umdrehen. Wir lassen sie einfach in Ruhe. Die Kuna Kinder allerdings hatten Spaß daran, die Seesterne alle auf einem Haufen zu sammeln und dann zu schauen, welcher der schnellste ist, der davonkriecht. Seesterne sind zwar tiefenentspannt, mögen es aber verständlicherweise überhaupt nicht auf einem Haufen gestapelt zu werden.

Die Abende verbringen wir mittlerweile weniger mit Mexican-Train spielen, seit diesem Jahr wird mit Mama SkipBo und Uno gespielt.

Schneller als man glaubt vergehen die Tage zwischen den Inseln. Viel zu schnell ging es aus dem Palmenparadies zurück nach Puerto Lindo. Der Countdown läuft. Viel zu tun steht nicht mehr auf der Liste. Noch einen wirklich guten Abstecher zu Sandra ins Bamboo Guesthouse zum Fisch essen, Gin Tonic trinken und schlafende Kolibris gucken.
Papa muss überredet werden um mit dem Dinghy durch die Mangroven zu fahren um „mal zu gucken“ bei der Panamarina nebenan. Das entpuppte sich als kleiner Chaos-Trip, der Motor wollte nicht mehr wie wir wollten und wir paddelten durch die Mangroven. Der Vorteil: Die bunten Krebse sind etwas langsamer verschwunden als auf dem Rückweg wo der Motor wieder lief. Die Stimmung war trotzdem im Keller. Was willst machen, das Ding ist eben zickig. Echt mieses Dinghy und Motor Karma auf der Sunrise?!? Zur Strafe wird das Dinghy geputzt, weggeräumt und der Motor darf weiter zickig am Heck hängen.

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Mangroven Tunnel

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Mangroven Tunnel

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Mangroven Tunnel

Für uns heißt es jetzt leider langsam Koffer packen. Wir bleiben noch eine Nacht in Panama City im Hotel, um nicht das abenteuerliche Bus System und das Flughafen Gedöns an einem Tag zu haben. Eine gute Entscheidung wie sich herausstellt….

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Panama City

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Panama City bei Nacht

The way home. Fortsetzung folgt.

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Panama, das Ende der Fahrtenseglerwelt in der Karibik. Wer hier herkommt bzw. hängen bleibt hat entweder den Zeitpunkt verpasst an dem er nach Norden abbiegen hätte sollen, oder ist sich noch immer nicht im Klaren ob er nun durch den Panamakanal in den Pazifik will oder nicht.
Die Linton Bay Marina ist, das darf man sagen, keine Sternemarina. Besten Falls eine funktionierende Steganlage mit angeschlossenem Werftbetrieb. Es gibt ein Büro- und einen WC/Duschcontainer. Der WC/Duschcontainer ist ordentlich aufgeteilt in Mujeres und Hombres.

Sanitäre Anlagen der Linton Bay Marina

Sanitäre Anlagen der Linton Bay Marina

Mit einer Toilette und einer Dusche jeweils in einem Raum! Das heißt, wenn einer duscht geht für die anderen nichts mehr. Alles sehr gewöhnungsbedürftig. Die Dusche ein wahres Erlebnis. Den Brauseduschkopf hat es wohl weggesprengt, so hart ist der Wasserstrahl. Er drückt einen derartig gegen den Boden, dass man sich kaum auf den Füßen halten kann. Der Wasserstrahl zerschellt auf der Schädeldecke, spritzt zur Seite auf Wand, den Duschvorhang und Decke und wird von dieser reflektiert um erneut den Körper zu bespritzen. Ich dachte immer Kärcher hätte den Hochdruckreiniger erfunden, was hier aus der Wand spritzt ist mindestens genau so gut, nur leider kalt.

Wirklich schön an diesem Hafen ist der Spirit den die verschiedenen Nationen mitbringen. Es wird viel miteinander gesprochen man tauscht sich aus, der Hafen lebt bis tief in die Nacht, von wegen 22:00 Uhr ist Seglers Mitternacht, da werden die Italiener erst wach. Egal ob die oder der knarzende Fender des Nachbar, irgendetwas will einem immer am Schlafen hindern. Man fällt dann halt irgendwann ins Koma.

