{"id":4965,"date":"2017-02-26T05:05:34","date_gmt":"2017-02-26T03:05:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sy-sunrise.de\/?p=4965"},"modified":"2017-02-27T20:38:05","modified_gmt":"2017-02-27T18:38:05","slug":"jamaika_19","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sy-sunrise.de\/?p=4965","title":{"rendered":"Jamaika_19"},"content":{"rendered":"<p>Wir wollen weg aus Montego Bay, Jamaika.<br \/>\nDie Rebell-Crew liegt am Anker in Sichtweite und wartet ebenfalls auf fairen Wind f\u00fcr die Reise zu den Cayman Islands. Wir beschlie\u00dfen, dass wir gemeinsam morgen, am Montag, 27.02.2017 lossegeln. Unser Ziel Grand Cayman Island liegt 210 nm entfernt, das hei\u00dft wieder zwei N\u00e4chte auf See. Zun\u00e4chst wollten wir nur nach Cayman Brac, aber wenn wir hier schon mal um die Ecke sind, schauen wir uns doch eben mal die Briefkastenfirmen in George Town\/Grand Cayman an. Vielleicht liegt ja Geld auf der Stra\u00dfe, wer wei\u00df? <\/p>\n<p>Wer sich f\u00fcr Finanzschiebereien, die Machenschaften der Banken und die der Mafia interessiert, dem sei der Roman \u201eDie Firma\u201c von John Grisham ans Herz gelegt, ein sehr lesenswertes Buch mit Bezug zu den Caymans. <\/p>\n<p>Bilder aus Jamaika gibt es derzeit nicht, die Upload-Geschwindigkeit der WiFi Verbindung ist so mager, dass keine Bilder hochgeladen werden k\u00f6nnen. Leider. <\/p>\n<p>Es ist an der Zeit nach vier Wochen auf Jamaika ein Res\u00fcmee zu ziehen:<\/p>\n<p>a)\tPort Antonio:\tGute M\u00f6glichkeit das Schiff in die Marina an den Steg (sehr sicher, aber teuer), an die Boje (sehr sicher, m\u00e4\u00dfig teuer) oder in den Osthafen (k.A. wie sicher, keine Geb\u00fchren) vor Anker zu legen. Das St\u00e4dtchen Port Antonio ist voller Leben, der Markt findet auf der Hauptstra\u00dfe statt, die Menschen sind freundlich, aber \u00fcberwiegend bettelarm. Jeder Wei\u00dfe wird sofort in die Schublade \u201eGeld\u201c gesteckt und entsprechend angemacht \u2013 zwar sehr freundlich, aber permanent und bestimmt. Uns ging die Anmache ab dem 4. Tag geh\u00f6rig auf den Keks. Manch Anderer kann damit besser umgehen.<\/p>\n<p>b)\tKingston:\tOhne Guide eine No-Go-Area. Zumindest downtown. Sehenswert ist der Tat das Bob Marley Museum, das Ward Theater und das Devon House. Wir hatten Gl\u00fcck, dass wir die Adresse von Matthias, the rasta, bekommen hatten und eine individuelle F\u00fchrung durch Kingston hatten.<\/p>\n<p>c)\tBlue Mountains:\tein Must. M\u00f6glich mit dem Mietwagen oder per Taxi. Einfach nur sch\u00f6n.<\/p>\n<p>d)\tOracabessa:\tGut zu ankern, im Fischereihafen oder vor dem James-Bond-Beach. Ansonsten tote Hose.<\/p>\n<p>e)\tOcho Rios:\tTouristen-Bespa\u00dfung mit Delfinen und Dunn\u00b4s River Falls. Nice to see.<\/p>\n<p>f)\tDiscovery Bay:\tSch\u00f6ne Ankerbucht mit klarem Wasser hinter einem Riff. Etwas tricky zum Ankern, weil viele Steine und Korallenbl\u00f6cke \u201eim Weg\u201c sind. Ansonsten empfehlenswert.<\/p>\n<p>g)\tMontego Bay:\tMontego Bay Yacht Club (sichere Liegem\u00f6glichkeit), Ankerfeld vor dem Yachtclub (ebenfalls sehr sicher und gesch\u00fctzt). Au\u00dfer dem Yacht-Club Restaurant mit Bar ist nichts los. Das Wasser ist brackig, also keine Badem\u00f6glichkeit direkt vom Schiff aus. Getr\u00e4nke und Verpflegung im Yachtclub sind hochpreisig. Fast gegen\u00fcber ist das Hard Rock Caf\u00e9 mit eigenem Strand und Swimming Pool. Die Anlage ist sehr sch\u00f6n angelegt, hat aber auch ihren Preis. Am Wochenende schallt der L\u00e4rm von der City von Pier 1 und der Doctor\u00b4s Bay zum Yacht Club her\u00fcber. Die Basswumme verursacht Herzrhythmusst\u00f6rungen auf eine Entfernung von 5 Seemeilen. Selbst Ohropax hilft nicht. <\/p>\n<p>h)\tW\u00fcrden wir nochmals herkommen? Nein, wir haben viel gesehen und aufgenommen, aber wir brauchen Jamaika kein zweites Mal. <\/p>\n<p>i)\tDie Lokals sind verblendet. Sie sehen dass die Touristen, speziell die von den Kreuzfahrtschiffen mit Geld nur so um sich werfen, sehen im Fernsehen (l\u00e4uft in der \u00e4rmsten H\u00fctte rund um die Uhr) die Soaps, wo Geld eh keine Rolle spielt und immer zur Verf\u00fcgung steht, k\u00f6nnen aber nicht nachvollziehen, dass der Gro\u00dfteil der Touristen im wahren Leben einen harten 40-Stunden-Job hat, sich sein Geld sauer und sauber verdient hat und sich ein Mal im Jahr eine 14-t\u00e4gige-Kreuzfahrt leistet und im Urlaub nicht aufs Geld achtet. An 14 von 365 Tagen. Aber das ist ein Thema, das nicht nur die Karibik betrifft, sondern schon bei uns vor der Haust\u00fcre bei den Mittelmeeranrainern beginnt und in Asien nicht aufh\u00f6rt.<\/p>\n<p>j)\tM\u00fcll:\tWie \u00fcberall in der Karibik ein endloses und frustrierendes Thema. Kurz gesagt: M\u00fcll liegt und schwimmt \u00fcberall rum.<br \/>\nV\u00f6llig idiotisch ist die Regelung in Port Antonio. Dort, im Westhafen an der Boje ben\u00f6tigt man einen Tank f\u00fcr das Brauchwasser und muss diesen w\u00f6chentlich f\u00fcr US $ 30 abpumpen lassen. Am Steg in der Marina muss der Tank geschlossen sein, das hei\u00dft, man\/frau darf nicht an Bord aufs Klo, sondern muss die Facilities der Marina nutzen. Dagegen l\u00e4uft 100 Meter Luftlinie entfernt die komplette Kacke des Ortes ungekl\u00e4rt in den Osthafen und die Ankerlieger dort d\u00fcrfen nach Belieben pinkeln und kacken. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir wollen weg aus Montego Bay, Jamaika. Die Rebell-Crew liegt am Anker in Sichtweite und wartet ebenfalls auf fairen Wind f\u00fcr die Reise zu den Cayman Islands. 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