Töwerland

Juist Ortsteil Loog

Juist Ortsteil Loog

Kein Jahr ohne Besuch auf Juist. Juist ist nach wie vor unter den Top Five der schönsten Inseln, die wir bislang besucht haben. An den Temperaturen müssen die Herrschaften zwar noch etwas arbeiten, aber sonst ist es zauberhaft hier. Töwerland heißt Zauberland und es passt für Juist. Als wir mit der Fähre ankommen warten Thekla und Mareike bereits, Thomas und Hans-Peter kommen angeradelt und es ist ein herzliches Willkommen. Zuerst mal Teetrinken und Erzählen, dann mit den Fahrrädern die Insel erkunden. Hat sich in den letzten 15 Monaten was verändert, welche Restaurants haben den Besitzer gewechselt, welche sind abgebrannt? Irgendwie brennt es hier häufiger, den Italiener hat es getroffen und unser Lieblingscafé am Kurplatz musste in der letzten Woche auch etwas geflutet werden. Es hat deshalb leider wegen Aufräumungsarbeiten geschlossen – also nichts mit Aperol auf dem Balkon und nebenbei dem Kurorchester lauschen. Das Kurorchester spielt trotzdem, wir mischen uns unter die Zuhörer (senken den Altersdurchschnitt gewaltig) und erfreuen uns sogar an Johann-Strauß-Melodien.
Weiter geht die Fahrt mit dem Rad zum Flugplatz und zur Domäne Bill – hier ist auch alles beim Alten.

Juist Wattlieger an der Bill

Juist Wattlieger an der Bill


Juist, Inselende Bill

Juist, Inselende Bill

Mareike feierte heute ihren 23. Geburtstag! Herzlichen Glückwunsch und alles Gute.

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag

Kultursommer in Deutschland_6

Worpswede ist 130 Kilometer von Hooksiel entfernt. Na und! Wir haben ja unsere Familienkutsche dabei und sind mobil. Am späten Vormittag kamen wir an und landeten im totalen Verkehrschaos. Wir stellten fest, dass wir den Tag der Offenen Galerie erwischt hatten und alle Interessierten und Urlauber aus dem Umland waren in Worpswede auf den Füßen. Worpswede hat trotzdem seinen Reiz. Bei herrlichem Wetter hatten die Aussteller den kompletten Park um die Kunsthalle und die Große Kunstschau mit ihren Kunstwerken geschmückt.

Worpswede (18k)

Plastiken, Bilder, solide Handwerkskunst aber auch poplige Alltagskunst. Wir konzentrierten uns auf die Museen. Zuerst gingen wir in die Kunsthalle um die Ausstellung „KunstWege – LebensZeichen“ von Ottilie Reylaender zu sehen, danach in die Große Kunstschau in die Käthe Kollwitz Ausstellung und zum Abschluss noch in den Barkenhoff zur Ausstellung Jaenne Mammen. Beeindruckend starke Künstlerinnen. Der Andrang in den Museen war gering, da sich bei herrlichem Wetter die Besucher eher draußen aufhielten. Ein Nachmittag ist zu kurz für Worpswede, wir kommen auf jeden Fall nochmals zu einer ruhigeren Zeit und schauen uns die restlichen Sehenswürdigkeiten an.
Worpswede (24k)

Welcome Amazone

Welcome Amazone

Eine Runde um den Atlantik in 14 Monaten und 2 Tagen.
Antje und Ingo herzlichen Glückwunsch zur gelungenen Atlantikrunde und große Hochachtung vor dieser außerordentlichen Leistung. Ein dickes Lob auch an die wackere Amazone, die mit strahlend weißem Aufbau und glänzend blauem Rumpf wieder stolz im Bremerhavener Wassersportverein angekommen ist.
Wir hatten uns unter das Empfangskomitee gemischt und mitgefeiert. Es war ein netter Abend und wieder einmal konnten wir feststellen, wie klein die Welt ist. Im Laufe des Abends ist unser schwäbischer Dialekt doch aufgefallen und wir wurden gefragt, wie, warum, weshalb… So kamen wir auf unsere Affinität zur Nordseeinsel Juist, zum Meer und zum Segeln zu sprechen. Kurz, es wurden in der Tat gemeinsame Bekannte und bekannte Schiffe ausgegraben. Einer der Gäste, Burkhard, ist in jungen Jahren mit „unserer“ Thekla (Haus Likedeeler, Juist und mit mir über viele Ecken verwandt) im Wattenmeer mit Eggerkings Congar Regatta gesegelt und er hat uns im April 2014 im Hafen von Helgoland aus einer misslichen Lage geholfen. Man trifft sich immer zweimal im Leben!

