{"id":1261,"date":"2014-08-17T23:01:27","date_gmt":"2014-08-17T21:01:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sy-sunrise.de\/?p=1261"},"modified":"2014-09-03T22:32:59","modified_gmt":"2014-09-03T20:32:59","slug":"porto-santo","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sy-sunrise.de\/?p=1261","title":{"rendered":"Porto Santo"},"content":{"rendered":"<p>Porto Santo<br \/>\nAb Donnerstag, 14. August, ausschlafen und dann Inselerkundung zu Fu\u00df. Vom Yachthafen bis zum Zentrum ist es eine knappe halbe Stunde zu Fu\u00df. Die Ortschaft Via Baleira ist \u00fcberschaubar. In der Ortsmitte der Largo do Pelourinho (Dorfplatz), die alte Kirche aus dem 14. Jahrhundert, dahinter die Casa Colombo. Hier soll Christoph Kolumbus angeblich einige Jahre gelebt haben. Neben der Kirche Restaurants, Bars und Caf\u00e9s. In der Casa Colombo und im Nachbarhaus befindet sich ein kleines Museum. Es zeigt einen in den Boden eingelassenen alten Kornspeicher (sieht aus wie ein tiefer Brunnen), Silberm\u00fcnzen und Gegenst\u00e4nde aus dem vor Porto Santo gesunkenen holl\u00e4ndischen Schiff \u201eSloot Ter Hooge\u201c sowie die Geschichte der spanischen und portugiesischen Entdeckungsfahrten in Bildern. Weitere fu\u00dfl\u00e4ufig erreichbare Sehensw\u00fcrdigkeiten wie den alten Schiffsanleger \u201eCais Velho\u201c, den Strand und die vom Dumont empfohlene Kneipe Baiana (w\u00fcrde ich jetzt nicht wirklich weiterempfehlen) sind schnell abgehakt. Am Urlaubstag zwei ist Nationalfeiertag in Portugal, der 15. August, Mari\u00e4 Himmelfahrt. Wir gehen wieder zu Fu\u00df ins Stadtzentrum um zu sehen, ob hier einige Festivit\u00e4ten stattfinden. Au\u00dfer Touristen sehen wir nichts und deshalb beschlie\u00dfen wir im Touristenprogramm mitzumachen und buchen uns f\u00fcr die Inselrundfahrt mit dem Cabriobus ein. Der Bus f\u00e4hrt innerhalb 3 Stunden nahezu die komplette Insel ab, teilweise haarstr\u00e4ubende Schotterpisten hoch zu sch\u00f6nen Aussichtsplattformen, den letzten drei Getreide-Windm\u00fchlen (Miradouro da Portela), Pico do Castelo, Ponta da Calheta (westl. Inselende) und am Flugplatz vorbei. Die NATO hat auf der Hochebene einen riesigen Flugplatz gebaut um Milit\u00e4rflugzeuge auf Transatlantikfl\u00fcgen auftanken zu k\u00f6nnen. Aktuell ist der Flughafen der zivilen Nutzung \u00fcbergeben. Am Samstag lassen wir es sehr gem\u00fctlich angehen und versuchen nachmittags den ausgewiesenen Weg um die Ostspitze der Insel herum zum Porto dos Frades zu finden. Nichts zu machen, der Weg endet an einer un\u00fcberwindbaren Schlucht. Aufgrund der Erosion haben sich \u00fcberall Schluchten gebildet und es besteht akute Steinschlaggefahr. Wir drehen um und laufen am Sandstrand entlang in Richtung des westlichen Inselendes. In einer Strandbar st\u00e4rken wir uns f\u00fcr den R\u00fcckweg zum Schiff und beschlie\u00dfen die letzte Strecke nicht am Strand sondern an der Stra\u00dfe entlang zu gehen. Um auf die Stra\u00dfe zu gelangen m\u00fcssen wir aus einer Hotelanlage ausbrechen! Vom Strand her ist die Anlage ohne Probleme aus zug\u00e4nglich, aber auf die Stra\u00dfe zu kommen ist unm\u00f6glich. Wir k\u00f6nnen ja schlie\u00dflich nicht \u00fcber die Terrasse, durch den Speisesaal und die Rezeption des Hotels laufen. Deshalb nehmen wir das Gartentor und den Gartenzaun des Fu\u00dfballplatzes und steigen aus. Wir wurden weder aufgehalten noch verhaftet. Am Sonntag dann sind wir motorisiert. Walter holt morgens um 9 Uhr die 125iger Vespa und wir d\u00fcsen los. Die Hauptattraktionen haben wir ja bereits mit dem Touristenbus gesehen, aber die Ostseite der Insel, also den Porto dos Frades wollen wir schon noch sehen. \u00dcber neue Stra\u00dfen erreichen wir die wilde Inselseite mit der steilen Felsk\u00fcste. Wir fahren weiter und kommen am Flughafen vorbei, zum Weindorf Camacha (ich sehe in der nahen Umgebung von Camache nur keine Weinberge, sondern nur verlassene und verfallene H\u00fctten und verwilderte und verd\u00f6rrte Terrassen, auf denen wohl einst Weinreben standen). Ganz abenteuerlich wird es ab Camacha, westlich des Flughafens h\u00f6rt der Stra\u00dfenbau auf und es gibt nur noch Schotter- und Sandpisten. Hinweisschilder gibt es schon gar nicht. Die Vespa sieht zwischenzeitlich aus wie ein paniertes Schnitzel und wir nicht besser. Einen weiteren Aussichtspunkt, den Miradouro das Flores finden wir nur durch Zufall und ebenso das Weingut Adega das Levadas. Hier gibt es in der Tat noch 1 km\u00b2 Weinreben und wir testen h\u00f6flichkeitshalber, weil wir mit der Vespa pl\u00f6tzlich mittendrin stehen, den Wein. W\u00e4re ein superguter Sherryessig, aber es ist uns peinlich als einzige G\u00e4ste einfach so wieder zu gehen und kaufen eine Flasche Porto Santo Wein zu EUR 12,50. Das gibt bestimmt eine tolle Cocktailsauce zu frischen Meeresfr\u00fcchten. Weiter geht die Suche nach dem Miradouro Pedeira (nicht gefunden) und dem Vogelpark Quinta das Palmeiras. Im vierten Anlauf finden wir mitten in der \u00d6dnis ein kleines Paradies mit Palmen, Papageien, Wellensittichen, Tauben, asiatischen V\u00f6gelchen, Teichen, Wasserl\u00e4ufen und einem Caf\u00e9. Der Tank der Vespa ist fast leer und deshalb fahren wir hinab ins Dorf zur Tankstelle. Die hat zu. Na dann gehen wir halt zum Supermarkt, der hat auch am Sonntag offen und holen uns frisches Gem\u00fcse, Salat und Brot f\u00fcrs Abendessen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Porto Santo Ab Donnerstag, 14. August, ausschlafen und dann Inselerkundung zu Fu\u00df. Vom Yachthafen bis zum Zentrum ist es eine knappe halbe Stunde zu Fu\u00df. Die Ortschaft Via Baleira ist \u00fcberschaubar. 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