Fleur und Dirk fuhren heute mit dem Bus nach Panama City um morgen in den Flieger nach Deutschland zu steigen. Walter und ich verlassen spontan am Dienstag ebenfalls Panama um zurück ins verrußte Cartagena zu segeln. Wir wollen dort das Schiff einlagern und ebenfalls schnellstmöglich nach Hause zurück fliegen. Die Wetterlage hier in Panama wird uns mit den vielen Gewittern zu bedrohlich. Deshalb auch die Einlagerung in Cartagena/Kolumbien. Alles andere, hier in der Linton Bay Marina im Wasser zu bleiben, in der Panamerina auf dem Hard ohne Stromanschluss für den Luftentfeuchter/Klimaanlage, Shelter Bay Marina in Colon oder Rio Dulce in Guatemala ist für uns keine Alternative.

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Guna Yala

San Blas

San Blas

Nach 10 Tagen im San Blas Archipel sind wir zurück in Puerto Lindo, Linton Bay Marina.
Wir besuchten die Hollandes Cays, die Lemon Cays und Chichime. Aufgrund der Wetterlage mit permanenten gewaltigen Gewittern über dem Festland blieben wir ausschließlich auf den äußeren Inseln des Archipels. Das Paradies hat ohne die rosarote Brille doch einige Macken. In Chichime war es uns zu voll und der Ankerplatz außerhalb des Chichime-Flaschenhalses aufgrund der beständigen Südwindlage zu unsicher. In den Hollandes-Cays, im sogenannten Swimmingpool, schnorchelte Fleur gerade die Lage des Ankers ab, als ein ca. 2,5 Meter langer Hai genau nachschauen kam, was da jetzt neu in seinem Revier ist. Da wir nicht wussten, ob es ein harmloser Ammenhai oder ein nicht so harmloses Exemplar war, beorderten wir Fleur schleunigst aus dem Wasser. Danach hatte niemand mehr Lust auf Swimmingpool. Am nächsten Tag brachte uns der Südwind jede Menge Müll (Plastikflaschen – und tüten, verfaulte Früchte, gammeliges Stinkzeugs mit Seegras, Badelatschen, u.v.m.) sodass wir den Swimmingpool verlassen mussten. Auf Banedup, einer der Inseln die den Swimmingpool umschließen, sollen Krokodile leben. Wir haben jedoch keines gesehen, was wir aber hatten waren tausende Stechmücken. Natur pur eben.
Wir zogen uns zu den Lemon Cays zurück und ankerten weiter draußen, wo die Strömung für Wasseraustausch sorgt.

San Blas

San Blas

San Blas

San Blas

San Blas

San Blas

Hier hatten wir glasklares Wasser in Badewassertemperatur. Laut unseren Instrumenten 36,5 Grad. Kaum zu glauben. Wir sahen viele Seesterne, Rochen, eine einsame Wasserschildkröte und im Flachwasser vor den Inseln bunte kleine Fische und schwarze stachelige Seeigel. Beim Schnorcheln mussten wir feststellen, dass die Riffe bzw. die Korallen tot sind. Vereinzelt bilden sich neue Flecken mit 50 – 70 cm Durchmesser, die bereits von bunten Nemos bewohnt werden. Ein Tropfen auf den heißen Stein.

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Korallen

Korallen

gepunkteter Adlerrochen

gepunkteter Adlerrochen

Die Kunas, Bewohner der Inseln, sind ausgesprochen freundlich aber auch geschäftstüchtig. Teilweise sprechen sie einige Wörter Englisch, sodass mit spanisch-englischem Kauderwelsch eine leichte Unterhaltung möglich ist. Wir haben einen neuen Freund, Venacio, Molamaster. Fleur hat ihm noch zwei Molas abgekauft. An unserem letzten Abend kam er mit seinem Kanu extra nochmals vorbei, um small Talk zu halten und Fleur und Dirk eine gute Heimreise zu wünschen.

Die Palmeninselchen werden von Kuna-Familien gepflegt und wechselweise bewohnt. Beim Anlanden mit dem Beiboot findet man ein Schild, dass Besucher gegen die Gebühr von 2 US $ willkommen sind. Kauft man jedoch ein Kaltgetränk oder eine Mola, bezahlt man nichts. Eine unfreundliche Ausnahme, mit 3 US $ pro Person und übel gelaunter Kunafrau hatten wir auch. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Kuna Haus mit Mola-Verkauf

Kuna Haus mit Mola-Verkauf

Die Versorgung mit Fisch, Pulpo, Lobster und Krabben klappte im Überfluss. Ständig kamen Jungs im Kanu vorbei und präsentierten ihren Fang. Mangels großem Topf durften die Lobster überleben, kurzfristig. Die Pulpos mangels Kenntnis der Zubereitung ebenso. Zwei bis drei Mal in der Woche kommt der Vegi-Kuna mit einer Lancha voll mit frischem Gemüse, Getränken und Eiern. Die Preise sind zwar gesalzen, Service kostet eben. Hungern braucht niemand. Einzig die Versorgung mit Brauchwasser wurde kritisch, nach 10 Tagen spülen und duschen zu viert war der Frischwassertank leer.