An der Nordseeküste,

am plattdeutschen Strand sind die Fische im Wasser und selten an Land. Nach Flut kommt die Ebbe, nach Ebbe die Flut…
Wir sind in Hooksiel angekommen und haben uns wieder im Alten Krug eingebucht. Bert kannte uns noch von unseren Werftaufenthalten und hatte uns tatsächlich im letzten Winter vermisst.
Von Wilhelmshaven kommend fuhren wir direkt hinterm Deich entlang. Am Jade-Weser-Port lagen tatsächlich einige Schiffe und es standen Container zum Verladen bereit. Noch im letzten Jahr war der Jade-Weser-Port ein Milliardengrab und drohte zur Investitionsruine zu verkommen. Nun scheint sich der Wind gedreht zu haben und neue Großschiffe laufen den Jade-Weser-Port an. Das ist gut so. Die Sportbootschleuse in Hooksiel öffnete gerade als wir angefahren kamen.

Schleuse Hooksiel (2k)

Bei diesem herrlichen Wetter war sie proppenvoll, es gingen gar nicht alle wartenden Schiffe rein. Die Schleuse musste ein weiteres Mal geöffnet werden.

Schleuse Hooksiel (k)

Es ist Ferienzeit und das Leben pulsiert. Hier an der Küste hatten wir heute strahlend blauen Himmel, Sonne und angenehme 25 Grad, in Stuttgart Hitzerekord, knapp 40 Grad.

Alltag

Die an uns meist gestellte Frage in den letzten vier Wochen war: Was macht ihr den lieben langen Tag, ist euch nicht langweilig? Die Antwort lautet: Nein, ganz und gar nicht! Am Wochenende war die Veranstaltung „Leuchtender Weinberg“.

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Praktischerweise gleich um die Ecke, fussläufig erreichbar. Viele der Remstalweingüter hatten Verköstigungsstände an den Weinbergwegen und -kreuzungen aufgebaut, verschiedene lokale Bands spielten auf und ein Openair Kino war aufgebaut. Gezeigt wurde der Film „Madame Mallory und der Duft von Curry“ mit der großartigen Schauspielerin Helen Mirren in der Hauptrolle. Ein richtig schöner Film.
Unter der Woche stehen wir zu annehmbaren Tageszeiten auf und schauen beim ausgedehnten Frühstück täglich nach den Wetterverhältnissen in der Karibik. Aktuell bereitet uns der Unterwasservulkan Kick ‚em Jenny nördlich von Grenada Sorge. Am 23.07.2015 hatte er erheblichen Schluckauf, sodass das Seismologische Institut in Grenada die Warnstufe Orange ausgerufen hat. Ein Problem würde der durch einen Ausbruch ausgelöste Tsunami darstellen. Die Welle würde sich bis nach Venezuela ausbreiten und dabei auch an Trinidad, wo unsere Sunrise steht, vorbei rauschen. Wir hoffen, dass das nicht passiert.

Kick em jenny

Außerdem genieße ich drei Mal in der Woche die „Pflege“ der Physio- und Sporttherapeuten in Stuttgarts bestem Reha-Zentrum. Seit
Anfang Mai plagt mich das rechte Knie und das MRT hat einen horizontalen Einriss des Außenmeniskus im Vorderhorn zutage gebracht. Mal sehen, vielleicht komme ich um eine Operation herum.

