Segelsommer 2026 mit der SY Pille_24

Karlsborg – Forsvik – Vikensee – Tåtrop

Der Barometer fäll und fällt. Mittlerweile 985 hpa, aber es regnet nicht. Da für die nächsten Tage keine Besserung in Sicht ist legen wir ab. Die nächste/letzte Bergschleuse für uns ist die in Forsvik. Die Ampelanlage ist ausgefallen, die Schleusenwärter sind komplett überfordert. Es ist ein unbeschreibliches Chaos. First come, first serve – ausgesetzt. Die Rücksichtslosigkeit gewinnt. Wir legen uns dann eben auch in den Kanal direkt vor der Schleuse. Keine Chance sonst. Die Schleuse funktioniert ja. Von oben kommen keine Schiffe, aber vor uns werden zwei Schiffe hoch geschleust. Beim nächsten Durchgang sind wir dabei. Wir sprechen uns mit dem kleinen Boot hinter uns ab, dass wir auf die rechte Seite der Kammer gehen und er auf die linke. Soweit so gut. Wir sind drin und auch fest, dann drängt sich hinter uns noch ein Däne rein, dessen Schiff mindestens genauso lang ist wie unseres. Es passt nicht. Ich muss drei Mal die Leinen verlegen und der Schleusenwärter steht passiv daneben. Eigentlich hätte der Däne nach links müssen, da wäre genug Platz hinter dem kleineren Boot gewesen. Jetzt scheuert unser Burgkorb fast am Schleusentor, der Däne hakt sich mit seinem Anker in unseren Heckanker ein. Danach schrabbt er mit dem Anker über unseren „Prinzessinensitz“ im Heckkorb. Die Felsen seitlich in der Schleuse sind bedrohlich. Ich hab einen Hals und Blutdruck. Zum ersten Mal überhaupt werde ich richtig ausfällig und ich hoffe sehr, dass der Schleusenwärter meine englische Schimpftirade nicht komplett verstanden hat. Der Schaden am Schiff hält sich in Grenzen, weil Walter eilig noch Fender an den Burgkorb und an den Heckanker bindet. Der Sonntag ist gelaufen.

älteste Schleuse in Forsvik

Göta Kanal ältestes Teilstück

Göta Kanal ältestes Teilstück