{"id":2586,"date":"2015-04-08T06:21:41","date_gmt":"2015-04-08T04:21:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sy-sunrise.de\/?p=2586"},"modified":"2015-04-13T00:44:13","modified_gmt":"2015-04-12T22:44:13","slug":"von-dominica-nach-martinique","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sy-sunrise.de\/?p=2586","title":{"rendered":"Von Dominica nach Martinique"},"content":{"rendered":"<p>Zu nachtschlafender Zeit, um 6:30 Uhr, haben wir am Dienstag nach Ostern Dominica in Richtung Martinique verlassen. Den S\u00fcden von Dominica haben wir nicht mehr besucht, das machen wir im n\u00e4chsten Jahr.<br \/>\n<div id=\"attachment_2591\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.sy-sunrise.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/IMG_5486-2k.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2591\" data-attachment-id=\"2591\" data-permalink=\"http:\/\/www.sy-sunrise.de\/?attachment_id=2591\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.sy-sunrise.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/IMG_5486-2k.jpg?fit=600%2C345\" data-orig-size=\"600,345\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;5.6&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;Elke Valentin&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;Canon EOS 550D&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1428415408&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;225&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;640&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.000625&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"El Mundo vor Dominica\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.sy-sunrise.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/IMG_5486-2k.jpg?fit=300%2C172\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.sy-sunrise.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/IMG_5486-2k.jpg?fit=600%2C345\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.sy-sunrise.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/IMG_5486-2k.jpg?resize=600%2C345\" alt=\"Majest\u00e4tisch ziehen unsere k\u00f6niglichen Nachbarn aus der Prince Rupert Bay an uns vorbei\" width=\"600\" height=\"345\" class=\"size-full wp-image-2591\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.sy-sunrise.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/IMG_5486-2k.jpg?w=600 600w, https:\/\/i0.wp.com\/www.sy-sunrise.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/IMG_5486-2k.jpg?resize=300%2C172 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2591\" class=\"wp-caption-text\">Majest\u00e4tisch ziehen unsere k\u00f6niglichen Nachbarn aus der Prince Rupert Bay an uns vorbei<\/p><\/div><\/p>\n<p>Die Strecke entlang der Insel mussten wir mangels Wind unter Motor fahren, Segel konnten wir erst kurz vor dem Kanal zwischen Dominica und Martinique setzen. Cordula und Andreas waren mit ihrer Aphrodite 1 \u00bd Stunden voraus und teilten uns \u00fcber Funk die aktuelle Windst\u00e4rke und die Wellenh\u00f6he im Kanal mit. Sehr praktisch! Dankesch\u00f6n. Wir segelten v\u00f6llig entspannt mit der kleinen Fock und gerefftem Gro\u00df nach Martinique. Im Lee von Martinique spielte der Wind mit uns Katz und Maus, in Bezug auf die Windrichtung und \u2013st\u00e4rke. Fock runter, gro\u00dfe Genua raus und dann d\u00fcsten 30 Knoten Wind aus der Bucht von Fort de France raus. Genua weg und nur mit dem Gro\u00dfsegel weiter. Zwischendurch musste Walter noch einen Kreuzfahrer aufwecken, der mit 6 Knoten aus der Bucht von Fort de France rausd\u00fcmpelte und uns exakt getroffen h\u00e4tte. Dank AIS ist eine Kollisionsverh\u00fctung heutzutage kein Problem mehr \u2013 sofern die Schiffe AIS haben und vor allem auch damit arbeiten. Der Kreuzfahrer hatte wohl die Signale der Sportbootfahrer unterdr\u00fcckt und der Funker war ziemlich \u00fcberrascht, dass wir ihn angefunkten. Es dauerte eine Weile, bis er uns auf dem Schirm hatte und uns mitteilte, dass wir unseren Kurs beibehalten sollen. Die Jewel of the Seas \u00e4nderte ihren Kurs und d\u00fcmpelte hinter uns durch. Es war bereits Abendessenszeit und wahrscheinlich durfte sie nicht schneller fahren, damit es das Buffet nicht durcheinanderw\u00fcrfelt. Wieder in der Landabdeckung der Trois Ilets schlief der Wind ein und wir fuhren mit dem Motor weiter. Als wir um die Ecke kamen und Kurs seeseitig am Diamond Rock vorbei in Richtung St. Anne anlegen konnten, hatten wir wieder 20 Knoten Wind direkt auf die Nase. Die Sonne war bereits untergegangen und wir hatten keine Lust mehr im Dunkeln die letzten 10 Meilen aufzukreuzen. So ging es unter Motor weiter und ich bereitete das Abendessen vor. Kurz nach dem Diamond Rock, in H\u00f6he der Diamond Bank, brach hier an Bord eine mittelschwere Hektik aus. Walter meldete 6 Meter Wassertiefe und kurz darauf hatten wir keine Fahrt mehr im Schiff. Der Motor lief noch, aber wir hatten keinen Vortrieb mehr. Die Kontrolle der Position auf der Seekarte brachte das Ergebnis, dass wir exakt auf unserer Kurslinie waren und \u00fcber 100 Meter Wasser unterm Kiel haben sollten. Wir waren gefangen. Stockdunkle Nacht. Mit der starken Halogenlampe