USA 2023 Yosemite Nationalpark

Wilder Westen

Nach einem Übernachtungsstop in Independence/Bishop fahren wir weiter zu unserem letzten Nationalpark, dem Yosemite. Einen Zwischenstopp machen wir bei den Mammoth Lakes (Ostseite des Yosemite Nationalpark) um den Sherwin Lakes Trail zu laufen. In Mammoth Lake City liegen immer noch die Schneeberge vom Schneeräumen neben der Straße und zwischen den Häusern. In diesem Winter hat es Unmengen an Schnee in der Sierra Nevada, California gehabt. Selbst jetzt Mitte Juni liegt anscheinend noch 267 % der sonst zu dieser Zeit üblichen Schneemenge.

Sherwood Lakes

Sherwood Lakes Trail

Zu unserer nächsten Unterkunft müssen wir deshalb einen weiten Umweg fahren, da der direkte Weg über die #120, der Tioga Pass, wegen der noch vorhandenen Scheemassen gesperrt ist. Geräumt ist die #108, der Sonora Pass, mit beachtlichen Schneebergen am Straßenrand.

#108, Sonora Pass

Am Mittwoch ist Yosemite Tag. Anscheinend nicht nur für uns. Es geht zu wie auf der Wiesn, dem Cannstatter Wasen und dem Weihnachtsmarkt zusammen; das kann man gar nicht glauben. Alle Parkplätze sind überfüllt, Stau im ganzen Yosemite Valley.

Yosemite National Park

Der Tioga Pass ist ja gesperrt und die Glacier Road auch und dazu noch Flutwarnung durch die Schneeschmelze. Keine Chance auf einen Parkplatz, keine Chance für die Shuttlebusse durchzukommen. Wir würden ja mit dem Shuttlebus fahren, aber dazu müssen wir erst das Auto irgendwo sicher parken können. Wir fahren zwei Stunden im Valley auf und und ab, in jedem Parkplatz kreiseln wir. Könnt ja jemand schon genug vom Trubel haben. Gegen 13 Uhr finden wir einen Parkplatz und steigen in den nächsten Shuttlebus, der geschlagene 40 Min. benötigt um uns zum Mist Trailhead zu den Vernal Falls zubringen. Im Gänsemarsch geht es bergan. Natur pur sieht anders aus. Es ist wie im Zion National Park völlig überlaufen, dabei ist noch nicht mal Saison. Wir verstehen mittlerweile dass die Arches und der Rocky Mountain NP Zeittickets vergeben müssen. So macht es echt keinen Sinn.

Lower Yosemite Fall

Upper Yosemite Fall

Vernal Fall

Upper Yosemite Fall

USA 2023 Valley of Fire und Las Vegas

Von Zion nach Las Vegas
Auf dem Weg nach Las Vegas fahren wir durch das Valley of Fire. Zunächst aber fahren wir, gemäß Navi eine Ausfahrt zu früh von der Interstate 15 ab, dann finden wir den westlichen Zugang zum Valley nur nach einem Umweg von ca. 40 Meilen. Kein Mobilfunkempfang – keine neue Routenplanung möglich. Schlechter Start für heute. Nur mit Fleurs Straßenkarte von 2015 und der Himmelsrichtung finden wir zum Parkeingang. Kostet 10 $ extra, weil nicht im Interagency Pass inclusive. Ist ok, für ein tolles Foto von der Wave. Überraschung! Parkplatz #3 ist verbarrikadiert – der Trail zur Wave ist gesperrt. Anscheinend ist es ab Mai zu heiß. Nicht zu heiß ist es wohl eine viertel Meile weiter am White Dome Trail. Ganz dubios. Mit nem dicken Hals laufen wir, weil wir schon mal da sind, diesen Trail.

Valley of Fire, White Dome Trail

Valley of Fire. White Dome Trail

Valley of Fire, White Dome Trail

Valley of Fire

Am Nachmittag gehts weiter nach Las Vegas. Eine tolle Loft (günstiger als die 12 qm Hütte im Yosemite NP) haben wir, mit komplett ausgestatteter Küche. Dumm nur, dass wir nichts zum Kochen eingekauft haben. Vom Hotelzimmer kriegen wir nichts vom Hully-Gully am Strip mit, der Blick geht Richtung Berge und zum riesigen Pool- und Spaßbereich.
Am späten Nachmittag geht es für uns zu Fuß auf den Las Vegas Boulevard- nur gucken, nichts anfassen. Schon gar keine einarmigen Banditen. Kein Roulette, kein Black Jack – nada, niente. Am schönsten und stilvollsten sind die Wasserspiele vor dem Bellagio. Völlig daneben der simulierte Vulkanausbruch vor dem Mirage. Ansonsten Themenhotels wie Cesar’s Palace (Rom), Venetian mit Gondelfahrt, Paris mit Eiffelturm, New York mit Freiheitsstatue, Flamingo mit rosa Flamingos im Hotelgarten, Luxor mit der Sphinx, im Mirage sollen die weißen Tiger von Siegfried und Roy noch leben…u.v.m. im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Themenhotel Paris-Las Vegas