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Panama City – Colon
Panama Railway Company.

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Dieser Zug mit Panoramawagen für die Touristen ist vermutlich das einzige Transportmittel mit Plan. Mit Fahrplan. Pünktlich um 7:15 Uhr fährt der Zug ab.
Aber um zur Corozal Passenger Station, gleich hinter dem Flughafen Albrook an der Straße zur Miraflores Schleuse zu gelangen müssen die Zugfahrwilligen gute Nerven zeigen. Morgens, vor dem Aufwachen, eine Herausforderung. Die Vermieterin des Appartements winkte gleich ab, als wir sie baten, für uns ein Taxi für 5:30 Uhr morgens zu bestellen. Taxi, das klappt nicht. Nehmen Sie Uber. Dank blitzschnellem Internet (ja, in Panama City flutscht das nur so, da müssen ja auch die diversen „Papers“ mit Hochgeschwindigkeit durchs www gejagt werden) wird die Uber App auf Mobil geladen und das Fahrzeug bestellt. Die Bestätigung kommt, mit dem Hinweis, dass bis zu einer halben Stunde vor Fahrtantritt die Bestätigung widerrufen werden kann. Und es kam, wie es kommen musste. Um 5 Uhr war eine Nachricht eingegangen, wir sollen die Zahlungsdaten nochmals vervollständigen. Auswahlmöglichkeiten: Barzahlung, Kreditkarte etc. Wir wollten Barzahlung. Kosten um die 7 US $. Die wollten ihre Auswahl Barzahlung nicht durchbestätigen, wir wollten keine Kreditkartendaten rausrücken. Also nix mit Uber. Mit viel Gepäck ziehen wir los und bollern über die Pflastersteine der Altstadt. Das erste Taxi fährt vorbei, uns ignorierend. Das zweite hält, will uns aber nicht nach Corozal fahren. Wir ziehen weiter. Die Ave. Central entlang. Walter sieht vor dem Hotel Central ein Fahrzeug mit lässig angelehntem Fahrer. Den spricht er an, und siehe da, er wird uns fahren. Er hat zwar keinen Plan wo die Corozal Passenger Station der Panama Railway Company ist, aber als wir ihm klarmachen, dass wir nach Albrook müssen, ruft er einen Preis von US $ 20 aus. Fleur ruft von hinten: Gestern war es aber noch 10 US $. Wir einigen uns auf 15 US $. Der Fahrer schickt noch eine Nachricht an seinen Chef, dass er kurz weg ist und Fleur navigiert den Fahrer mittels Mobilphone App zur Stadion. Nun kennt er das auch.
An der Panama Railway Station angekommen ist noch alles dunkel. Aber der Zug ist da. Gutes Zeichen. Nach und nach trudeln die Mitarbeiter ein und die Station erwacht. Der Zugführer kommt mit dem dicksten Auto, er ist ja auch die wichtigste Person. Anders als bei Uber funktioniert hier die Bezahlung der Tickets (4 x 25 US $) nicht mit der Kreditkarte sondern heute nur mit Barzahlung. Insgesamt wollen 15 Passagiere mit nach Colon fahren, das rechnet sich wirklich nicht. Entsprechend demotiviert ist das Begleitpersonal. Licht wird nur in einem Panoramawagen gemacht, dafür die Klimaanlage auf Tiefkühlung gestellt. Der Kaffee wird im Pappbecher lieblos serviert und die Snackbox dazu gelegt. Das Frühstück kommt völlig überraschend für uns, ist aber wohl Fahrpreis inkludiert. Frühstück um Viertel nach Sieben: 1 kleines Päckchen Rosinen, ein Minipäckchen Kartoffelchips, ein Minipäckchen geröstete Erdnüsse, ein Minipäckchen Kekse und ein Honigbonbon. Danach haben die Zugbegleiterinnen, die eigentlich die Bar bedienen Feierabend. Man findet sie im abgedunkelten Wagon weiter hinten am Handy wieder. Sie grüßen freundlich, wenn man an ihnen vorbei geht um auf der Plattform draußen Fotos zu machen.