Kultursommer in Deutschland_5

Der Großraum Stuttgart rockt! Ist alles so vielfältig hier – wir können uns gar nicht entscheiden. Eine Woche lang Zeltfestival in Winterbach, OpenAir Kinos auf der Burg in Esslingen, in Waiblingen, im Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart, Donnerjazz auf dem Schurwald im Dulkhäusle, 25Jahre Livemusik Esslingen e.V. u.v.m.
Donnerstags beim Livejazz am Dulkhäusle sind wir Stammgäste. Wir nehmen unsere Klappstühle und Fleecedecken mit und setzen uns auf die Wiese neben der Bühne. Das hat mehrere Vorteile: Man/Frau trifft immer wieder alte und liebgewonnene Freunde, kann ratschen (quatschen und lästern) ohne dass die Musikliebhaber auf der Terrasse gestört werden, es gibt keinen Verzehrzwang und es kostet erst mal nichts. Nach Belieben kann Wein, Bier, Wasser oder Gegrilltes an der Selbstbedienungstheke geholt werden. Kann, aber muss nicht. Im Laufe des Abends kommt die Spendenkasse vorbei und jeder kann – aber muss nicht einen Beitrag leisten. Selbstverständlich spenden Alle, die Höhe entscheidet jeder selbst. Durch und durch entspannt.
Anlässlich des 25jährigen Jubiläums des Live Musik Esslingen e.V. gab es jetzt drei Tage infolge ein sehr gutes Programm: Am Donnerstag Julia Ehninger Quartett, am Freitag Axel Kühn Trio und am Samstag das Esslinger Jazz Projekt. Das Axel Kühn Trio mögen wir sehr. So sehr, dass wir sogar rechtzeitig gekommen sind, um auf der Terrasse direkt vor der Bühne einen Sitzplatz zu bekommen. Drei hochkarätige Musiker, Axel Kühn (Landesjazzpreisträger), Kontrabass, Marcel Gustke, Schlagzeug und Ull Möck am Klavier. Ein vollendeter Abend. Selbstredend haben wir die CD des Trios gekauft, sie wird uns aufs Schiff begleiten.

Uli Möck, Axel Kühn, Marcel Gustke

Ull Möck, Axel Kühn, Marcel Gustke

Neues Video

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Aus Alt mach Neu, oder was ist neuer als Neu? Eben, BRANDNEU!
So oder ähnlich könnte man beschreiben was wir in letzter Zeit so tun.
So haben wir ältere Videoclips, die wir auf Grund der fehlenden Übertragungsmöglichkeiten von unterwegs nicht in die website einstellen konnten nun endlich unter der Rubrik – Videos- veröffentlicht.
Die Videos: T-Punch und Manriques Windspiele sind Neu, bzw. auch schon wieder alt!

Kultursommer in Deutschland_4

Ralf Illenberger und Peter Autschbach am 17. Juli 2015 im Naturfreundehaus Weinstadt
Trini  Leaving (15k)
Irgendwann zwischen 1977 und 1980, in unserer Minicooper-Ära, haben wir das Gitarrenduo Martin Kolbe und Ralf Illenberger zum ersten Mal live gesehen. Mittags kam im damaligen SDR ein Veranstaltungshinweis und ich kann mich noch genau daran erinnern, dass wir spontan mit einem unserer Cooper nach Mosbach (zwischen Heilbronn und Heidelberg) gefahren sind. Die Minicooper damals waren noch im Original von British Leyland. Wir sagten jedoch nicht British Leyland, sondern British Elend dazu, weil immer Einer der Zwei kaputt war. Von Stuttgart bis Mosbach sind es ungefähr 90 Kilometer und die Chancen dort auch anzukommen und vor allem wieder zurück, standen bei 60:40. Es war auf jeden Fall ein beeindruckendes Konzert. Zwei akustische Gitarren in perfekter Harmonie. Seit dieser Zeit hören wir hin und wieder diese Musik. Das Duo Kolbe/Illenberger trennte sich. Ralf Illenberger zog nach Arizona, um dort weiter als Musiker zu arbeiten. Im November 2012 konnten wir Ralf Illenberger, nun mit Peter Autschbach, bei uns in Weinstadt im Jazzclub Armer Konrad hören.
Am Montag sahen wir durch Zufall das Veranstaltungsplakat für das Konzert im Naturfreundehaus in Weinstadt. Ein Konzert im Freien. Ideal bei diesem herrlichen Sommerwetter. Diesmal ging es mit dem Fahrrad ins Naturfreundehaus und wir trafen wieder liebe alte Freunde, schwelgten in Erinnerungen an die guten alten Zeiten und genossen die zeitlose, harmonische Gitarrenmusik. In stockdunkler Nacht fuhren wir mit dem Fahrrad durch die Weinberge zurück nach Hause. Dies war nicht ganz ungefährlich, weil unsere Fahrräder hatten ganz plötzlich kein Vorderlicht mehr. Ups, das war doch vorher noch da (wäre die Ausrede für die Polizei gewesen). Wir kamen, wie damals mit dem Minicooper, wieder wohlbehalten zu Hause an.
Vom aktuellen Konzert Illenberger/Autschbach gibt es in youtube Kostproben.
[www.youtube.com/watch?v=6fN5ORiK7aY]
[www.youtube.com/watch?v=w6iekBIlfKw]