Check in Line im Cesar’s Palace

Alles nur geklaut

USA 2023 Zion National Park

Checkboard Mesa, Zion Canyons Road

Zion Canyons Road

Zion Canyons Road

Zion Canyons Road

Freitags und samstags im Zion ist wie Almabtrieb. Im Pulk laufen wir am Freitag Nachmittag den Temple of Sinawava Trail am Virgin River entlang. Ehrlich – das ist echt nicht Vergnügungssteuerpflichtig. Keine Ahnung was diese Maßen in den Park treibt.
Der interessanteste Teil des Parks, der Zion Canyon Scenic Drive, zieht sich knapp 7 Meilen am Virgin River entlang und ist für den Individualverkehr ab April bis November gesperrt. Der Shuttlebus Betrieb funktioniert aber einwandfrei. Der Canyon verengt sich mit jeder Meile und steil steigen die glatten Felswände links und rechts auf. Hat schon was.

Temple of Sinawava Trail

Am Samstag Vormittag machen wir einen neuen Versuch – gleiches Drama wie vor. Da eine wichtige Fußgängerbrücke über den Fluss gesperrt ist, steigen alle Besucher am Haltepunkt 6 aus und streben die Emerald Pools an. Im Gleichschritt mit gefühlt Hunderten und mit genau so viel Gegenverkehr laufen wir bergan. Der Lower Emerald Pool ist derzeit ein kleiner Tümpel, gebildet durch ein Rinnsal, das ein Wasserfall werden wollte. Der Middle ist nicht ähnlich, das Wasser rinnt über eine blanke Felsplatte. Der Upper ist schon interessant, ist er doch rings um von Felswänden umgeben und es hat sich tatsächlich ein Pool gebildet. Auf dem Rückweg reihen wir uns bis zum Middle Emerald Pool widerstrebend in den Pulk ein – dann biegen wir ab auf den Weg, der zur gesperrten Brücke ins Tal führt. Mit uns laufen noch vier Weitere diesen Weg und als wir Gegenverkehr kriegen glauben wir, dass unser Plan aufgeht, nämlich ab der gesperrten Brücke auf dem Horsetrail am Fluss entlang zum Haltepunkt 4 zu laufen. Der Plan ging auf und der Trail nahm einen guten Ausgang.

Upper Emerald Pool

Horse Trail

USA 2023 Bryce Canyon National Park_2

Der frühe Vogel…
Traumhaft schöner Trail im Bryce Canyon Nationalpark. Wir verbinden den Queen‘s Garden Trail und den Navajo Trail und steigen mitten ins Theater ab. Ein absolutes Highlight auf unserer Nationalpark Tour.

Amphitheater/Queen‘s Garden und Navajo Trail

Amphitheater/Queen‘s Garden und Navajo Trail

Amphitheater/Queen‘s Garden und Navajo Trail

Amphitheater/Queen‘s Garden und Navajo Trail

Amphitheater/Queen‘s Garden und Navajo Trail

Amphitheater/Queen‘s Garden und Navajo Trail

Queen Victoria Hoodoo

Heute keine Nüsse

Amphitheater/Queen‘s Garden und Navajo Trail

Navajo Trail, Aufsteig Wall Street

Navajo Trail, Aufsteig Wall Street

USA 2023 Bryce Canyon National Park

Schon wieder rote Steine! Jedoch im Bryce Canyon Nationalpark sind sie unnatürlich orangerot. Am Vormittag haben wir kurz mal 414 Kilometer runtergespult um gegen 13 Uhr am Parkeingang zu sein. Viele farbenfrohe Bilder sind am Nachmittag, endlich mal mit gutem Licht, entstanden. Auf knapp 3000 Meter ist es affenkalt, auf dem Parkplatz muss ich meine Reisetasche umgraben, weil die warmen Sachen ganz nach unten gewandert sind. Lange Hose, Pullover und Daunenjacke sind angesagt. Einen kurzen Trail laufen wir, aber wir sind heute irgendwie platt. Zu früh aufgestanden und zu dünne Luft hier oben.