Panama Railway

Panama Railway

Die Fahrt dauert eine Stunde und geht immer am Panama Kanal entlang. Miraflores Schleusen, Pedro Miguel Schleusen, durch den Summit Naturpark und Gamboa Rainforest, über den Rio Chagres, auf einem Damm durch den Gatunsee, zur Gatun Schleuse und endet in Colon. Beindruckend ist die Fahrt über den Damm. Links und rechts vom Damm ist Wasser bzw. Sumpfgelände. Viele Wasservögel zeigen sich, leider kein einziges Krokodil. Der Zug ist einfach zu laut und zu schnell. Von den Schleusen ist wenig zu sehen, dafür ist die Zugfahrt nicht geeignet.

Blick Richtung Gatunsee

Blick Richtung Gatunsee

In der Gatun Schleuse liegt ein Norwegisches Kreuzfahrtschiff – das war es.

Alte Gatunschleuse

Alte Gatunschleuse

Vor Colon fährt der Zug entlang einer riesigen Müllhalde mit tausenden von schwarzen Vögeln. Ein Anblick der gut auf die Stadt Colon vorbereitet, zumindest auf den Stadtteil in dem die Bahn hält.

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Den Hinweisen entsprechend laufen wir auch nicht mit unserem Gepäck zur Busstation. Der Reiseführer schreibt “versuchen sie nicht wie ein Tourist auszusehen”. Leichter gesagt als getan mit drei Reisetaschen und einem Rucksack pro Mann. Wir nehmen ein Taxi. US $ 8,00 für eine kurze Fahrt durch das Bahnhofsgelände und zwei Mal rechts abbiegen zum Busterminal. Der Taxifahrer warnt uns eindrücklich vor der Kriminalität und betet windmühlenartig seinen Text von der Sicherheit im Taxi. Wir fahren trotzdem mit dem Bus! Und zwar mit dem ersten der nach Portobelo fährt. Die Musikdröhnung hält sich in Grenzen und wir kommen ohne Pfeifen in den Ohren in Portobelo an. Schnell noch bei Rico + Rico Zimtschnecken geholt und dann zur Bushaltestelle um auf den Bus nach Puerto Lindo zu warten. In der Marina Puerto Lindo angekommen ist alles in bester Ordnung. Die Sunrise liegt seegrasumspült am Steg und wartet.

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Was ist ein Buslinien Verzeichnis? Gibt’s nicht, nie gehört, kriegen wir auch nicht hin. Zumindest wissen wir, dass alle Buslinien über Albrook fahren und unsere nächste Busstation vom Casco Veijo aus, die Stadion 5 Mayo ist. Unser heutiger Plan, mit dem Bus zum Biomuseum zu fahren hat funktioniert.

Biomuseum

Biomuseum

Wir sind angetan von der Architektur. Kein Wunder, wurde das Museum doch von Frank Gehry, dem Architekten des futuristischen Guggenheim-Museums in Bilbao/Spanien, geplant. Das Thema des Museums ist die Biodiversität von Panama mit beiden Ozeanen und seinen Regenwäldern. Es gibt verschiedene Säle mit modernen Multimedia-Installationen und, oh Wunder, einen Audioguide in Englisch. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Im Ankerfeld, gleich um die Ecke, nahe der Isla Flamenco sehen wir zwei deutsche Yachten, die Atanga, deren Blog ich seit langem verfolge und eine Yacht aus Hooksiel, unserem Heimathafen.

Auf dem Heimweg geraten wir in eine Parade mit vielen schönen Tänzerinnen, Bläsern und Trommlern. Den Grund für die Parade durch die Fußgängerzone der Ave. Central konnten wir nicht herausfinden. Laut und lustig war es.

