{"id":1164,"date":"2014-07-23T19:19:54","date_gmt":"2014-07-23T17:19:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sy-sunrise.de\/?p=1164"},"modified":"2014-07-23T19:21:11","modified_gmt":"2014-07-23T17:21:11","slug":"geisterbahnfahrt-36-seemeilen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sy-sunrise.de\/?p=1164","title":{"rendered":"Geisterbahnfahrt 36 Seemeilen"},"content":{"rendered":"<p>Wir fahren heute von Portosin nach Sanxenxo. Das sind ca. 36 Seemeilen. Um 10:00 Uhr verlassen wir den Hafen und steuern aus der Ria de Muros in Richtung freies Wasser. Es ist bedeckt, der Morgennebel hat sich noch nicht aufgel\u00f6st und h\u00e4ngt als Vorhang 50 &#8211; 100 Meter \u00fcber der Bucht. Der angek\u00fcndigte Nordwind hat sich noch nicht durchgesetzt und so motoren wir durch die Bucht. Alles ist erledigt, Fender und Leinen verstaut der Kurs liegt fest, alles ist ruhig.  Das ist nun genau eine dieser Situationen, in denen im Kopf von Elke dieser kleine Mann mit dem Goldh\u00e4mmerchen auf eine Synapse einh\u00e4mmert und diese die Sprechorgane einen Satz bilden l\u00e4sst wie z.B. \u201c Du k\u00f6nntest doch mal  pr\u00fcfen, ob das Radarger\u00e4t noch richtig funktioniert\u201c! Ich hatte gerade meinen Kreislauf nach dem Ablegeman\u00f6ver  wieder in den Slow-motion Modus gebracht und war auf eine l\u00e4ngere hingefl\u00e4tschte  Motorfahrt eingerichtet, als mich dieser eindeutige Konjunktiv erreichte. Nach der Erfahrung aus dem \u00c4rmelkanal konnte ich jedoch die Notwendigkeit dieser Ansage verstehen. So wurde die Antenne hochgefahren und das Radar in den Senden Modus eingestellt. Alles funktionierte auf Anhieb und wir konnten mit dem Ger\u00e4t mal ohne Stress arbeiten. Nach einer halben Stunde \u201e Radareinweisung\u201c hatten wir alle wichtigen Funktionen durch, das Radar arbeitete problemlos und wir schalteten das Ger\u00e4t ab. Zwischenzeitlich hatten wir offenes Wasser erreicht der Wind war jedoch immer noch zu schwach. Da meldete sich wieder das kleine M\u00e4nnchen mit dem Goldh\u00e4mmerchen. Dieses Mal wollte es mit dem Parasailer (120 m\u00b2 Leichtwindsegel) spielen. Gott sei Dank hatte ich die ganzen Umlenkrollen und Schoten nicht vorbereitet und als wir noch diskutierten nahm der Wind auch pl\u00f6tzlich zu. Jedoch nicht aus Nordost sondern aus S\u00fcds\u00fcdwest. Da wir nach S\u00fcdost unterwegs waren, ergab sich somit ein Amwindkurs der uns zwar nicht ganz auf unsere geplante Route brachte, aber immerhin noch segelbar war. Gro\u00df und Genua wurden voll gesetzt und die Sunrise zog mit 6-7 Knoten durchs Wasser. Aber leider nicht sehr lange, denn der Wind legte ordentlich los und wir mussten zun\u00e4chst das Gro\u00dfsegel und sp\u00e4ter dann auch die Genua reffen. Zudem trieb uns der Wind in eine noch nicht definierbare Wand. Gewitterfront oder nur Regen oder doch gar Nebel? Nebel und zwar pottendicht. Schnell lie\u00df der Wind im Nebel wieder nach, genauso schnell wurden die Segel wieder weggerollt und das Radarger\u00e4t eingeschaltet. Wie gut, dass wir unser eben erst aufgefrischtes Wissen in die Praxis umsetzten konnten. Gef\u00fchlt war die Sichtweite eine Handbreit um das Schiff herum, dann begann die Wattelandschaft\u2014alles gut verpackt! Viele Fischer kreuzten unseren Kurs, einige haben kein AIS und sind somit nur \u00fcber das Radar zu sehen. Fast die ganze Strecke hatten wir mal mehr mal weniger dicke Nebelb\u00e4nke zu durchfahren, erst auf den letzten 10 Seemeilen kam der Wind zur\u00fcck und der Nebel lichtete sich etwas. So konnten wir sogar noch ein paar Meilen segeln, waren mit dem Segeltag vers\u00f6hnt und der kleine Mann im Kopf mit dem H\u00e4mmerchen auch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir fahren heute von Portosin nach Sanxenxo. Das sind ca. 36 Seemeilen. 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