Natural Bridge

Bryce Canyon Nationalpark

Bryce Amphitheater

Bryce Amphitheater

Rim Trail

USA 2023 Arches Nationalpark

Arches, Arches, Arches und nochmals Arches
Durch dieses bescheuerte Time-Ticket-System durften wir erst ab 14:00 in den Park einfahren. Die Zeittickets können bis zu 3 Monate im Voraus auf der Website der US Parkverwaltung gebucht werden. Wir wurden darauf erst aufmerksam, als wir am Rocky Mountain National Park abgewiesen wurden. Derzeit gibt’s Zeitfenster-Karten zwei Wochen im Voraus für die Arches, oder man fährt vor 7 Uhr rein (was wir nicht wussten) oder nach 16 Uhr. So standen wir also um 13:15 Uhr in der Autoschlange und waren doch tatsächlich 14:05 Uhr am Kontrollschalter – gutes Timing.
Ein straffes Programm hatten wir vor uns. Den längsten Trail, den Devils Garden Trail mit insgesamt 11,6 km liefen wir nur bis zur Double O Arch und drehten dann um. In der Beschreibung stand „difficult“. Bei den hiesigen Bezeichnungen kann man schon mal Abschläge machen, die neigen hier zur Übertreibung. Nicht so bei diesem Trail – ein Bad Ass Trail. Kaum Trailmarkierungen, Kletterpartien und rutschig glatte Felsen. Gut dass einige Mutige auf dem Trail unterwegs waren, sodass meist an den Stellen wo es anscheinend nicht weiter ging, hinterm Felsvorsprung ein Hut mit Mensch drunter auftauchte. Liebe Ranger, das muss besser werden!
Die restlichen kleineren Trails zogen wir im Steckschritt durch, wir befürchteten in die Dunkelheit zu kommen. Um 20:45 Uhr, mit dem letzten Licht, verließen wir den Park.
Sechseinhalb Stunden sind zu kurz! Zu viel zum Bestaunen. Wir kommen jedoch nicht wieder. Zum Einen sind fünf Tage Moab genug, zum Anderen nervt das Time-Ticketsystem.

Courthouse Towers

North Windows Arch

South Windows Arch

South und North Windows Arch

Turret Arch

Delicate Arch

Balanced Rock

Brocken Arch

Pine Tree Arch

Arches National Park

Sand Dunes Arch

Sand Dunes

Tunnel Arch

Double O Arch

Navajo Arch

Devils Garden Trail

Devils Garden Trail

Partition Arch

Landscape Arch

USA 2023 Canyonlands Nationalpark_ Island in the Sky_2

Island in the Sky District, Klappe die Zweite
Vorgestern haben wir uns etwa die Hälfte des Districts angeschaut bzw. erwandert. Heute fahren wir so weit wie wir dürfen im Island in the Sky District in den Süden zum Grand View Point Overlook. Der Trail ist einfache Strecke nur 1,5 km lang und gut zu gehen. Der Blick vom Aussichtspunkt geht von Ost nach West. Hauptsächlich ist der White Rim, die Abbruchkante zu sehen. Der Colorado River liegt so weit in der Tiefe, dass er nicht zu sehen ist. Wie immer, so langsam ist es nicht mehr spektakulär, sind diverse Felsformationen und -nadeln in Lower Basin stehen geblieben. Und wie immer in den letzten Tagen hängen tiefdunkle Gewitterwolken über dem Park. Wir sind ja geübt in der Wetterbeobachtung und fahren weiter zum nächsten Trail: White Rim Overlook, ebenfalls nur 1,5 km einfach und im Prinzip die selbe Aussicht wie zuvor, nur etwas mehr nach Osten gerichtet. Hauptsache Bewegung! Das Gewitter entläd sich mit Blitz und Donner etwas nördlicher von uns, also weiter fahren zum Murphy Point Trail. Immerhin 5,5 km hin und zurück. Von hier aus ist sogar der Colorado in der Ferne zu sehen, aber auf den Fotos kommt er nicht raus. Schade, ist halt auch ein richtig doofes Licht zum Fotografieren. Aber bei diesen weiten Strecken fällt es flach auf gutes Licht am späten Nachmittag zu warten. Man muss es eben nehmen wie es ist. Manchmal grell und blaustichig, manchmal dunkel gewittrig, manchmal milchig trüb.

Grand View Overlook Point Trail

White Rim Abbruch

Blick von Murphy Point Trail nach Norden

White Rim Road an der Abbruch
Kante entlang

White rim mit Felsnadel „Totempfahl“ Mitte links

USA 2023 Canyonlands Nationalpark_The Needles

75 Meilen einfach sind es von Moab bis zum Canyonlands Nationalpark „The Needles“. Vermutlich brechen wir den Mietwagen Kilometer-Rekord.