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Panama City

Panama City

Panama City

Pamana City

Pamana City

Puente de las Americas

Puente de las Americas

Mittlerweile finden wir uns in Panama über Land und um Panama City herum gut zu recht. Walter steuerte den Mietwagen souverän durchs Verkehrschaos. Die Straßen-Navigation läuft mittlerweile über unser ältestes Tablet, das wir als 3. Back Up dabei haben. Es hat eine prepaid Karte von einem deutschen Billigdiscounter drin und bringt zuverlässige GPS Positionen. Das Problem wäre also gelöst und gegen das chaotische Rumgegurke der Lokals hilft nur ein defensives Fahren.
So kommen wir unbeschadet von der Karibikküste rüber an die Pazifikküste. Fleur und Dirk kommen zu Besuch und der KLM Flieger landet pünktlich am Tokumen International Airport. Unser Appartement für die nächsten drei Tage liegt mitten im Casco Veijo von Panama City. Viele Bars und Restaurants sind um uns – freie Auswahl. Wir genießen es. Die Nacht wird kurz, weil wir unser Auto gegen 12 Uhr in Tokumen abgeben sollen und zuvor noch unbedingt über die Brücke de las America fahren müssen. Ein kurzer Fotostopp beim Mirador und bei der nächsten Ausfahrt wieder runter und zurück im Schritttempo über die Brücke in Richtung City und Airport. Rechts unter der Brücke ist das Ankerfeld vor dem Balboa Yachtclub gut zu erkennen.
Die Rückfahrt vom Flughafen ins Zentrum mit dem Metrobus zieht sich. Mitten im Wolkenkratzergewimmel befindet sich das Hardrock Café, wo wir einen kurzen Stopp einlegen. Weiter geht es mit dem Bus nach Albrook und von da aus mit dem Bus zur Miraflores Schleuse ins Besucherzentrum. Am Nachmittag wird in Richtung Pazifik geschleust und in der Schleuse entdecken wir die Segelyacht “Easy”, die wir in Santa Marta/Kolumbien und in Puerto Lindo getroffen hatten. Alles Gute für die Weiterreise auf dem Stillen Ozean!

Panama Kanal

Miraflores Schleuse  Die "Easy" wird im Doppelpack geschleust

Miraflores Schleuse
Die “Easy” wird im Doppelpack geschleust

Easy beim Schleusen

Easy beim Schleusen

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Tag 2 unserer Mietwagentour war schon nicht mehr ganz so chaotisch. Das lag daran, dass wir uns nur außerhalb von Panama-City bewegten.
Ganz umsonst, nur um eine Nacht am Rio Chagres zu übernachten, wollten wir nicht nach Gamboa gefahren sein. Wir buchten im Gamboa-Rainforest-Resort einen Ausflug zum Wildlife-Rescue-Center. Wir nahmen 42 US $ in die Hand und schlossen uns einer geführten Tour an. Seltene Orchideen werden dort gepflegt und gehegt. Selbst die Vanille-Pflanze, ebenfalls eine Orchideengattung, jedoch in Panama nicht heimisch, wächst dort. Es gibt eine große Schmetterlingsvoliere mit allen in Mittelamerika heimischen Schmetterlingen. Ein künstlicher Tümpel mit verschiedenen Pfeilgiftfröschen. Eine Pflegestation für verletze Wildtiere. Faultiere, Greifvögel, ein Wildkatzen-Junges, 9 Monate alt und eine einjährige Ozelot-Katze werden gesund gepflegt und hoffentlich wieder in die freie Natur entlassen.

Gamboa Wildlife Rescue Center

Gamboa Wildlife Rescue Center

Gamboa Wildlife Rescue Center, Schmetterlingshaus

Gamboa Wildlife Rescue Center, Schmetterlingshaus

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Rainforest, roter Pfeilgiftfrosch

Rainforest, roter Pfeilgiftfrosch

Rainforest, grün-schwarzer Pfeilgiftfrosch

Rainforest, grün-schwarzer Pfeilgiftfrosch

Pfeilgiftfrösche, 1 bis 2,5 cm groß

Pfeilgiftfrösche, 1 bis 2,5 cm groß

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Colibri1

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Im Anschluss daran stand der 40 Meter hohe Canopy-Tower, der sich im Soberania Nationalpark befindet, auf unserem Plan. Drei schweißtreibende Kilometer liefen wir durch den Regenwald hoch auf den Aussichtshügel mit dem Turm. Dort angekommen fanden wir ein umzäuntes Gelände mit Aussichtsturm, umgeben mit Stacheldraht und Kameras. Nachdem ich mir die Freiheit genommen hatte, einfach auf die Klingel am Tor zu drücken, richteten sich alle Kameras auf uns und ein Palaver durch die Sprechanlage begann. Schließlich hatte man drinnen ein Einsehen mit den zwei bekloppten Deutschen und schickte eine junge Amerikanerin an den Zaun. Sie erklärte uns, dass wir uns illegal auf den Weg gemacht hätten, weil dieses Gebiet nur mit Voranmeldung und Einholung einer Genehmigung per E-Mail betreten werden darf. Das hatten wir ja schon beim Aerial Train, nur dass die E-Mails nie beantwortet werden, was, wie wir jetzt wissen einem negativen Bescheid entspricht. Da wir also keine E-Mail-Antwort vorweisen konnten und auch nicht mit einer geführten Gruppe des XY-Tourveranstalters gekommen waren, blieb für uns die Türe zu! Nichts mit dem Rundumblick auf den Panama-Kanal und den Pazifik.
So fuhren wir mit dem Auto am Kanal entlang. Zuerst zur Pedro-Miguel-Schleuse und dann zum Miraflores Besucherzentrum. Kurz vor dem Erreichen der Stadtgrenze von Panama-City drehten wir um und fuhren zurück nach Puerto Lindo.

