Carriacou

Angekommen nach einem 6 – 7 Beaufort-Ritt von Grenada nach Carriacou.
Sieht alles harmlos und friedlich aus.

Carriacou, Tyrell Bay 05.02.2016

Carriacou, Tyrell Bay 05.02.2016

Oberlooser-Award 3.0

04. Februar 2016, Gerhards Flug von Frankfurt nach Grenada
Oberlooser Award Verleihung Edition 3
Bei der heutigen Oberlooser Award Verleihung hat die Fluglinie Condor heute in Frankfurt den ersten Preis der schimmeligen Zitrone abgeräumt: Nach Einchecken aller Passagiere in den Hasenstall-Wartebereich ist den Kollegen der Fluggesellschaft eingefallen, dass sie gar kein funktionsfähiges Fluggerät für den Trip nach Grenada am Start haben… Die Ersatzmaschine befände sich noch nicht in Frankfurt. Also alle Passagiere wieder raus aus dem Hasenstall, mit neuer eineinhalbstündig verspäteter Boardingzeit… Beim neuerlichen Boarding fehlen dann natürlich Passagiere, einer von ihnen hat sich vermutlich gegen den Flug mit Oberlooser-Airlines entschieden und erscheint nicht mehr zum Flug und so muss auch dessen bereits verladenes Gepäck wieder aus dem abflugfähigen Flieger herausgeborgen werden…
Wir gratulieren herzlichst zu dieser bravorösen Meisterleistung!

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Für alle Musikbegeisterten haben wir ein neues Video auf unsere Website gestellt. Es hat den Titel: Steel-BIG-Band. Es ist noch in Trinidad entstanden, wir durften an einer öffentlichen Probe teilhaben. Der Karneval in Trinidad gehört zu den Exzessivsten die es wohl gibt. Alles ist größer, verrückter, ausgelassener und so weiter und so fort. Man mag es glauben oder eben auch nicht, aber eines ist wirklich unglaublich: Wir haben schon einige Steelbands in der Karibik gesehen und gehört, immer so eine Mannschaftsstärke von etwa zwanzig Frauen und Männer, mal waren es weniger selten mehr. In Trinidad fängt eine richtige Steelband bei dreißig bis vierzig Musikern gerade mal an. Auf dem Video kannst du sehen, in der Frontlinie stehen schon alleine vierzig Musiker, dazu kommen die Bässe und vor allem noch die Rhythmusgruppe mit Schlagzeug und Percussion. Ich konnte auf dem Video gar nicht alle erfassen, die spielten in Viererreihen hintereinander und waren über zwei Ebenen verteilt. Die Bässe waren so weit außen, dass sie schon wieder im Publikum standen. Wie gesagt, es handelte sich um eine Probe für den Karneval; möchte nicht wissen wie viele da dann spielen. Also viel Spaß beim Sehen und Hören, für uns war das ein grandioses Erlebnis.

PS: Vimeo hat seine Site etwas umgebaut, um in den Vollbildmodus zu gelangen musst du auf der Startleiste auf Vimeo klicken, dann gelangst du direkt auf die Vimeosite und dort gibt es dann auch einen Vollbildmodus.

PPS: Den Bericht vom 24.01.2016 über das Dighy-Konzert habe ich auch überarbeitet. Ich habe die YouTube Videos der Phare Blue Marina verlinkt.

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In der Grand Anse fand heute die Workboat Regatta 2016 statt. Ein Dreieckskurs war ausgesteckt, der Start erfolgte vom Strand aus, das Ziel war ebenfalls direkt am Strand. Zwischen Schwimmern, Tauchern, Stehpaddlern und Spaßbootfahrern, die Luftmatratzensofas hinter sich her schleppten, wurde gestartet. Es gab keine Verletzten. Ein Wunder. Zwei Boote drohten wenige Meter nach dem Start direkt abzusaufen. Um dies zu verhindern sprang gleich mal die halbe Crew ins Wasser, Einer pützte wie irre und der Andere hielt die Segel irgendwie im Wind. Beide Boote haben es doch in der Tat geschafft, den Kurs abzusegeln. Kurz vor Sonnenuntergang kam der Letzte ins Ziel – es waren immerhin fünf Läufe durchgeführt worden. Am Strand pulsierte das karibische Leben mit BBQ und vielen bewusstseinstrübenden Getränken sowie herzschlagirritierender, bassbetonter Musik. Selbstredend in voller Lautstärke.

