Nord-Ostsee-Kanal
Zusammen mit einem Pulk von Seglern verlassen wir am Sonntagvormittag den Yachthafen Cuxhaven und lassen uns mit der Tide bis zur Brunsbüttler Schleuse spülen. Mindestens 20 Segler, eine dicke Motoryacht und ein großer Katamaran finden sich im Wartebereich ein. Es dauert 1 1/2 Stunden bis wir von dem Schleusenwärter das Go bekommen. Alte Schleuse Süd, beidseitig. Richtig blöd ist, dass an Steuerbord bereits ein Frachtschiff festgemacht hat. Der Dödel lasst seine Schraube laufen und verwirbeltes Schraubenwasser ist klar zu erkennen. Die Drängler, allen voran die Motoryacht und der Katamaran gehen am Frachter vorbei und legen sich auf die Backbordseite der Schleuse. Der Weg nach vorne ist somit dicht. Dahinter bricht leichtes Chaos aus. Die Steuerleute der restlichen 20 Segler kriegen Schweißperlen auf der Stirn und die Crewmitglieder wedeln entnervt mit den Festmacherleinen. Wir beschließen notgedrungen den Kampf mit dem Schraubenwasser des Frachters aufzunehmen, weil keiner sich dahinter legen will. Wir legen uns knapp dahinter und alles geht gut. Hinter uns passt gerade noch eine 42 HR. Auf der Backbordseite passen drei Segler an die schwimmenden glitschigen Stege. Dann werden 6er Päckchen gepackt. Alle kommen rein und es gibt keine offensichtlichen Schäden.
Das Auslaufen aus der Schleuse verläuft geregelt und entspannt. Den Großteil der Segler treffen wir am Abend wieder in Rendsburg beim Ruder- und Regattaverein.
Am Montagvormittag schleusen wir mit bekannten Schiffen und Gesichtern raus auf die Kieler Förde. Die Sportboote bekommen eine Exklusiv-Schleusung ohne Frachter und Tanker. Besten Dank und hallo Ostsee!
Für uns ist der nächste Stopp der Sportboothafen Düsternbrook, Becken 3. Mittlerweile ein Lieblingshafen. Zum Abendessen wird fix ein Tisch im Lagom reserviert.