Panama-Kanal bei Gamboa

Panama-Kanal bei Gamboa

Panama-Kanal, Petro-Miguel-Schleuse

Panama-Kanal, Petro-Miguel-Schleuse

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Gamboa Rainforest Resort

Gamboa Rainforest Resort

So eine Enttäuschung! Ich wollte Walter unbedingt die schöne Seite von Panama zeigen und seine (Vor)-Urteile widerlegen. Hat nicht ganz geklappt. Schade!
Nachdem wir in den traumhaften San Blas Inseln angekommenen waren, konnte nichts, absolut nichts mehr mithalten.
Nicht das rotte und vermüllte Puerto Lindo (Ausnahme Bambu Guesthouse von Sandra und Bert mit vorzüglichem Essen).
Nicht die Casa X vom Holländer Hans, die hier der Fairness halber unbewertet bleibt.
Genau so wenig wie das modrige Portobelo (Ausnahme Rico + Rico, Italienische Bäckerei mit schwäbischen Schneckennudeln [Rosinenschnecken]).
Also musste eine Alternative her. Über eine Woche habe ich genervt, bis Walter bereit war, einen Mietwagen zu nehmen. Schon alleine an den Mietwagen zu kommen, war ein richtiger Akt. Es sollte nicht so ein halblegales Fahrzeug von Privat sein, nein, wenn schon, dann über eine internationale Autovermietung mit vollem Versicherungsschutz und ohne Selbstbeteiligung im Schadensfall. Das gibt es nur am internationalen Flughafen Tocumen bei Panama City an der Pazifikküste. Also stiegen wir an der Karibikküste in Puerto Lindo um 6:15 Uhr in den Bus, fuhren bis Sabanitas, stiegen dort in den Bus nach Panama City, Busbahnhof Albrook, kauften wir eine aufladbare Buskarte, den RapiPass, und fuhren mit dem Metrobus 30 Kilometer hinaus zum Flughafen Tocumen. Knapp über sechs Stunden waren bis dahin ins Land gegangen. Die Übergabe des Mietwagens ging professionell. Trotz Straßenkarten und Maps me fanden wir aber unseren Weg nicht. Die lokale SIM Karte von Digicel geht zwar zum Telefonieren und für WhatsApp, bringt aber nachhaltig keine GPS Daten für die Navigation rein. Also Kartenlesen. Es gibt durchaus Straßenkarten, diejenige vom Reiseführer und die vom Mietwagenverleiher. Die sind ziemlich wirkungslos, wenn es keine gescheiten Straßenschilder und mehr angefangene Baustellen als durchgehende Straßen gibt. Gefühlte zwanzig Mal mussten wir alleine schon im Umkreis von fünf Kilometern um den Flughafen rum umdrehten. Mal wurden wir zurück, mal nach links, mal nach Süden, mal nach Norden geschickt. Zuletzt habe ich im Stau einen Taxifahrer angehalten und nach dem Weg zum Corredor Norte gefragt. Wir waren fast richtig, mussten nur noch ein Mal umdrehen. Durchatmen! Den Abzweig Richtung Puente Centenario (Brücke über den Panama Kanal)/Gamboa haben wir auf Anhieb getroffen, nicht jedoch die Ausfahrt nach Gamboa. Weil wieder nichts, absolut gar nichts angeschrieben war. Dass wir falsch waren merkten wir zwar sofort, als wir über die Brücke fuhren, weil wir hätten vorher rechts abbiegen müssen. So fuhren wir eben zwei Mal über die Brücke um anschließend widerrechtlich über einen Mittelgrünstreifen zu wenden, damit wenigstens die Richtung wieder passte. Und siehe da, wie aus dem Nichts tauchte ein Schild „Gamboa 9 Km“ auf, das kann man gar nicht glauben!
Das Gamboa Rainforest Resort haben wir in Rekordzeit, nur ein Mal in Gamboa umdrehen, gefunden. Der ultimative Frust kam bereits an der Rezeption. Schleppend war man bereit, das über Booking.com gebuchte Zimmer raus zu geben. Zwei Personen waren von Nöten, die Reservierung im Computer überhaupt zu finden. Der eigentliche Grund, weshalb wir hierher kamen lag nicht an der Nähe zum Panama Kanal, sondern darin, dass hier Regenwald-Exkursionen und eine Fahrt mit einer Seilbahn durch den Regenwald angeboten werden. Um das Angebot anzunehmen ist eine Übernachtung unumgänglich, es sei denn, man hat ein Hotel in der Umgebung. Wir hatten demzufolge das Doppelzimmer über Booking, die Fahrt mit der Seilbahn und die Exkursion für den nächsten Morgen um 9:30 Uhr direkt beim Resort per E-Mail reserviert. Nur leider war die E-Mail unbeantwortet geblieben. Walter unkte schon, dass es von der Seilbahn nur noch die Bilder im Internet gibt — er sollte leider teilweise recht behalten. Die Seilbahn wird gerade in Stand gesetzt und soll am 15.5. wieder in Betrieb gehen. In welchem Jahr? Leider nichts mit dem Abbau von Vorurteilen. Die Panamaneser sind unzuverlässig und nur auf den eigenen Vorteil aus. Wir arbeiten weiter dran, dies zu widerlegen. Nächste Chance hat das Apartment in Panama Viejo wenn Fleur und Dirk kommen.
Zum Zimmer im Gamboa Rainforest Resort ist zu sagen, dass es trotz Klimaanlage und Luftentfeuchter modrig riecht. Klimaanlage und Luftentfeuchter wurden wohl erst angeworfen als wir ankamen, das Display auf dem Entfeuchter zeigte 75% Luftfeuchte. Wir müssen es uns schön trinken. Und hinterher werde ich zum ersten Mal überhaupt eine entsprechende Bewertung einstellen.
Aber das WiFi funktioniert – ist ja auch was.