Startvorbereitungen zur Workboat Regatta

Startvorbereitungen zur Workboat Regatta

Kurz vor dem Startschuss

Kurz vor dem Startschuss


Wasser im Schiff, zwei Crewmitglieder springen ins Wasser und einer schöpft wie wild

Wasser im Schiff, zwei Crewmitglieder springen ins Wasser und einer schöpft wie wild


Workboat Regatta Grenada 2016

Workboat Regatta Grenada 2016


Workboat Regatta 2016

Workboat Regatta 2016


Zieldurchgang

Zieldurchgang


Nach dem Zieldurchgang wird das Boot aufgeriggt auf den Strand geschoben

Nach dem Zieldurchgang wird das Boot aufgeriggt auf den Strand geschoben


Nach dem Zieldurchgang

Nach dem Zieldurchgang

Am Strand trafen wie unsere Nachbarn von der Calypso sowie Eva und Florian von der Ooros wieder. Die Ooros liegt noch in der Pickley Bay und wartet auf einen Rigger. Es gibt halt immer was zu tun. Langeweile gibt’s nie.

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Tiroler Berge in der Karibik
Ja – ich habe das vierte Bergdoktor-Video angeschaut und ja, es hat geregnet. Aber zeitversetzt. Am Vormittag haben wir am Schiff verbracht und am Nachmittag sind wir mit den Schiffspapieren und den Zolldokumenten wieder zu Budget Marine gefahren um unseren gestrigen Einkauf zollfrei entgegen zu nehmen. Es sind knapp 50 % die Schiffe, die auf der Durchreise sind hierdurch sparen.

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Auf dem Rückweg ging es in die Grand Anse zum Strandspaziergang, dann zu Carib Sushi (neue Lektion im Stäbchenessen) und am Abend waren wir auf der Calypso zum Kennenlern-Drink eingeladen. Rita und Rolf von der Calypso, einer schönen klassischen Island Packet Yacht, stammen aus Deutschland, haben aber auch die amerikanische Staatsbürgerschaft, weil sie dort viele Jahre gearbeitet und gelebt haben. Nachdem wir wieder zurück auf der Sunrise waren, hatte ich noch Lust auf die schöne Tiroler Bergwelt. Verdrehte Welt. Bergdoktor in der Karibik – mit Internet kein Problem. Mein anschließender Nachtschlaf wurde unterbrochen, nachdem ich mit feuchtem und kaltem Rücken aufgewacht bin. Es hat mal wieder, im Prinzip täglich, kurz und kräftig, in Strömen durch unsere Luke direkt über dem Bett reingeregnet *. Raus aus dem Bett, alle Decksluken zu und wieder hinlegen. Sobald man/frau dann erneut liegt, ist der ganze Spaß auch schon wieder vorbei und die Aktion frische Luft im Schiff beginnt. So bleibt man/frau rund um die Uhr in Bewegung – soll ja auch gut sein.
*Gegen das Reinregnen ins Schiff gibt es ein gutes Mittel: Ein Segeltuch in Pyramidenform, das mit Gummistroppen über die Luke gespannt wird und den Regen abhält. Ja, für das Vorschiff habe ich das, aber für die restlichen Luken nicht. Der Stoff hierfür wartet in Deutschland auf das Zuschneiden und Vernähen. Im nächsten Jahr wird dieses Thema erledigt sein.

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Atypischer karibischer Abend
Tagsüber waren wir mit den Minibussen unterwegs und besuchten unseren Lieblingsladen Budget Marine (wie Baumarkt zu Hause, nur ausschließlich Schiffszubehör). Am Nachmittag schauten wir noch kurz im True Blue Bay Ressort auf einen Cappuccino vorbei und im Anschluss daran in der Spiceland Mall (Einkaufszentrum). Die Fleischtheke dort ist sehr sauber und die Auslagen appetitlich. So kam es, dass ein Tenderloin Filet in eine Kühltasche wanderte und sofort zu Hause in die Pfanne. Das heißt, es war zu lang für die Pfanne, so wurde es in kleine Steaks geschnitten, paniert!!! und wie Wiener Schnitzelchen gebraten. Dazu gab es Petersilienkartoffeln und grünen Salat. Typisch deutsches Abendessen. Walter übernimmt nach dem Abendessen immer das Spülen und da es gestern Abend regnerisch und windig war, setzte ich mich an den Computer am Kartentisch. Heute Journal schauen. Das geht super gut, weil im Liegeplatzpreis hier auch ein LAN-Kabel-Anschluss ans Marinanetzwerk enthalten ist und das Internet richtig schnell ist. Nicht so WLAN, das geht hier gar nicht. Nach dem Heute Journal ging ich in die Mediathek, schauen was bei den verpassten Sendungen so gelistet ist. Der Bergdoktor – na der läuft ja sicher nicht, weil wieder so ein blödes Geoblocking drauf ist. Nein, da war kein Geoblocking drauf und da das Video schon mal am Laufen war, musste ich es auch anschauen. Walter verdrehte nur noch die Augen! Aber nachdem er einige Zeit neben mir stand, holte er sich unseren Notfall-Container, legte ein Kissen drauf und setzte sich neben mich. Ein unkaribischer Abend nahm seinen Lauf. Nach dem dritten Bergdoktor-Video streikte er. Mal schauen, wann ich wieder einen deutsch-österreichischen Abend hier in Grenada veranstalte. Die Wetterprognose hierfür ist gut.