The Needles

Wir starten mit einem kleinen Trail zu den Spring Caves. Früher Unterstand der Cowboys, da es dort Wasserquellen gibt. Auch die Native Americans nutzten diese Felshöhlen als Schutzraum

Cave Spring

Weiter zum Fotoshooting der Wooden Shoe Arch, ganz rechts im Bild und durch den Big Spring Canyon zum Elephant Hill. Die „unpaved road“ stellt sich als gut mit dem PKW befahrbar heraus und am Ende der Straße sind wir nicht das einzige Nicht-Allrad Auto. Einen Trail machen wir hier nicht, zu unsicher das Wetter. Dunkle Gewitterwolken ziehen auf.

Wooden Shoe Arch

Big Spring Canyon, Elephant Hill

Big Spring Canyon, Elephant Hill

Big Spring Canyon, Elephant Hill

Wir fahren 10 Meilen weiter, das Gewitter hat sich woanders entladen, und laufen den Pothole Trail. In den Mulden der glatten runden Felsen sammelt sich Wasser und Mosiktolarven, Schnecken und anderes Larvengetier soll hier gedeihen. In Bezug auf die Moskitos hoffen wir, dass die Sonne ihr Werk verrichtet und die Tümpel austrocknet.

Pothole Point Trail

Zum Tagesabschluss im Needles-Bezirk laufen wir noch einen wirklich schönen Trail, den Slickrock Trail. Dann geht es die 75 Meilen wieder zurück nach Moab.

Slickrock Trail

Slickrock Trail

Slickrock Trail

USA 2023 Canyonlands Nationalpark_Island in the Sky

Von Cody/Wyoming (Yellowstone NP) nach Moab/Utah (Canyonlands NP und Arches NP) sind es 1.050 km. Für uns zwei Reisetage mit Übernachtung in Rock Springs. Nichts wirklich Sehenswertes lag auf der Strecke.

Nun haben wir uns in Moab eine schöne Ferienwohnung für die nächsten fünf Tage gegönnt. Die Nationalparks sind so weitläufig und unter Zeitdruck durch zu düsen und Highlights abzuhaken macht keinen Spaß. Für die Canyonlands nehmen wir uns drei Tage Zeit und für den Arches einen Tag. Nicht besichtigt wird der Dead Horse Point State Park – der ist nicht im US Nationalpark-Pass inclusive.

Erster Tag Canyonlands und schon wieder sind 50 km bis zum Visitor Center zu fahren. Diese endlosen Weiten! Natürlich halten wir an fast jedem View Point und machen Fotos.

Canyonlands Nationalpark

Das erste echte Highlight aber ist die Mesa Arch. Immerhin führt ein kleiner Trail zur Arch und es sind nicht so viele Leute unterwegs. Außergewöhnlich rücksichtsvoll stellen sie sich fürs Foto vor der Arch in einer Reihe an, sodass jeder ein Foto der Arch ohne Menschen und ein unvermeidliches Selfie machen kann.

Mesa Arch

Mesa Arch

Mesa Arch

Weiter im Plan. Rechts ab zur Aztec Butte. Ein Trail führt ganz nach oben aufs Plateau. Selbstverständlich müssen wir da rauf. In der Beschreibung gilt der Trail als moderat, weil nur 2,5 km lang, aber das letzte Drittel ist ein Bad Ass. Klettern auf allen Vieren ohne Netz und doppelten Boden über glatte rutschige Felsen. Rauf ging’s ja noch, aber runter… Ging auch rückwärts und größtenteils auf dem Hosenboden.

Aztec Butte

Aztec Butte

Dann etwas gemütliches mit dem Auto zum Green River Overlook. 10 Meter zum Laufen, nebenan kommt uns ist ein schattiger Picknickplatz wie gerufen.

Green River Overlook

Weniger gemütlich aber sehr gut machbar der Aufstieg auf den Whale Rock. Die Rundumblicke sind einfach umwerfend.

The Whale Rock

Rundumblick vom Whale Rock

Canyonlands Nationalpark

Letzter Stop für heute Upheaval Dome Overlook. Der Upheavel Dom ist ein abgesackter Krater im Durchmesser von knapp 1,5 km in 400 Meter tief. Es gibt zwei Erklärungen für diesen Krater: Entweder entstanden durch einen abgesackten, erodierten Salzstock oder ein durch einen Meteoriteneinschlag.

Upheaval Dome

Upheaval Dome