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Nachtrag: Der Swimmingpool ist schön. Im Urlaub kann ich schon mal einen halben Tag am Pool abhängen – kein Problem.

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Linton Bay Marina

Linton Bay Marina

Seit Freitag sind wir legal in Panama eingereist. Mit dem öffentlichen Bus ging es von der Linton Bay Marina nach Portobelo zur Immigrationsbehörde. Die öffentlichen Busse sind alte ausgemusterte amerikanische Schulbusse, die farbenfroh angepinselt wurden. Innen sind sie noch im Originalzustand – also versifft und verratzt.

Linienbus nach Portobelo

Linienbus nach Portobelo

Die Immigration läuft nach amerikanischem Muster ab. Der Pass wird eingescannt, das Passfoto wird mittels Kamera mit dem des Bittstellers verglichen. Der Bittsteller (immer schön höflich und mit sauberen Klamotten) darf auch seine Fingerabdrücke abgeben. Nicht nur Zeigefinger und Daumen, nein, volles Programm. Alle zehn Finger. Wenn alles soweit passt, gibt es einen Stempel in den Reisepass und der Bittsteller darf sechs Monate in Panama bleiben. Bis zur Rückfahrt des Busses konnten wir uns noch in Portobelo umsehen, einen leckeren Cappuccino beim Italiener trinken, Empanadas essen und uns um eine lokale SIM Karte fürs Mobil kümmern.

Portobelo

Portobelo

Portobelo  Überreste des spanischen Verteidigungsforts

Portobelo
Überreste des spanischen Verteidigungsforts

Portobelo: War vielleicht im 16. Jahrhundert belo/schön als die Spanier eingefallen waren und die Stadt und das Verteidigungsfort gegründet hatten. Aber heute ist alles ziemlich rott und modrig. In der Ankerbucht liegen immer noch abgesoffene und halb abgesoffene Schiffe vom Hurrikan von vor zwei Jahren. Keiner kümmert sich drum. Die Ankerlieger ankern eben mit Sicherheitsabstand zu den Hindernissen. Nicht wirklich schön. Ganz zu schweigen vom Müll, den die Karibische See anschwemmt. Panama ist Sackgasse. Ende Karibik.

Ankerlieger in der Bucht von Portobelo

Ankerlieger in der Bucht von Portobelo

Cappuccino: Bei Rico + Rico gibt es den leckeren Cappuccino und auch italienisches Brot sowie gutes Wifi.