Schnitzelhaus in St. George´s/Grenada ca. 200 m Luftlinie von uns entfernt

Schnitzelhaus in St. George´s/Grenada ca. 200 m Luftlinie von uns entfernt

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Es bläst – die halbvollen Getränkedosen* vom Cockpit-Tisch. Wir haben am Dienstagvormittag in die Port Louis Marina in St. George´s verlegt. Das Meer im Süden von Grenada war da schon sehr ruppig, der Wind bei 5 – 6 Bft. und wir sind teil aus Bequemlichkeit, teil aus Gründen die „Kevin“-bedingt waren unter Motor um die Ecke gefahren. Kevinbedingt deshalb, weil uns Kevin in Trinidad geholfen hat das Wellenlager zu tauschen und dabei ziemlich ahnungslos die flexible Wellenkupplung zum Motorblock zerlegt hat. Als Walter noch rettend eingreifen wollte, war es schon zu spät. Er hat Kevin zwar noch das Manual in Englisch unter die Nase gehalten – aber wie gesagt war das Kind da schon in den Brunnen gefallen. Bei uns in der Familie hatte der Name Kevin ja schon zuvor den Schimpfwortstatus, dies hat sich jetzt wirklich auf alle Zeiten gefestigt. Auf jeden Fall hatten wir letztlich eine üble Unwucht an der Welle und Motorvibrationen auf dem Weg von Trinidad nach Grenada. Umdrehen war keine Option. Also musste der Mechaniker von Palm Tree in die Whisper Cove Marina kommen und versuchen das Malheur in den Griff zu bekommen. Es ist viel besser, aber ganz zufrieden ist Walter nicht.
*Getränkedosen: Wiederstrebend musste ich mich in der Karibik mit den Dosen abfinden. In Europa und auch bei der Verproviantierung für die Atlantiküberquerung konnte ich dies noch vermeiden und auf PET Flaschen ausweichen – aber hier ist es nicht möglich. Es gibt Bier nur in Dosen oder in Glasflaschen, genauso Tonicwasser u.ä. Da aber Glasflaschen auf einem Schiff nur ganz schlecht zu stauen sind, hielten die Dosen Einzug auf der Sunrise. Lagenweise. Umweltschutz hin oder her. Nicht nur die Herstellung, sondern auch die Entsorgung ist eine Katastrophe – aber ich habe mich mit den Gegebenheiten hier arrangiert und alles kommt in denselben Müllsack. Küchenpapier, Zeitungen, Prospekte, Biomüll, PET, Glas und Dosen. Den Müll bringen wir säuberlich zu den Mülltonnen an Land und wenn keine Tonne zur Verfügung steht lagert er solange in der Backskiste bis zur ordentlichen Entsorgung. Soweit ist mein Gewissen einigermaßen beruhigt und dass der Müll hier üblicherweise komplett im Freien verbrannt wird, daran kann ich nichts ändern. Ist leider so.