Kultursommer in Deutschland_3

Kunstsammlung NRW in Düsseldorf
Ausstellung Miro Malerei als Poesie
Der Wecker klingelt zu unbotmäßiger Uhrzeit, zur Unzeit um Vier Uhr mitten in der Nacht. Die Autofahrt nach Düsseldorf steht auf dem Programm. Fleur und Dirk fliegen ab Düsseldorf in den Urlaub. Ja, Stuttgart hat schon auch einen Flughafen, aber ab Düsseldorf ist es 500 Euro günstiger. Dafür müssen die Beiden aber auch dreimal umsteigen. Wir verbinden die Reise in den Norden mit einem Besuch der Kunstsammlung NRW. Die aktuelle Ausstellung trifft unseren Kunstgeschmack perfekt. Miro. Der katalanische Künstler Joan Miro hat uns bereits vor vielen Jahren in Barcelona beeindruckt. Das Museum auf dem Montjuic in Barcelona ist ausschließlich Miro gewidmet. Jetzt also Miro in Düsseldorf. Wir wundern uns, dass die Ausstellung im K20 nicht sonderlich gut besucht ist, aber es ist ja auch ein Wochentag.

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Wir lassen uns viel Zeit und der Audioguide ist voll mit Informationen über das Leben und Wirken des Künstlers. Das Einzige was uns den Aufenthalt in der Kunsthalle etwas vermiest ist die Klimaanlage, die die Räume in Eisschränke verwandelt. Bis auf die Knochen durchgefroren gelüstet mich nach einem Milchkaffee – aber leider hat just in diesem Moment die Kaffeemaschine der Cafeteria ihr Leben ausgehaucht. Zu kalt. Auch heißer Tee und heiße Schoki ist nicht lieferbar. Also zurück in die Eishallen und hoch in den zweiten Stock zur Dauerausstellung der Kunstsammlung NRW. Hier hängen unter anderem Werke von Paul Klee, Emil Nolde, Piet Mondrian, Pablo Picasso und Wassily Kandinsky. Sogar das Fotografieren ist erlaubt, weil die Gemälde, wie die Angestellte des Museums betont, uns (dem Land NRW) gehören.

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Trotz der Schönheit der Bilder ist es mir immer noch saukalt. Ich brauch jetzt einen Pulli und was Warmes zum Essen, und zwar sofort. Die KÖ ist praktischerweise fußläufig erreichbar und der nächste Shop, der zahlbare Klamotten bietet, wird betreten. Mit Erfolg. Ein beigefarbener Baumwollpulli wärmt mich. Es fehlt nur noch was zum Essen. Der Bäcker Bastians bietet eine leckere Auswahl an Baguette, Salat, Kuchen und Heißgetränken. Danach ist alles gut. Im Tourismusoffice holen wir uns noch einen Stadtplan und eine Beschreibung für einen kurzen Stadtrundgang zu Fuß. Am frühen Abend machen wir uns wieder auf den Heimweg