Linton Bay Marina: Hier liegt die Sunrise sicher am Schwimmsteg. Die Schwimmstege sind neu, von einer schwedischen Firma gebaut, die sich darauf spezialisiert hat. Es gibt Strom und Wasser für jeden Liegeplatz. Das ist richtig gut. Nur leider endete der Auftrag an die Schweden mit dem Übergang zum Land. Zwei Schritte vom Steg runter und frau steht im Matsch. Die Duschen und WCs, immerhin je zwei für geschätzte 100 Kunden, sind immer noch provisorisch in Containern untergebracht. Ich weiß nicht wie ich das finden soll. Eine gute Kritik gibt es hierfür definitiv nicht. Vielleicht, wenn’s gut läuft, wird das Projekt ja mal fertig und sieht annähernd so aus wie im Internet.

Linton Bay Marina

Linton Bay Marina

Linton Bay Marina

Linton Bay Marina

Die Verpflegung mit Wasser, Obst und Gemüse ist sehr gut. Drei bis vier Mal in der Woche kommen die Verkäufer mit den Lieferwägelchen und bringen frische Ware vom Großmarkt. Ebenso gut ist die Bar und Kneipe auf einem Schwimmponton in der Marina. Es ist jeden Tag rappelvoll. Man muss rechtzeitig dort sein, sonst kann es durchaus sein, das bereits alles weggefuttert ist.

Marina Restaurant

Marina Restaurant

Die Versorgung mit Wifi in der Marina funktioniert nicht zuverlässig und schon gar nicht wenn es regnet. Regnen tut es hier oft.

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Panama_1

Kuna Yala Archipel

Banedup/Eastern Hollandes Cays

Banedup/Eastern Hollandes Cays

Seit drei Tagen sind wir in Panama. Aktuell noch illegal, da wir auf dem Weg zum Einklarieren in Puerto Lindo die unwahrscheinlichen Inseln des Kuna Yala (San Blas) Archipels nicht einfach links liegen lassen konnten. Die Bilder in der Realität toppen alles was in Büchern und im Internet zu sehen ist. Es ist unbeschreiblich. Unser erster Ankerplatz war in den Eastern Hollandes Cays, vor Banedup. (Eric Bauhaus-Karte Nr. 7-11).
Hollandes Cays (14)

Eastern Hollandes Cays

Eastern Hollandes Cays

Hier gefiel es uns so gut, dass wir gleich zwei Tage blieben. Begrüßt wurden wir von einer Kuna-Delegation, die fürs Ankern US $ 10,00 kassierte. Am zweiten Tag kam der Kuna Victor mit seinem Kanu angepaddelt und hieß uns herzlich willkommen und schenkte uns drei Avocados. Bald darauf kam ein Boot mit dem Master-Mola-Maker Venancio von Isla Maquina (Murmake Tupu, Mola-Macher Insel). Eine Mola zu kaufen hatte ich auf jeden Fall auf dem Plan, aber er präsentierte uns körbeweise Molas im traditionellen Stil und auch welche, die speziell für die Touristen angefertigt wurden. Die Touristen-Molas mit den Papageien-Motiven ließen wir gleich wieder wegpacken. Was blieb, war ein riesiger Berg mit traditionellen Molas. Eine schöner wie die andere. Walter half beim Auswählen und das Ergebnis war, dass Venancio mit uns das Geschäft des Tages machte und acht Molas verkaufte. Es soll ihm gut tun!

Alles Mola oder was?

Alles Mola oder was?

Noch mehr Molas

Noch mehr Molas

Am dritten Tag segelten wir immerhin 11 Meilen weiter Richtung Einklarierung und warfen in den Eastern Lemmon Cays, wieder vor einem Banedup den Anker. (Eric Bauhaus Karte 7-03). Hier ist es eindeutig belebter, es werden Besucher mit Lanchas (offene Fischerboote mit Außenbordmotoren) zum Baden und Schnorchel herangebracht. San Blas Amazing Tours.

San Blas Amazing Tours

San Blas Amazing Tours

Eastern Lemmon Cays

Eastern Lemmon Cays

Begrüßt wurden wir vom Obst- und Gemüseverkäufer, seine Runden durchs Ankerfeld zog. Verpflegung mit Obst und Gemüse scheint kein Problem zu sein. Wie immer ist Trinkwasser ein Problem. Gestern schenkten wir Victor 5 Liter Trinkwasser. Wir können ja bald nachkaufen. Er nicht.

Eastern Lemmon Cays

Eastern Lemmon Cays

Eastern Lemmon Cays

Eastern Lemmon Cays