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DingyKonzert2

Sonntags um 3:30 p.m. ist Dinghy Konzert in der Bucht vor der Phare Bleu Marina. Der marinaeigene Schlepper fährt in die Bucht, an ihm vertäut sind zwei Schwimmpontons mit Bierbänken und einer Bar drauf. Auf dem Schlepper stehen die Musiker und aus allen Ecken kommen die Beiboote (Dinghys) angedüst und hängen am Ponton und/oder wild aneinander. Es gibt zwei Stunden Livemusik (umsonst) und gute Stimmung rund herum. Hin und wieder verliert ein oder eine der Tänzer/innen in den Dinghys das Gleichgewicht und landet unter Applaus im badewannenwarmem Meerwasser. Eigentlich sind alle Dinghyinsassen klatschnass, entweder durch Spritzer von den Nachbarbooten oder vom Herfahren gegen Wind und Wellen. Da muss man/frau einfach durch.
Siehe auch auf YouTube, 29. Dinghykonzert:

Alle Dingi-Konzerte:

Im Anschluss daran butschern wir mit den Dinghys ins Restaurant der Phare Bleu Marina. Hier gibt es ein Abendessen vom Buffet – und keiner stört sich an den nassen Klamotten oder den vergessenen Schuhen. Es findet eh alles im Freien statt.

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Peer ist am Donnerstagnachmittag in den Flieger gestiegen und nach Hause geflogen. Sein Aufenthalt bei uns war zu kurz und war mit viel Arbeit gefüllt. Leider. Der Erholungsurlaub auf der Sunrise wird folgen.
Immer Donnerstagabends gibt in der Whisper Cove Marina den Chicken-Thursday. Segler aus vielen umliegenden Buchten kommen zum Grillhähnchenessen. Zusammen mit Angela und Franz nahmen wir auch teil, sehr lecker.

WhisperCove

Am Freitag gingen Walter und ich unserer Lieblingsbeschäftigung auf Grenada nach – Minibusfahren. Es ist immer ein launiges Erlebnis. Von hier weg fährt die Linie 2 nach St. George´s und von dort die Linie 1 in Richtung Grand Anse und der Spiceland Mall. Die Grand Anse ist eine herrliche Badebucht mit feinem Sandstrand und einigen Bars mit Livemusik am Wochenende. In der Spiceland Mall fanden wir eine neue Stempel-Kaffeekanne. Sogar das skandinavische Original. Auch in der Spiceland Mall zu finden: Carib Sushi. Für mich mal wieder eine Gelegenheit meine ungeschickten Finger an den Stäbchen zu üben und zu versuchen unfallfrei die Reisröllchen zum Mund zu führen. Mir liegt der Umgang mit Messer und Gabel deutlich besser, es gibt Dinge, die man/frau im Alter halt einfach nicht mehr lernt. Und in meinem Fall gehört der Umgang mit Essstäbchen zweifelsfrei dazu.
Die Heimfahrt zur Whisper Cove Marina mit den Buslinien 1 und 2 war wieder spannend. Wir waren schon auf Taxifahren eingestellt, aber es hielt doch tatsächlich noch eine Linie 1 an und überredete uns förmlich einzusteigen. Der Fahrer brachte und zum quirligen Busbahnhof inmitten St. George´s und tatsächlich stand hier noch ein Minibus der Linie 2.

CentralStation2
CentralStation

Es dauerte zwar eine knappe halbe Stunde bis der Fahrer den Bus soweit voll hatte, dass sich das Losfahren gelohnt hat, aber wir kamen um 5 ECs (Eastcaribian Dollars) sicher „zu Hause“ an.

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Blick von Hog Island auf Calivigny Island

Blick von Hog Island auf Calivigny Island

Peers letzter Tag auf der Sunrise sollte nicht mit Arbeit verbunden sein. Mutter und Sohn setzten sich ins Dinghy und butscherten rüber nach Hog Island zum Baden. Nach Calivigny Island trauten wir uns nicht. Die Insel ist in Privatbesitz und die Hotelzimmer im Resort sind bei den teuersten weltweit. Der Besitzer will die Gäste wohl fernhalten und er hatte einstmals die Genehmigung zum Bau seiner Anlagen nur unter der Auflage erhalten, die Insel öffentlich zugänglich zu halten. So sollen auch die Traumstrände auf Calivigny Island für Jedermann zugänglich sein – testen wollten wir das nicht. Also doch lieber Hog Island. Das Wasser ist ja das gleiche. Badewannentemperatur und doch herrlich erfrischend weil immer ein leichter Wind weht.

Peer testet das Badewasser auf Hog Island

Peer testet das Badewasser auf Hog Island

Überhaupt ist das Klima auf Grenada wesentlich verträglicher als das in Trinidad. Hier beeinflusst der Atlantik das Wetter, im Gegensatz zu Trinidad, wo vom Südamerikanischen Kontinent die feuchtwarme Tropensuppe rüber schwappt.