konnten wir dicke Seegrasklumpen und irgendwelchen M\u00fcll im Meer erkennen. Entweder wir waren in ein Netz, ein bereits durchgetrenntes Netz oder in eine Seegras- und M\u00fcllhalde gefahren, was uns derma\u00dfen ausbremste. Sehen konnten wir nichts. Walter drehte ziemlich heftig am Rad (hiervon kommt der Begriff \u201eAm Rad drehen\u201c) und irgendwie gelang es ihm aus dem Schiff 2 Knoten Fahrt in die richtige Richtung rauszukitzeln. Er wollte nur noch so schnell wie m\u00f6glich in die Ankerbucht von St. Anne. Der Motor brachte keine Leistung mehr. Die Schiffsschraube drehte unrund und somit vibrierten die Antriebswelle und das Schiff. Wir hatten den Eindruck, dass immer mal wieder was von dem mitgeschleppten M\u00fcll wegflog, denn nach und nach steigerte sich unsere Geschwindigkeit bis auf 3 Kt bei ca. 2000 Umdrehungen. Das n\u00e4chste Problem stellte sich in der Ankerbucht von St. Anne. Andreas hatte uns mit einem starken Blitzlicht den Weg in die Ankerbucht angezeigt und wir konnten uns dadurch im Dunkeln sehr gut orientieren. Weit hinter seinem Heck, auf 5,60 Meter Wassertiefe, lie\u00dfen wir den Anker fallen und Walter traute sich tats\u00e4chlich, den R\u00fcckw\u00e4rtsgang einzulegen um den Anker einzufahren. Wir hatten die Bef\u00fcrchtung, dass uns das nicht gelingen w\u00fcrde. Es hat geklappt und der Anker hielt auch die ganze Nacht. Am Mittwochmorgen haben wir \u00fcber Funk einen Stegliegeplatz in der Marina Le Marin reserviert, den Anker aufgeholt und sind unter Motor in die Marina gefahren. Unsere Bedenken mit dieser schlechten Motorleistung gegen Wind und Welle in die Marina zu fahren waren unbegr\u00fcndet, denn merkw\u00fcrdigerweise hatten wir mit niedriger Motordrehzahl bereits wieder 3,5 Knoten Fahrt und auch die Vibrationen waren weniger. Als wir in der Marina festgemacht hatten, kam Andreas schon mit seinem Dinghi angefahren und bot uns an, mit seiner Tauchausr\u00fcstung zu kommen, zu tauchen und schauen, was wir eingefangen hatten. Walter hat nur Schnorchel und Flossen und er kann nicht l\u00e4ngere Zeit unter Wasser bleiben und schon gar nicht ein Netz aus der Schraube schneiden. Beide mussten nicht ins dreckige Hafenwasser. Gegen\u00fcber ist der Chartersteg und ein Katamaran wurde gerade abgetaucht. Der Taucher erkl\u00e4rte sich bereit, anschlie\u00dfend bei uns vorbeizukommen und unser Schiff abzutauchen. Ohne Sauerstoffflasche, nur mit Neoprenanzug, Brille und Flossen ist er unter die Sunrise getaucht. Zweimal l\u00e4ngs durch. Und es war nichts! Nur dass wir die Zinkanoden an der Welle und auch am Kiel verloren hatten. Die Schraube lie\u00df sich bewegen. Wahrscheinlich hatten wir unseren \u201eFang\u201c \u00fcber Nacht in der Ankerbucht verloren. Durch das Hin- und Herschwojen am Anker, vielleicht. Wir wissen es nicht. In Trinidad werden wir ein neues Wellenlager einbauen lassen m\u00fcssen. Dass der Motor keine Leistung mehr gebracht hatte ist uns ebenfalls ein Ph\u00e4nomen, \u00d6ldruck und Temperatur blieben normal. Wir hatten vielleicht Seegras im K\u00fchlkreislauf, aber am Schauglas im Wasserfilter ist auch nichts mehr zu sehen. Das war eine Begebenheit, die ich nicht wieder brauche, genau genommen gar nie mehr.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/i2.wp.com\/www.sy-sunrise.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/P1080045-2k.jpg\"><img data-attachment-id=\"2590\" data-permalink=\"http:\/\/www.sy-sunrise.de\/?attachment_id=2590\" data-orig-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/www.sy-sunrise.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/P1080045-2k.jpg?fit=600%2C450\" data-orig-size=\"600,450\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;5.2&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;DMC-TZ41&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1428689391&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;16.1&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;100&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.003125&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"Blumeninsel Martinique\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/www.sy-sunrise.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/P1080045-2k.jpg?fit=300%2C225\" data-large-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/www.sy-sunrise.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/P1080045-2k.jpg?fit=600%2C450\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/i2.wp.com\/www.sy-sunrise.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/P1080045-2k.jpg?resize=600%2C450\" alt=\"Blumeninsel Martinique\" width=\"600\" height=\"450\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2590\" srcset=\"https:\/\/i2.wp.com\/www.sy-sunrise.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/P1080045-2k.jpg?w=600 600w, https:\/\/i2.wp.com\/www.sy-sunrise.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/P1080045-2k.jpg?resize=300%2C225 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu nachtschlafender Zeit, um 6:30 Uhr, haben wir am Dienstag nach Ostern Dominica in Richtung Martinique verlassen. 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